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Bellona Deutschland

lobbyregister / register_entry 08.08.2022 · Original ↗

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Bellona Deutschland Tätigkeit: Nichtregierungsorganisation (NGO) Bellona ist eine internationale gemeinnützige Organisation mit Hauptsitz in Oslo. Bellona Deutschland mit Sitz in Berlin wurde 2022 als gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) gegründet und finanziert sich hauptsächlich durch Zuwendungen privater Stiftungen. Hauptziele sind nach der Satzung, für eine Förderung des ökologischen Verständnisses zu arbeiten sowie für den Schutz von Natur, Umwelt und Gesundheit aktiv einzutreten. Besonderer Schwerpunkt ist aktuell die Bekämpfung der Klimakrise. Dabei verfolgt Bellona das Ziel, die Erderhitzung bei deutlich unter 2°C globalem Temperaturanstieg zu stoppen. Das Team in Berlin beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Klimaschutz in der Industrie, da Deutschland als der stärksten europäischen Industrienation bei diesem Thema eine besondere Bedeutung zukommt. Dabei ist es Anliegen von Bellona, dass möglichst schnell Null-Emissionen erreicht und negative Emissionen ermöglicht werden, gegebenenfalls in Übererfüllung der rechtskräftigen europäischen und deutschen Klimaschutzziele. Die Arbeit von Bellona in Deutschland konzentriert sich in erster Linie auf die effektive Nutzung von erneuerbaren Energien, Wasserstoff, Kreislaufwirtschaft sowie die Abscheidung und permanente geologische Speicherung von CO2. In dem Zusammenhang ist aus Sicht von Bellona der Aufbau neuer Infrastrukturen notwendig, für die es eine Reihe an Rahmenbedingung zu schaffen gilt. Bellona Deutschland erstellt und beauftragt Analysen zu diesen Themenbereichen, veranstaltet Workshops und Konferenzen, und partizipiert aktiv im zivilgesellschaftlichen und politischen Diskurs. Um die selbstgesetzten Ziele zu erreichen verfolgt Bellona einen ständigen Austausch mit Industrievertretern, Zivilgesellschaft und Politik. Interessenbereiche: Industriepolitik; Klimaschutz; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Energienetze; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Allgemeine Energiepolitik Regelungsvorhaben: - Verbesserung der Klima-Governance auf EU-Ebene, v.a in (EU) 2021/1119: Verbesserung in Verordnung (EU) 2021/1119: Einführung von separaten Zielen für Emissionsreduktion, LULUCF, permanente CO2-Entnahme, und Kohärenz zwischen 2035 und 2040 Klimazielen. - Carbon Farming and Carbon Removals Certification Framework (CRCF), v.a. Verbesserung der Methodik: Wir setzen uns für eine transparente, akkurate und überprüfbare Kohlenstoffbilanzierung für CO2-Entnahme Methoden auf EU-Ebene ein. - Verbesserung der EU Bioökonomiestrategie: Erweiterung der bisherigen Strategie, um das Kaskadenprinzip der Biomassenutzung, sowie die Herstellung von Politikkohärenz mit den Klimazielen des Landnutzungssektor (LULUCF) - Ergänzung des Klimaschutzgesetz (KSG): Wir setzen uns dafür ein, dass die bisherige Klimaschutzarchitektur durch die Ergänzung des §3b KSG mit quantifizierten Zielen für permanente CO2-Entnahme ergänzt und komplettiert wird. - Weiterführung und Umsetzung der Langfriststrategie Negativemissionen: Wir setzen und für eine Weiterführung und Umsetzung der Langfriststrategie Negativemissionen ein. Diese soll einen Rahmen für eine ambitionierte und umweltverträgliche CO2-Entnahme in Ergänzung zur besonderen Bedeutung der natürlichen Senken bieten. - CCU Leitlinien schaffen: Chance, Risiken und Leitprinzipien zur Regelung und Anrechnung von Carbon Capture and Utilisation - Klimanutzen der Grüngasquote sichern: Voraussetzungen damit eine Grüngasquote einen echten Klimaschutzbeitrag leisten kann schaffen, oder Alternativinstrumente umsetzen. - Ausweitung der Kraftwerksstrategie in eine ganzheitliche Flexibilisierungs- und Systemstrategie: Plädoyer für eine ganzheitliche Flexibilisierungs- und Systemstrategie statt eine auf thermische Kraftwerke fokussierte Strategie, um damit Systemkosten zu senken, effektiveren und nachhaltigeren Klimaschutz zu gestalten und geopolitische Resilienzen zu stärken. - Weiterentwicklung der Nationalen Wasserstoffstrategie: Empfehlungen für Kriterien zur Produktion und Anwendung von Wasserstoff um eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Wasserstoffwirtschaft zu ermöglichen. Dies beinhaltet u.A.: - Plädoyers für gezielten Wasserstoffeinsatz und Bedenken zur breiten Dekarbonisierung durch Wasserstoff, - Dilemmata und Grundvoraussetzungen zur nachhaltigen Produktion und Nutzung von blauem Wasserstoff, - Kritische Betrachtung des Konzepts "H2-ready" - E-Fuels und "H2-ready" Gasheizungen als Scheinlösungen für den Klimaschutz vermeiden - Ausgestaltung der Kriterien von Wasserstoffimporten: Empfehlungen zur nachhaltigen Ausgestaltung von Wasserstoffimporten - Klimaschutzverpflichtungen in der öffentlichen Beschaffung fest verankern: Bellona Deutschland setzt sich dafür ein, die öffentliche Beschaffung und Vergabe in Deutschland so zu gestalten, dass klimafreundliche Grundstoffe, vor allem Stahl und Zement, in nennenswertem Umfang verlässlich von staatlicher Seite nachgefragt werden sowie Embodied Carbon als Kriterium einzubeziehen. Auf diese Weise soll der Staat aktiv zur Marktentwicklung für klimafreundliche Produkte beitragen und gezielt jene Anbieter unterstützen, die frühzeitig in eine nachhaltige Transformation investiert haben. - Ausgestaltung Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie: Kommentierung und Öffentlichkeitsarbeit zur Finalisierung der Strategie, insbesondere bezüglich Industrietransformation und dem Bausektor. - Nachhaltiges Bauen voranbringen: Bellona Deutschland setzt sich dafür ein, dass im Bausektor, unter anderem im Wohnungsbau, mit nachhaltigen Baustoffen, energieeffizient und mit Einbezug des Life Cycle Accounting gebaut wird. - Kohlendioxid-Speicherungs- und Transportgesetz (KSpTG) als Grundlage einer effektiven CO2-Klimainfrastruktur: Entwicklung von Vorschlägen und Stellungnahmen zu einer am Klimanutzen der Technologie orientierten Verabschiedung des KSp(T)G als gesetzlicher Grundlage für den Aufbau einer CO2-Infrastruktur in Deutschland im Einklang mit Umwelt- und Meeresschutz in Deutschland; Forderung nach stringentem Fokus der Anwendung auf anderweitig unvermeidbare Prozessemissionen und ggf. weiterer schwer vermeidbare Emissionen - Aktionsplan Carbon Management als strategisch-klimapolitischer Rahmen: Forderung nach Verabschiedung eines klimapolitisch ambitionierten, strategischen Aktionsplans Carbon Management, der den gezielten Einsatz von CCS in Industriebereichen mit anderweitig unvermeidbaren Prozessemissionen oder schwer vermeidbaren Emissionen ermöglicht; Forderung nach klarer, am Klimanutzen orientierter Entwicklung von Kriterien für Anwendungsfälle, der Berücksichtigung regionaler Unterschiede, Erfordernisse der Planungssicherheit und des koordinierten Infrastrukturausbaus; Entwicklung klimapolitisch effektiver Förderinstrumente und einer wissenschaftlich fundierten Bedarfsplanung, um CCS als Baustein der Industriedekarbonisierung in dieser Legislatur wirksam anzustoßen; Realistische Betrachtung der Risiken und Chancen von CCU. - Hohe See-Einbringungsgesetz: Forderung nach Änderung der Gesetzesbestandteile, die gegenwärtig dem CO2-Export entgegenstehen; Forderung nach Anpassung des Gesetzes für den umweltverträglichen Aufbau von CO2-Speichern in der deutschen AWZ - Vorschläge für ein effektives Klimaschutzprogramm 2026: Für ein effektives Klimaschutzprogramm zeigen wir Stellhebel in den Bereichen Energie, Industrie, sowie CDR und LULUCF auf, um Klimaneutralität, Wettbewerbsfähigkeit und sozial ausgewogene Transformation zu verbinden und Deutschlands Erreichung der eigenen Klimaziele zu ermöglichen. Dazu gehören klare Zielbilder, verlässliche Rahmenbedingungen und instrumentelle Kohärenz. - Review des EU-Emissionshandelssystems (ETS 1): Einsatz für die Stärkung der europäischen Klimaschutzarchitektur und Vorschläge für Anpassungen des ETS-1 Reviews sowie Aufzeigen roter Linien - Klimaschutz im Delegated Act (DA) "Steel" im Rahmen der EU-Ökodesignverordnung (ESPR): Forderung von Instrumente zur Etablierung von Leitmärkten für Qualitäts- und Baustahl auf europäischer und Bundesebene, wie ein Label - Ausgestaltung der Chemieagenda 2045: Wir setzen uns für ambitioniertere und kohärentere Maßnahmen ein, um Klimaziele mit tragfähigen Business Cases zu verbinden und den massiven Transformationsherausforderungen der Branche gerecht zu werden. Dafür braucht es klare politische Zusagen und kluge Finanzierungskonzepte für die Transformation einer Branche, die trotz hoher Emissionen eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft ist. - EnEfG 2026: Bei der Novellierung des Energieeffizienzgesetz (EnEfG) setzen wir uns für die Aufrechtbewahrung existierenden Regelungen im EnEfG und Nachschärfungen an geeigneten Stellen ein, um durch Energieeinsparung in der Industrie Energiekosten zu reduzieren, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu stärken, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Dekarbonisierung zu beschleunigen. - Mit dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität die industrielle Transformation beschleunigen: Durch das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz die industrielle Transformation beschleunigen und grüne Leitmärkte etablieren

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