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Rede von Dr. Anna Rathert (AfD) – 4 Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Fünften Gesetzes zur Änderung des …

dip / rede 14.10.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 101. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP ZP 3: 4 Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Fünften Gesetzes zur Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes.

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Rede von Dr. Anna Rathert (AfD) – 4 Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Fünften Gesetzes zur Änderung des … Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Deutschland war einmal das Land der Dichter und Denker und der Handwerker, Ingenieure und Erfinder. Unser Wohlstand beruhte schon immer auf Menschen, die tatsächlich etwas konnten – die bauen, reparieren, herstellen, Verantwortung übernehmen und ihr Wissen an die nachfolgenden Generationen weitergeben würden. Deshalb unterstützen wir ausdrücklich die höheren Förderbeträge, die bessere Förderung für die Erstellung des Meisterstücks und den höheren Darlehenserlass. Aber trotzdem kann auch dieses Gesetz nicht die grundlegenden Probleme lösen. Es unterstützt zwar junge Menschen bei ihrer Weiterbildung, aber dennoch kann diese Unterstützung nicht verhindern, dass sich die anschließende Selbstständigkeit wegen der allgemein schlechten Wirtschaftslage in Deutschland immer weniger lohnt. Denn über diese schlechte Wirtschaftslage kann auch dieses Gesetz nicht hinweghelfen. Und die haben leider Sie durch eigenes Versagen in den letzten 18 Monaten in allen Bereichen der Politik entweder selbst verursacht oder eben nicht beseitigen können. Mit Klimarettungsfantastereien, wie wir sie gerade in der Aktuellen Stunde gehört haben, und mit einer an allem Möglichen, jedoch nicht an deutschen Interessen orientierten Außenpolitik stärkt man eben nicht die deutsche Wirtschaft. Ein weiterer Punkt ist mir persönlich noch wichtig. Wir müssen endlich mit der Vorstellung aufräumen, akademische Bildung sei grundsätzlich höherwertig als berufliche Bildung. Ein junger Mensch, der ein Handwerk lernt, seinen Meister macht, einen Betrieb gründet und Lehrlinge ausbildet, leistet für unsere Gesellschaft unbestritten einen enormen Beitrag. Wer in letzter Zeit mal versucht hat, sein Haus zu renovieren, der weiß: Wir brauchen dringend mehr praktische Handwerker als Genderpostkolonialismus- und kritische Rassentheoretiker. Ausbildungen qualifizieren dazu, Werte zu schaffen, einen Betrieb zu führen, Arbeitsplätze zu sichern und überlebenswichtiges Wissen zu erhalten. Deshalb ist es auch nicht gerecht, wenn angehende Meister erhebliche Eigenbeiträge leisten, während Studenten der genannten Studiengänge weitestgehend kostenlos an staatlichen Universitäten studieren können. Bei den genannten Studienangeboten stellt sich dagegen durchaus die Frage nach ihrem konkreten gesellschaftlichen Mehrwert, insbesondere wenn die Absolventen anschließend in wiederum steuerfinanzierten NGOs tätig werden, die die Grundlagen für eine stabile Gesellschaft wie Ehe und Familie oder eine gesunde Vaterlandsliebe infrage stellen. Meine Fraktion hat bereits 2023 vollständige Kostenfreiheit der Meisterfortbildung gefordert, und daran halten wir fest. Der Erwerb des Meisterbriefes darf nicht kostspieliger sein als ein Hochschulabschluss. Wir wollen Gleichwertigkeit – auch finanziell. Dazu trägt dieser Gesetzentwurf nicht ausreichend bei. Deshalb lehnen wir ihn ab. Vielen Dank.

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