Die Zentralafrikanische Waldinitiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
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Die Zentralafrikanische Waldinitiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Deutscher Bundestag Drucksache 21/6488
21. Wahlperiode 15.06.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Rocco Kever, Matthias Rentzsch, Denis Pauli, Johann Martel,
Dr. Michael Espendiller und der Fraktion der AfD
Die Zentralafrikanische Waldinitiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung
Nach Angaben des Transparenzportals des Bundesministeriums für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) handelt es sich bei der
Maßnahme DE-1-201952039 (Central African Forest Initiative [CAFI] um eine
laufende multilaterale Entwicklungszusammenarbeit in Form eines Zuschusses in
Höhe von 289 Mio. Euro (Finanzierungsvolumen), von denen bereits 280 Mio.
Euro ausgezahlt wurden (https://www.transparenzportal.bund.de/de/detailsuch
e/DE-1-201952039).
Die regionale Initiative unterstützt die Wald- und Klimaschutzpolitik im
Kongobecken (a. a. O.). Ziel ist es, den Wert der zentralafrikanischen Regenwälder
zu erkennen und zu erhalten. Durchführungsorganisation ist das United Nations
Development Programme (UNDP; a. a. O.). Die Laufzeit erstreckt sich vom
11. Dezember 2019 bis voraussichtlich 31. Dezember 2029 (a. a. O.). Die
Maßnahme ist zu 100 Prozent im Sektor Forstpolitik und Forstverwaltung
angesiedelt (a. a. O.).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie hoch waren die bisherigen deutschen Auszahlungen an die CAFI-
Initiative im Einzelnen pro Kalenderjahr seit Projektbeginn 2019, und
welche Beträge sind für die kommenden Jahre bis 2029 geplant (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
2. Welchen konkreten Umsetzungsstand weist die Maßnahme
DE-1-201952039 derzeit auf (Stand: 1. Juni 2026; vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
3. Welche messbaren Erfolge können der deutschen Beteiligung an CAFI
bisher direkt zugerechnet werden (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
4. Wie viele Hektar Wald im Kongobecken wurden durch die mit deutscher
Finanzierung unterstützten CAFI-Projekte bisher nachweislich vor
Entwaldung bewahrt oder nachhaltig bewirtschaftet (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
5. Welche unabhängigen Evaluierungen der Wirksamkeit der CAFI-Initiative
liegen der Bundesregierung vor, und welche Schlussfolgerungen werden
daraus gezogen (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
6. Wie hoch waren die Verwaltungskosten (einschließlich UNDP-Anteil) der
CAFI-Initiative bisher insgesamt und pro Jahr (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
7. Welcher Anteil der deutschen Mittel (in Prozent und absoluten Beträgen)
floss bisher direkt in die Verwaltung, Beratung, Reisen und Gehälter bei
UNDP oder anderen Durchführungsorganisationen (vgl. Vorbemerkung
der Fragesteller)?
8. Wie hoch ist das Verhältnis von Verwaltungskosten zu den tatsächlich in
Waldschutz- und Klimaprojekten vor Ort eingesetzten Mitteln (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
9. Welche Fortschritte wurden bei der Umsetzung der Sustainable
Development Goals durch die deutsche CAFI-Beteiligung erzielt (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
10. Hat sich die Bundesregierung eine Auffassung erarbeitet zu den
Governance-Strukturen und Korruptionsrisiken in den Partnerländern des
Kongobeckens im Kontext der CAFI-Finanzierung (vgl. Vorbemerkung
der Fragesteller), und wenn ja, wie lautet diese Auffassung?
11. Gab es bisher Rückforderungen oder Abzüge von Mitteln aufgrund nicht
erreichter Ziele oder nachgewiesener Fehlverwendungen, und wenn ja, in
welcher Höhe (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
12. Welche Rolle spielen indigene Gemeinschaften und die lokale
Bevölkerung bei der Umsetzung, und welche konkreten Vorteile konnten diese
bisher verzeichnen (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
13. Wie viele Projekte wurden bisher im Rahmen der genannten Maßnahme
finanziert, und wie viele davon gelten als erfolgreich abgeschlossen (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
14. Welche Auswirkungen auf die Entwaldungsraten in den beteiligten
Ländern (z. B. Demokratische Republik Kongo, Kamerun, Gabun) lassen sich
seit 2019 feststellen, und welchen Anteil schreibt die Bundesregierung der
CAFI zu (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
15. In welcher Höhe wurden bisher Mittel für Landwirtschaft oder andere
nichtforstliche Bereiche im Rahmen von CAFI verwendet (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
16. Plant die Bundesregierung eine Fortsetzung oder Aufstockung der Mittel
nach 2029, und welche Kriterien sollen dafür maßgeblich sein (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
17. Welche Risiken gefährden die Wirksamkeit der Initiative, und welche
Gegenmaßnahmen wurden ergriffen (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
18. Wie transparent sind die Finanzflüsse und Ergebnisse der CAFI für den
deutschen Steuerzahler, und wo sind detaillierte Projektberichte öffentlich
einsehbar (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
19. Welche Lehren zieht die Bundesregierung aus vergleichbaren
multilateralen Waldinitiativen, und wie fließen diese in CAFI ein (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
20. In welcher Form und mit welchem Ergebnis hat das BMZ die Fortschritte
der Maßnahme ggf. bisher gegenüber dem Deutschen Bundestag oder der
Öffentlichkeit berichtet (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
21. Welchen Anteil hat die Maßnahme DE-1-201952039 an den kumulierten
Gesamtausgaben aller mit CAFI verbundenen deutschen Maßnahmen in
Subsahara-Afrika (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
Berlin, den 12. Juni 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
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ISSN 0722-8333
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