Rede von Dr. Heinrich L. Kolb (FDP) – Drucksache 16/9482
Teil von Protokoll der 193. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages · TOP 3 a: Drucksache 16/9482 –.
Text
Rede von Dr. Heinrich L. Kolb (FDP) – Drucksache 16/9482
Herr Staatssekretär Thönnes, ich frage Sie, ob Sie
wissen, dass Ihre Redezeit gleich vorbei ist, und ob Sie
noch so freundlich wären, uns mitzuteilen – alles, was
Sie sagen, ist richtig –, was die Bundesregierung in
Zukunft zu tun gedenkt, um die vor uns liegende Aufgabe,
den Lückenschluss, zu bewerkstelligen.
Franz Thönnes, Parl. Staatssekretär beim
Bundesminister für Arbeit und Soziales:
Ich weiß, werter Kollege Kolb, dass Sie immer ein
bisschen ungeduldig sind. Ich beschreibe die Lage; denn
man darf nicht zu voreiligen Regelungen kommen. Die
Ausführungen in dieser Debatte und auch Ihr Modell
machen deutlich – selbst der Kollege Gysi hat das gesagt –,
dass es sich um eine sehr komplexe Materie handelt.
Deswegen wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mich
weiter referieren und die Situation beschreiben ließen. Dann
sage ich Ihnen auch, woran wir zurzeit arbeiten.
(Dr. Heinrich L. Kolb [FDP]: Aber die
Bundesregierung verfügt doch über besonderen
Sachverstand!)
Wenn man das gleichzeitige Zusammentreffen
mehrerer Renten nach dem Personenfallkonzept betrachtet,
wenn zum Beispiel eine Alters- und eine Witwenrente
zusammenfallen, dann stellt man fest, dass die Rentner
in den alten Bundesländern im Durchschnitt rund
953 Euro und in den neuen Bundesländern 1 004 Euro
erhalten.
(Volker Schneider [Saarbrücken] [DIE
LINKE]: Und die Pensionen?)
Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag bei
Rentnerinnen in den alten Bundesländern liegt bei rund 650 Euro
und in den neuen Bundesländern bei rund 848 Euro.
Herr Kollege Gysi, Sie haben durchaus recht: Das hat
etwas mit den unterschiedlichen Berufsbiografien zu tun.
Relationen
- part_of → Protokoll der 193. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages
- spoke_in ← Heinrich L. Kolb (Rede)