ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V.
Text
ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V.
Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation
Wahrnehmung und Förderung der gemeinsamen Interessen der in ihr zusammengeschlossenen Apothekerkammern und -vereine/-verbände, insbesondere den Meinungs- und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedsorganisationen zu vermitteln, sie zu beraten und über alle für die Apothekerschaft wichtigen Vorgänge auf dem Gebiet des Gesundheitswesens, des Arzneimittelwesens und des wirtschaftlichen und sozialen Lebens zu unterrichten, in allen Angelegenheiten von allgemeiner, über den Bereich einer Mitgliederorganisation hinausgehenden Bedeutung mit Behörden, Körperschaften, Vereinigungen, Einrichtungen und sonstigen Stellen, welche mit Fragen der Arzneimittelversorgung zu tun haben, zu verhandeln, Beziehungen zur pharmazeutischen Wissenschaft sowie zu in- und ausländischen pharmazeutischen Organisationen zu pflegen, die Zusammengehörigkeit der deutschen Apothekerschaft zu wahren und zu pflegen, auf einheitliche Grundsätze für die Tätigkeit der Apotheker in öffentlichen Apotheken, Krankenhausapotheken, Hochschulen, Industrie und Behörden, für das Apothekerwesen und den Arzneimittelverkehr sowie zu den Trägern der Sozialversicherung hinzuwirken sowie den Deutschen Apothekertag vorzubereiten.
Mit Hilfe von Positionspapieren wird über Herausforderungen und Potentiale der pharmazeutischen Tätigkeit informiert, zudem werden Vorschläge für gesetzliche Regelungen zur Förderung der pharmazeutischen Tätigkeit inkl. der Arzneimittelversorgung unterbreitet. Der Verband vernetzt seine Mitglieder mit Politikerinnen und Politikern, um den direkten Dialog zu fördern. Es werden Fachveranstaltungen und Podien organisiert, aber auch unmittelbare Stellungnahmen und Gutachten veröffentlicht und/oder an Abgeordnete sowie an die Bundesregierung übermittelt.
Interessenbereiche: Pflege; Gesundheitsversorgung; Sonstiges im Bereich "Europapolitik und Europäische Union"; Arzneimittel; Sonstiges im Bereich "Gesundheit"; Gesundheitsförderung; EU-Gesetzgebung
Regelungsvorhaben:
- Verbesserung der Apothekenhonorierung: Anhebung des Fixum in der AMPreisV, Erhöhung der Sonderentgelte, Ermöglichung von Skonti, regelhafte Dynamisierung der Vergütung, Erhalt des prozentualen Zuschlages
- Verbesserung der Arzneimittelversorgung: Erhalt der Flächendeckung, Vermeidung der Trivialisierung der Versorgung
- Ausbau der pharmazeutischen Tätigkeiten: Für Dienstleistungen, die bisher nicht oder nur selten in Apotheken durchgeführt werden, sollen die Rahmenbedingungen verbessert werden. Einzelne Leistungen sollen im Interesse der Patientinnen und Patienten etabliert werden.
- Einbindung der Apotheken in die Digitalisierung: Praktikable Umsetzung des eRezeptes, Förderung der Interoperabilität, Unterstützung der Patientinnen und Patienten zu digitalen Anwendungen
- Weitere Apothekenleistungen: Weitere Leistungen, die aus Apotheken erbracht werden.
- Apothekenreform: Änderung Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz - ApoVWG: Ziel der Reform ist es, verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen für inhabergeführte Apotheken zu schaffen, um ein flächendeckendes Apothekennetz für eine wohnortnahe Arzneimittelversorgung der Bevölkerung zu erhalten. Hierfür werden Anpassungen, Änderungen und Ergänzungen zur Honorierungssystematik und zum Leistungsspektrum angestrebt.
- Apothekenreform: Änderung Zweite Verordnung zur Änderung der Apothekenbetriebsordnung und der Arzneimittelpreisverordnung: Zum Erhalt eines flächendeckenden Apothekennetzes auch im ländlichen Raum sind Rahmenbedingungen erforderlich, unter denen Apotheken eine wirtschaftlichere Betriebsführung ermöglicht wird. Dazu erfolgt zum einen im Sinne einer Stärkung der Eigenverantwortung von Apothekeninhaberinnen und -inhabern ein Bürokratieabbau sowie eine Flexibilisierung des Apothekenbetriebs. Zum anderen werden Änderungen bei der Vergütung der Apotheken getroffen. Hier besteht Anpassungs-, Änderungs- und Ergänzungsbedarf, insbesondere bezüglich der Honorierung, Vertretungsmöglichkeiten, Zweigapotheken sowie der notwendigen Anforderungen für den Betrieb von Apotheken.
- BStabG Vermeidung der Belastung durch Anhebung des Apothekenabschlags: Zukunftssichere Finanzierung der GKV und stabile Beitragssätze ab dem Jahr 2027.
- Beschleunigung der Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsqualifikationen in Heilberufen: Beschleunigung der Verfahren zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen sowie Befürwortung der Einführung eines Wahlrechts hinsichtlich der Kenntnis- und Gleichwertigkeitsprüfung im Rahmen von Anerkennungsverfahren aus Drittstaaten. Erleichterung des Zugangs zum Pharmaziestudium für PTA. Systematisch bessere Strukturierung der Bundesapothekerordnung.
- Medizinal-Cannabisgesetz: Eindämmung des Missbrauchs bei der Verschreibung und der Abgabe von Medizinal-Cannabis: Forderung eines persönlichen Erstkontaktes zwischen dem verschreibenden Arzt und dem Patienten sowie eines regelmäßigen Kontaktes bei Folgeverschreibungen. Verankerung eines Versandverbots für Cannabisblüten. Sanktionierung bei Verletzung der Vorschriften.
- GeDIG: Fortentwicklung der Digitalisierung des Gesundheitswesens inklusive Weiterentwicklung der elektronischen Patientenakte: Erweiterte Zugriffs- und Nutzungsmöglichkeiten auf Daten der ePA durch Apotheken.
- NotfallG: Verbesserung der Verzahnung des ambulanten und stationären Notdienstes: Ablehnung eines Dispensierrechts für Ärzte in der Notdienstpraxis eines integrierten Notfallzentrums. Einbindung der öffentlichen Apotheken bei der vorgesehenen Ersteinschätzung.
- Primärversorgung: Zukünftige Rolle der Apotheke: Die ABDA setzt sich für mehr Vernetzung der beteiligten Gesundheitsprofessionen, klarere Zuständigkeiten und die konsequente Nutzung der Telematikinfrastruktur ein. Ziel ist ein koordiniertes Zusammenwirken aller Beteiligten – konsequent am Bedarf der Patientinnen und Patienten ausgerichtet.
Der politische Dialog wird unterstützt und konkrete Leistungsangebote skizziert, mit denen sich die Apothekerschaft kurzfristig einbringen kann, um das Gesundheitssystem zu
stabilisieren und zukunftsfähig zu gestalten.
- Nationale Umsetzung des EU-Pharmapakets: Vorbereitung verschiedener Aspekte der nationalen Umsetzung des EU-Pharmapakets, insbesondere zu Rezeptur- und Defekturherstellung, elektronischen Packungsbeilagen, der Verschreibungspflicht antimikrobieller Arzneimittel, dem Heilmittelwerberecht sowie der Wiederabgabe von Arzneimitteln.
- Reform des Nachrichtendienstrechts: Stärkung des Schutzes von Berufsgeheimnissen und Gesundheitsdaten in Apotheken im Rahmen der Reform des Nachrichtendienstrechts.
- Erhebung gesetzlicher Zuzahlungen bei ausländischen Versandapotheken: Forderung einer gesetzlichen Lösung, die den Zuzahlungsverzicht durch ausländische Versandapotheken wirksam unterbindet und bestehende Vollzugsdefizite beseitigt.
Relationen
Keine Relationen.