Akademie für künstliche lntelligenz AKI gGmbH
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Akademie für künstliche lntelligenz AKI gGmbH
Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit nach Abgabenordnung
Als hundertprozentiges Tochterunternehmen des Bundesverbandes der Unternehmen der Künstlichen Intelligenz in Deutschland e.V. (Registernummer: R006319) verfolgt die Akademie für Künstliche Intelligenz AKI gGmbH dieselben Ziele und Wertvorstellungen.
Spezifisch ist der Zweck der Akademie für Künstliche Intelligenz AKI gGmbH die Förderung von Wissenschaft und Forschung. Erreicht wird dies durch folgende Tätigkeiten:
- Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen und Forschungsvorhaben und Vergabe von Forschungsaufträgen in dem Bereich der Künstlichen Intelligenz und ihrer Anwendung;
- die wissenschaftliche Erforschung von Künstlicher Intelligenz;
- Öffentlichkeitsarbeit wie Seminare und Workshops für die Bewusstseinsbildung in Bezug auf den Gesellschaftszweck;
- Zeitnahe Bekanntmachung und Veröffentlichung der Forschungsergebnisse im Bereich Künstliche Intelligenz;
- Weitergabe von Mitteln an andere gemeinnützige Körperschaften oder juristische Personen des öffentlichen Rechts
Interessenbereiche: Öffentliches Recht; Kleine und mittlere Unternehmen; Sonstiges im Bereich "Medien, Kommunikation und Informationstechnik"; Datenschutz und Informationssicherheit; Verwaltungstransparenz/Open Government; Wissenschaft, Forschung und Technologie; EU-Binnenmarkt; Urheberrecht; Internetpolitik; Kommunikations- und Informationstechnik; Sonstiges im Bereich "Wirtschaft"; EU-Gesetzgebung; Industriepolitik; Öffentlicher Dienst und öffentliche Verwaltung; Digitalisierung
Regelungsvorhaben:
- Nationale Durchführung der KI-Verordnung der EU (EU AI Act): Die KI-Verordnung schafft den weltweit ersten umfassenden Rechtsrahmen für KI. Nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens auf EU-Ebene steht nun die nationale Umsetzung im Vordergrund. Wichtig bleibt dabei die Berücksichtigung der Belange der deutschen KI-Unternehmen, die zu einem erheblichen Teil aus Start-ups und KMU bestehen. Für diese Unternehmen ist es entscheidend, dass durch die KI-Verordnung keine Doppelregulierung und Zulassungsverfahren entstehen, die sie angesichts des rasanten technologischen Fortschritts in ihrer Innovationskraft bremsen und hohe Zusatzkosten verursachen. Eine schlanke Umsetzung auch durch eine klar geregelte Aufsichtstruktur sowie klare Zuständigkeiten sind notwendig, um insbesondere Zulassungsverfahren nicht unnötig zu verzögern.
- EInführung eines KI-Vouchers: Um die Potenziale der Schlüsseltechnologie KI in Deutschland voll auszuschöpfen, müssen KI-Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der deutschen Wirtschaft implementiert werden. Mit dem KI-Voucher wird ein Anreiz zur Kooperation und zum Austausch zwischen der etablierten Wirtschaft, insbesondere dem Mittelstand und dem KI-Ökosystem geschaffen. Der KI-Voucher kann das Risiko bei der Evaluierung und Implementierung von KI-Lösungen in der etablierten Wirtschaft reduzieren, gleichzeitig hochinnovative deutsche KI-Unternehmen und deren Lösungen fördern und damit als Katalysator für die Einführung und Nutzung von KI-Lösungen im deutschen Mittelstand wirken.
- Stärkung des KI-Standorts Deutschland: KI hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen und Einzug in alle Bereiche unserer Gesellschaft und Wirtschaft gehalten. Allerdings haben die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit der technologischen Entwicklung nicht Schritt gehalten, weshalb es nun gilt, zügig die richtigen Weichen zu stellen, um in den kommenden Jahren Deutschland zu einem starken KI-Standort zu machen. Dazu gehören die Koordinierung und Zentralisierung von KI- und Digitalpolitik, den Aufbau einer leistungsfähigen Infrastruktur, die Förderung des Einsatz von KI in der etablierten Wirtschaft, die pragmatische Umsetzung von KI-Regulierung, die Stärkung der Rolle des Staates als Innovationstreiber und die Schaffung attraktiver Finanzierungs- und Investitionsbedingungen.
- Entlastung von Startups und KMU von bürokratischen Pflichten: Während der Gründungsphase und in den ersten Jahren eines (KI-)Start-ups ist es entscheidend, dass sich die Unternehmen auf die (Weiter-)Entwicklung ihrer hochinnovativen Produkte und ihr Wachstum konzentrieren können. Der KI Bundesverband ist deshalb überzeugt, dass Start-ups und KMU gerade in dieser Phase von bürokratischer Überlastung verschont werden müssen, auch damit der Gründungsstandort Deutschland global attraktiv bleibt. Der Verband fordert deshalb unter anderem eine Vereinfachung von Gründungsprozessen, eine Simplifizierung notarieller Beurkundungen sowie eine generelle Digitalisierung von bürokratischen Berichtspflichten.
- Ausbau und Stärkung der Finanzierungslandschaft für Startups und Scaleups: Der KI Bundesverband setzt sich für die Schaffung attraktiver Finanzierungs- und Investitionsbedingungen für das deutsche KI-Start-up-Ökosystems ein. Der Verband fordert deshalb einen Ausbau von Förderprogrammen wie dem Zukunftsfonds oder EXIST. Darüber hinaus fordert er den Aufbau eines Deutschlandsfonds sowie spezifische Maßnahmen, wie etwa die Einführung eines KI-Vouchers. Weiterhin setzt sich der KI-Bundesverband für stärkere Anreize ein, um institutionelle Investoren und mehr Wagniskapital für Investitionen in Schlüsseltechnologien wie KI zu mobilisieren.
- Stärkung der KI-Infrastruktur in Deutschland: Der KI Bundesverband setzt sich für die Stärkung der KI-Infrastruktur in Deutschland ein, um die digitale Souveränität Deutschlands langfristig zu sichern. Dazu fordert der KI Bundesverband ein Maßnahmenpaket, das die Öffnung bestehender Kapazitäten für das KI-Ökosystem sowie den Ausbau privater und öffentlicher KI-Infrastruktur adressiert. Darüber hinaus setzt sich der Verband für eine praxistaugliche Regulierung, fiskalpolitische Anreize für den Betrieb privater Rechenzentren, vereinfachte und zügige Genehmigungsverfahren sowie eine entsprechende Energieinfrastruktur ein.
- Öffnung und Vereinfachung öffentliche Vergabe für Startups: Der KI Bundesverband setzt sich für eine Anpassung des Vergaberechts ein, um deutschen KI-Start-ups und -Scale-ups neue Chancen zu eröffnen. Der Verband fordert deshalb eine zentral koordinierte Beschaffungspolitik der Bundesregierung, die unter anderem die öffentliche Hand als Ankerkunden der deutschen Digitalwirtschaft etabliert. Durch neue gesetzliche Grundlagen soll zudem die gezielte Vergabe öffentlicher Aufträge an deutsche KI-Unternehmen ermöglicht werden, um die Innovationspotenziale junger Technologieunternehmen zu fördern und Abhängigkeiten zu reduzieren
- Modernisierung und Digitalisierung von Registern: Der KI Bundesverband fordert eine beschleunigte Transformation der deutschen Registerlandschaft durch intelligente Datenvernetzung. Zentral ist dabei die nahtlose Kommunikation zwischen allen Verwaltungsebenen, um Bürger:innen und Unternehmen von Mehrfacheingaben zu befreien und vollautomatisierte Behördengänge zu ermöglichen. Von besonderer Bedeutung ist für den Verband dabei die verbindliche Einführung von KI-Lösungen in Behörden, um die digitale Verwaltungswende zu vollenden.
- Einführung einer Startup- und Scaleup-Strategie der Bundesregierung: Der KI Bundesverband begrüßt die Bestrebung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, eine Start-up- und Scale-up-Strategie zu erarbeiten. Auch der Verband fordert eine solche Strategie mit einem klaren Fokus auf der Stärkung der Finanzierungslandschaft, insbesondere im späten Stadium, dem Bürokratieabbau, der Stärkung und Vereinfachung des Forschungstransfers, der Steigerung der Attraktivität von Gründungen sowie der Verbesserung von Faktoren zur (internationalen) Gewinnung von Talenten. Hierfür braucht es eine klare, ambitionierte Strategie mit belastbaren Maßnahmen und Zeitplänen, damit deutsche Start-ups und Scale-ups schnell gründen, wachsen und international skalieren können.
- Umsetzung der deutschen High-Tech-Agenda: Der KI Bundesverband unterstützt die im Koalitionsvertrag festgehaltene Entwicklung einer Nationalen Hightech-Strategie zur Stärkung des Technologie-Standorts Deutschland. Der Verband setzt sich unter anderem dafür ein, dass Bund und Länder eine koordinierte Strategie zur Förderung und Stärkung von Spitzentechnologien wie KI entwickeln. Der Verband fordert Investitionen in die Forschungsinfrastruktur, die Stärkung der Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie den Aufbau strategischer Technologiepartnerschaften. Zudem setzt sich der Verband für eine deutliche Stärkung sowie die Schaffung zentraler Anreize für den Transfer von Wissenschaft in die Wirtschaft und für Ausgründungen, sogenannte Spin-offs, ein.
- Aufbau eines Deutschland-Stacks: Der KI Bundesverband unterstützt die im Koalitionsvertrag festgehaltene Entwicklung eines nationalen Deutschlandstacks als digitale Souveränitätsplattform. Der KI Bundesverband fordert deshalb, dass diese technologische Grundarchitektur heimische KI-Modelle, sichere Cloud-Infrastrukturen und interoperable Standards vereint, um die Abhängigkeit von außereuropäischen Technologieanbietern zu reduzieren. Zudem muss der Stack nach Einschätzung des KI Bundesverbandes modulare Foundation-Modelle, spezialisierte Fach-LLMs und branchenspezifische Anwendungen integrieren. Offene Standards und die nahtlose Vernetzung zwischen Forschungseinrichtungen, etablierten Unternehmen und innovativen Start-ups sind dabei von zentraler Bedeutung.
- Anpassung des Datenschutzrechtes an technologische Weiterentwicklungen: Der KI Bundesverband fordert, dass das Datenschutzrecht im Hinblick auf laufend stattfindende technologische Weiterentwicklungen, insbesondere im Bereich von KI, angepasst werden. Dies mit dem Ziel, dass gerade hochinnovative und schnellwachsende KI-Startups nicht mit Innovationshemmnissen im Bereich des Datenschutzes ausgebremst oder mit Rechtsunsicherheit konfrontiert werden. Hierfür setzt sich der Verband sowohl auf deutscher Ebene als auch auf europäischer Ebene ein.
- Schaffung eines AI Safety Institut: Der KI Bundesverband fordert die Schaffung eines nationalen AI Safety Instituts, um auf die technologisch möglich gewordenen KI-gestützten Cyberangriffe vorbereitet zu sein. Der Verband fordert deshalb, dass eigene Cyber-AI-Stacks mit Fokus auf Detektion, Analyse und Abwehr aufbauen, um die strategisch nicht akzeptable Abhängigkeit von Drittstaaten bei sicherheitskritischen Modellen zu reduzieren. Eine handlungsfähige nationale KI-Cyber-Taskforce aus Wirtschaft, Wissenschaft und staatlichen Sicherheitsbehörden sowie nationale Forschungsförderung für KI-Red-Teaming sind dabei von zentraler Bedeutung.
- Einführung einer neuen europäischen Unternehmensrechtsform (EU Inc.): Der KI Bundesverband begrüßt die Pläne der Europäischen Kommission zur Schaffung einer neuen europäischen Unternehmensform, der sogenannten „EU Inc.”. Im Hinblick auf die Schaffung eines solchen neuen europäischen Gesellschaftsrechtsrahmens für Unternehmen fordert der Verband, dass gesellschaftsrechtliche Regelungen in der EU einheitlich harmonisiert werden, ohne dass dabei zusätzlicher bürokratischer Aufwand für KMU entsteht.
- Erleichterung des Zugangs zu öffentlich geförderter KI-Infrastruktur für KI-Unternehmen: Der KI Bundesverband begrüßt die Initiativen der Europäischen Union zur Stärkung und Ausbau europäischer KI-Infrastruktur. Gleichzeitig fordert der Verband aber auch, dass der Zugang zu bereits bestehender KI-Recheninfrastruktur, welche aktuell zu einem großen Teil für die Forschung reserviert ist, zusätzlich für KI-Unternehmen vereinfacht wird. Es empfiehlt sich deshalb, dass bestehende Kapazitäten durch einfache, digitale Verfahren auch privaten Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, damit digitale Abhängigkeiten reduziert und die Innovationsfähigkeit von deutschen KI-Unternehmen gestärkt werden kann.
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