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Hirschfeld-Eddy-Stiftung

lobbyregister / register_entry 09.02.2022 · Original ↗

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung Tätigkeit: Nichtregierungsorganisation (NGO) Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung wurde im Juni 2007 in Berlin gegründet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Achtung der Menschenrechte von LSBTI voranzubringen, international Menschenrechtsarbeit zu unterstützen, Menschenrechtsverteidiger*innen aktiv zu helfen sowie Aufklärung und den Abbau von Vorurteilen zu fördern. Benannt ist die Stiftung nach dem deutschen Arzt, Sexualwissenschaftler, Sexualreformer und Bürgerrechtsaktivisten Dr. Magnus Hirschfeld (1868-1935), der von den Nazis ins Exil getrieben worden war, und nach der prominenten lesbischen Menschenrechtsaktivistin Fannyann Eddy (1974-2004) aus Sierra Leone, die dort 2004 einem Mordanschlag zum Opfer fiel. Die Idee der Stiftungsgründung entstand im Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD), der das Projekt auch organisatorisch unterstützt. Der LSVD hat sich in den letzten Jahren verstärkt in der internationalen Menschenrechtsarbeit engagiert. 2006 hat der Verband offiziell Beraterstatus bei den Vereinten Nationen erhalten. Daran knüpft die Hirschfeld-Eddy-Stiftung an. Wir wollen nachhaltige Veränderungen erreichen. So organisieren wir internationale Konferenzen, damit sich Zivilgesellschaft, Medien und demokratische politische Kräfte für LSBTI-Menschenrechtsthemen öffnen. Auch die Kirchen nehmen wir in die Verantwortung. Zusammen mit dem Auswärtigen Amt laden wir immer wieder Aktivist*innen aus der globalen LSBTI-Bewegung nach Deutschland ein. Wir sorgen für Begegnungen mit Politiker*innen, Menschenrechtsaktivist*innen, Stiftungen, Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit oder Vertreter*innen der Religionen. Im Inland sensibilisieren wir die Menschenrechtspolitik und Entwicklungszusammenarbeit (EZ) sowie die Nord-Süd-Medien für das Thema LSBTI und Menschenrechte. Im Auswärtigen Amt, anderen Stiftungen oder EZ-Organisationen sind wir gefragte Gesprächspartner*innen. Mit unserer Schriftenreihe, vielen Beiträgen für entwicklungs- oder menschenrechtspolitische Medien und mit Veranstaltungen informieren wir und klären auf. Interessenbereiche: Parlamentarisches Verfahren; Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik; Außenpolitik; Menschenrechte; Internationale Beziehungen; Entwicklungspolitik Regelungsvorhaben: - Evaluierung des LSBTI-Inklusionskonzepts für Auswärtige Politik und Entwicklungszusammenarbeit: Mitarbeit an der Evaluierung des LSBTI-Inklusionskonzepts für die Auswärtige Politik und Entwicklungszusammenarbeit der Bundesregierung - Teilnahme an Gespräch über afrikapolitische Leitlinien des AA: Teilnahme an einer digitalen Veranstaltung des AA zu den afrikapolitischen Leitlinien und Vermittlung von Teilnahme afrikanischer Kolleg*innen an der Veranstaltung - Vermeidung der Förderung von queerfeindlichen Trägern in der Entwicklungszusammenarbeit: Deutsche Steuermittel gingen über die Bundesregierung an die katholische Kirche in Afrika, die mit ihrer Lobbyarbeit eine Politik vor Ort unterstütze, die gegen die Menschenrechte lesbischer, schwuler, bisexueller, trans* und intergeschlechtlicher sowie weiterer queerer Menschen (LSBTIQ*) gerichtet ist. Es muss möglichst verhindert werden, dass EZ-Gelder für queerfeindliche Zwecke genutzt werden. - Schutz und Unterstützung von Menschenrechtsvreteidiger*innen und Menschenrechten weltweit: Stärkung des Schutzes und der Unterstützung von Menschenrechtsverteidiger*innen weltweit in der deutschen Außen-, Entwicklungs- und Menschenrechtspolitik. Dazu gehören Maßnahmen zur besseren Prävention und Reaktion auf Repressionen gegen zivilgesellschaftliche Akteur*innen, insbesondere durch diplomatische Initiativen, Schutzprogramme, flexible Förderinstrumente sowie die systematische Einbeziehung von Menschenrechtsverteidiger*innen in politische Dialoge und internationale Kooperationen. Ziel ist es, Handlungsspielräume der Zivilgesellschaft zu sichern und internationale Menschenrechtsstandards zu stärken. - Haushaltskürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe vermeiden: Vermeidung von Haushaltskürzungen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe, insbesondere mit Blick auf die Unterstützung marginalisierter Gruppen wie LSBTIQ*-Personen. Ziel ist es, eine verlässliche Finanzierung für menschenrechtsbasierte Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Programme sicherzustellen, die den Zugang zu Schutz, Gesundheitsversorgung und grundlegenden Dienstleistungen für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen gewährleisten und zivilgesellschaftliche Organisationen stärken.

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