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Umicore NV/SA

lobbyregister / register_entry 28.02.2022 · Original ↗

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Umicore NV/SA Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen Umicore ist das global operierende europäische Technologieunternehmen für metall-basierte zirkuläre Hochleistungs-Materialien. Auf Basis unserer umfassenden Expertise und Erfahrung in den Bereichen Materialwissenschaft, Chemie und Metallurgie entwickeln, produzieren und recyclen wir Material-Lösungen mit dem übergeordneten Ziel einer nachhaltigen Wertschöpfung. Unser Produkt-Portfolio unterstützt den Wandel hin zu Elektro-Mobilität, bedient den wachsenden Bedarf an modernen Werkstoffen und ermöglicht die angestrebte Kreislaufwirtschaft bei kritischen Metallen. Zahlreiche Aspekte unserer Unternehmens-Strategie gehen Hand in Hand mit den Prioritäten und Aufgabenstellungen der europäischen Politik, wobei Nachhaltigkeit und Zirkularität unsere Kernbausteine für verantwortliches Handeln im Sinne des europäischen Green Deal sind. Im Zuge unserer Interessenvertretung führen wir die politische Kommunikation direkt oder in Zusammenarbeit mit Verbänden, durch Mitarbeit in Fachgremien, bei Workshops und Veranstaltungen, sowie bilateralen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesministerien sowie mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages. In Einzelfällen werden auch Stellungnahmen und Gutachten zu konkreten Regelungsvorhaben erarbeitet und übermittelt. Im Fokus steht dabei die Erläuterung von Änderungsnotwendigkeiten hinsichtlich einer Vielzahl von Themenfeldern, die als Rahmenbedingungen für die unternehmerische Tätigkeit, auch im Hinblick auf die Situation der Beschäftigten des Unternehmens, von großer Bedeutung sind. Das Spektrum reicht dabei von resilienten und lokalen Lieferketten, Ressourcen-Effizienz, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, Klimaschutz, Energie-Politik, sauberer Mobilität, Forschungsförderung im Bereich der Hochtechnologie auf Basis metallischer Werkstoffe und Chemikalien, bis hin zu Bürokratieabbau und der Bekämpfung von Fachkräftemangel. Zweck der Interessenvertretung ist es, die Sicht der Praxis zu vermitteln und Impulse zur Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage zu geben, sowie faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, die Wettbewerb auf Basis von Innovation stärken. Interessenbereiche: Klimaschutz; EU-Binnenmarkt; Verkehrspolitik; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Allgemeine Energiepolitik; Automobilwirtschaft; Erneuerbare Energien; Industriepolitik; Wissenschaft, Forschung und Technologie; EU-Gesetzgebung; Straßenverkehr Regelungsvorhaben: - EU Batterie-Verordnung: Wir setzen uns für Etablierung nachhaltiger Produkte, Lieferketten und Prozesse im Bereich der Sekundär-Batterien zum Aufbau und Stärkung eines EU Batterie-Ökosystems im Sinne einer echten Kreislaufwirtschaft ein. Im Fokus dabei müssen faire Wettbewerbsbedingungen, wissenschaftlich basierte Berechnungsmethoden und abgestimmte Vorgaben mit angrenzender Regulatorik stehen. Die Batterie-Verordnung sollte als Blaupause für Lebenszyklus-orientierte Produktregulatorik dienen. - EU Ökodesign-Verordnung: Wir unterstützen die Einführung seriöser und wissenschaftlich fundierter Öko-Design-Kriterien. Dabei gilt es, ganzheitlich, systematisch und differenziert nach Stoffströmen zu bewerten. Digitale Produktpässe sollen dabei die produktspezifischen Kriterien basierend auf einem interoperablen Daten-System zielgruppengerecht, sicher und nutzenbezogen widergeben. - EU Abfallverbringungs-Verodnung: Wir setzen uns dafür ein, einen einheitlichen EU-Binnenmarkt für kritische und strategische Rohstoffe zu etablieren und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass entsprechende Abfälle innerhalb der EU reibungslos verbracht und von akkreditierten Einrichtungen recycelt werden. Gleichzeitig muss verhindert werden, dass solche Abfälle ins Ausland verbracht werden. Eine abgestimmte Gesetzgebung der verschiedenen relevanten Verordnungen ist zwingend. - EU Lieferkettensorgfalts-Richtlinie: Wir setzen uns dafür ein, die Berichtspflichten um mind. 50% zu reduzieren, und dabei stärker auf das große Ganze als auf weitere kleinteilige Umsetzungsrichtlinien abzustellen. Die verschiedenen Regelwerke müssen aufeinander abgestimmt und vereinfacht werden. - EU REACH: Wir setzen uns dafür ein, dass REACH risiko-basiert sein muss und zusätzlich zur Giftigkeit auch das Expositionspotenzial von Substanzen zu berücksichtigen ist. Alle Metalle werden für den Green Deal benötigt. Eine Substitution wichtiger Metalle würde funktionierende Recycling-Kreisläufe zerstören und den Zugang erschweren. SSbD ist hierbei ähnlich zu behandeln: eine sowohl risikobasierte als auch sozio-ökonomische Bewertung bei innovativen Technologie-Materialien muss in Betracht gezogen werden. Der EU-Vorschlag zur Beschränkung von PFAS ist zu weit gefasst. Viele PFAS sind in Schlüsseltechnologien für den europäischen Green Deal wie Batterien und Wasserstoff essentiell. - EU ETS Dekarbonisierung: Wir setzen uns für gleiche Bedingungen für Projekte zur CO2 -Abscheidung im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems in Europe ein. Dafür werden harmonisierte Spezifikationen für abgeschiedenes CO2 benötigt. Es geht um die Sicherstellung eines EU weiten Level Playing Fields für CCSU Projekte. - EU CBAM: Wir befürworten die Idee der Gleichbehandlung bei der CO2-Bepreisung für heimische und importierte Produkte. Allerdings sollte bei der Einführung des Mechanismus stufenweise und differenziert vorgegangen werden. So ist CBAM nicht für indirekte Emissionen geeignet und deshalb sollte eine Kompensation der indirekten Emissionskosten solange beibehalten werden, bis der EU Elektrizitätsmarkt weitgehend dekarbonisiert ist. CBAM sollte überdies nicht auf die Lieferkette für kritische Rohstoffe wie PGM-Konzentrate und Batteriematerialien erweitert werden, um den Zugang zu diesen für die grüne Transformation notwendigen Materialien nicht zu erschweren. - EU Erneuerbare Energien Richtlinie: Wir setzen uns für die Beseitigung von Hürden im Hinblick auf die Einführung von Stromabnahmeverträgen ein. Wir befürworten die Fortsetzung der Kompensation indirekter Emissionskosten. EU Grünstrom-Zertifikate sind von zentraler Bedeutung und erfordern flexible Regeln für lokale Grünstrom-Erzeugung. Ebenso setzen wir uns für die Senkung der Steuern auf Elektrizität ein. Dadurch soll die Schaffung vernünftiger und fairer Rahmenbedingungen für die EU Industrie bei der Investition in erneuerbare Energien erreicht werden. - EU Green Deal Industrial Plan: CRMA & NZIA: Critical Raw Materials Act (CRMA) und Net Zero Industry Act (NZIA) und sekundäre Durchführungsvorschriften sollten zügig auf Basis wissenschaftlich fundierter, sozial ausgerichteter und transparent berechneter Benchmarks mit ausreichenden Finanzmitteln implementiert werden. Der Fokus von CRMA und NZIA muss wichtige Materialien für Zukunftstechnologien wie Batterie- und Wasserstoff einschließen, egal ob sie unter den einen oder anderen Act fallen. Dabei ist es wichtig, schnell und im großen Maßstab zu agieren, damit das europäische Batterie-Ökosystem in vollem Umfang von den Acts profitieren kann, sowohl hinsichtlich Förderung, strategischer Projekte und Zielstellungen. Außerdem sollten große Projekte zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen gefördert werden.

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