Athleten Deutschland e.V.
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Athleten Deutschland e.V.
Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit nach Abgabenordnung
Athleten Deutschland e.V. übt Interessenvertretung gegenüber Bundestag, Bundesministerien sowie weiteren politischen Entscheidungsträgern aus. Dazu gehört insbesondere die regelmäßige Teilnahme als sachverständige Organisation im Ausschuss für Sport und Ehrenamt des Deutschen Bundestages. Zudem führen wir kontinuierlich Gespräche mit Mitgliedern des Bundestages, Fraktionen und politischen Referaten, um Anliegen und Bedarfe der Bundeskaderathlet*innen einzubringen.
Unsere Interessenvertretung umfasst die fachliche Begleitung sportpolitischer Gesetzgebungs- und Reformprozesse, insbesondere das Sportfördergesetz sowie den Aufbau des Zentrums für Safe Sport. Wir setzen uns für klare gesetzliche Regelungen zur Stärkung der Athletenrechte, den Schutz vor Gewalt, Verbesserungen der dualen Karriere und eine transparente, athlete*innenzentrierte Sportförderung ein.
Zu unseren Instrumenten zählen Positionspapiere, themenspezifische Briefings, Stellungnahmen, die Teilnahme an Fachgesprächen, sowie öffentliche Kommunikation über Social Media, Newsletter und Interviews in Presse und Medien.
Ziel unserer Interessenvertretung ist es, Gesetzes- und Strukturvorhaben wie das Sportfördergesetz sowie das unabhängige Zentrum für Safe Sport konstruktiv zu beeinflussen und so Rahmenbedingungen zu schaffen, die Bundeskaderathlet*innen bestmöglich schützen und fördern.
Interessenbereiche: Öffentliches Recht; Digitalisierung; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; Unfallversicherung; Arbeitslosenversicherung; Profisport; Verwaltungstransparenz/Open Government; Rechte von Menschen mit Behinderung; Meinungs- und Pressefreiheit; Sonstiges im Bereich "Recht"; Grundsicherung; Sonstiges im Bereich "Gesellschaftspolitik und soziale Gruppen"; Sonstiges im Bereich "Sport, Freizeit und Tourismus"; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben; Sonstiges im Bereich "Soziale Sicherung"; Menschenrechte; Öffentlicher Dienst und öffentliche Verwaltung; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Rente/Alterssicherung; Politisches Leben, Parteien; Pflegeversicherung; Kinder- und Jugendpolitik; Sonstiges im Bereich "Staat und Verwaltung"; Krankenversicherung
Regelungsvorhaben:
- Einführung eines Sportfördergesetzes: Mit dem geplanten Sportfördergesetz des Bundes sollen die Ziele, Rollen und Zuständigkeiten im Spitzensport sowie das künftige Fördersystem einschließlich der unabhängigen Leistungssportagentur verbindlich geregelt werden. Athleten Deutschland setzt sich in diesem Rahmen u.a. für Folgendes ein: 1) ein Mindestmaß an sozialer und materieller Absicherung für Kaderathlet*innen, 2) verbindliche und hohe Standards für Athletenvertretung, 3) einen Platz für Athleten Deutschland in den Aufsichtsgremien der Leistungssportagentur sowie 4) geordnete Verfahrens- und Clearingwege zum wirksamen Umgang mit Fehlverhalten, defizitären Strukturen und/oder fachlich umstrittenen bzw. falschen Entscheidungen.
- Einführung des UBSKM-Gesetzes: Das geplante Gesetz soll den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch verbessern, indem es präventive Strukturen stärkt und nachhaltige Maßnahmen auf Bundesebene zur Bekämpfung und Verhinderung von Kindesmissbrauch etabliert. In diesem Rahmen setzt sich Athleten Deutschland für einen Sport ein, der frei von Zwang, Missbrauch und Gewalt ist und Gefahren für Kinder und Jugendliche weder begünstigt noch duldet. Dahingehend unterstützt Athleten Deutschland die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für die UBSKM, den Betroffenenrat bei der Missbrauchsbeauftragten sowie die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs.
- Haushaltsgesetz 2025: Im Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2025 (Bundeshaushaltsgesetz 2025) wird der Bundeshaushalt für 2025 beschrieben. In diesem Rahmen setzt sich Athleten Deutschland für eine auskömmliche Finanzierung des Spitzensports und seiner Akteure in Deutschland ein. Darüber hinaus setzt sich Athleten Deutschland dafür ein, bestehende Ineffizienzen und Fehlanreize bei der Mittelverwendung im Zuge der laufenden Spitzensportreform zu minimieren. Grundlegend fordert Athleten Deutschland einen strategischen Rahmen für die Förderung des Spitzensport und eine Diskussion zu damit verbundenen Zielstellungen.
- Sportfördergesetz (SpoFöG): Ziel des Regelungsvorhabens ist die Änderung des Sportfördergesetzes, um eine gesetzlich verankerte soziale und materielle Mindestabsicherung für Bundeskaderathletinnen einzuführen, darunter Mindestförderung, Versicherungs- und Altersvorsorgeansprüche sowie Mutterschutz. Zudem sollen eine unabhängige Athletenvertretung mit Sitz und Stimme im Stiftungsrat der Spitzensportagentur, verbindliche Safe-Sport- und Integritätsstandards, faire Arbeitsbedingungen für Athletinnen und Trainer*innen sowie klare Verfahrens- und Beteiligungsstrukturen gesetzlich festgeschrieben werden.
- Bundeshaushalt 2027: Ziel der Interessenvertretung ist die Berücksichtigung zusätzlicher Bundesmittel im Bundeshaushalt 2027 für die direkte Förderung paralympischer Spitzensportlerinnen und -sportler. Angestrebt wird eine zweckgebundene Erhöhung der Mittel zur Finanzierung von mindestens 200 Förderplätzen in der individuellen Para-Athletenförderung sowie deren mehrjährige Absicherung.
Relationen
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