Das Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung "Save our Mangroves Now 3.0" in Subsahara-Afrika
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Das Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung "Save our Mangroves Now 3.0" in Subsahara-Afrika
Deutscher Bundestag Drucksache 21/4410
21. Wahlperiode 02.03.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Rocco Kever, Matthias Rentzsch, Johann Martel, Denis Pauli,
Arne Raue, Martina Uhr, Kay Gottschalk, Dr. Alexander Wolf, Dr. Michael
Espendiller und der Fraktion der AfD
Das Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung „Save our Mangroves Now 3.0“ in Subsahara-Afrika
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ) förderte von Januar 2023 bis Dezember 2025 das Projekt „Save our
Mangroves Now 3.0“ (IATI (International Aid Transparency Initiative)-
Maßnahmen-ID: DE‑1‑202234243) mit einem Zuschuss von 3 500 000 Euro,
der vollständig ausgezahlt wurde (vgl. www.transparenzportal.bund.de/de/detai
lsuche/DE-1-202234243). Die Durchführungsorganisation war der World Wide
Fund for Nature (WWF) Deutschland (ebd.). Das Vorhaben zielte auf die
Förderung von Schutz, nachhaltiger Nutzung und Wiederherstellung der
Mangrovenbestände im westlichen Indischen Ozean (Subsahara-Afrika) ab und war
dem Sektor Umweltschutz allgemein/Biodiversität (100 Prozent) zugeordnet
(ebd.).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche detaillierte Aufschlüsselung der ausgezahlten 3 500 000 Euro liegt
vor, differenziert nach Kosten für die Projektumsetzung vor Ort in
Subsahara-Afrika (z. B. Schutzmaßnahmen, Wiederherstellung,
nachhaltige Nutzung) und Kosten in Deutschland (z. B. WWF-Verwaltung,
Personalkosten, Reisen; bitte tabellarisch und prozentual; vgl. Vorbemerkung
der Fragesteller)?
2. Welcher Anteil der Mittel floss direkt an lokale Partner oder Institutionen
in Subsahara-Afrika, und welcher Anteil blieb beim WWF in Deutschland
(vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
3. Welche Ergebnisse (z. B. geschützte oder wiederhergestellte
Mangrovenfläche in Hektar, Anzahl beteiligter Gemeinden, CO2-Bindung in Tonnen)
wurden erzielt, und wie wurden diese gemessen (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
4. Warum wurde auf eine unabhängige Evaluierung verzichtet, und plant die
Bundesregierung eine nachträgliche Evaluierung zur Prüfung von
Wirksamkeit und Nachhaltigkeit (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
5. Wie viele deutsche oder internationale Experten waren in Deutschland
und wie viele vor Ort in Subsahara-Afrika tätig, und wie hoch waren die
entsprechenden Personalkosten (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
6. Welche lokalen Umsetzungspartner (z. B. Nichtregierungsorganisationen
(NGOs), Gemeinden, Behörden) in Subsahara-Afrika wurden konkret
eingebunden, und nach welchen Due-Diligence-Verfahren wurden diese
ausgewählt (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
7. Welche Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Nutzung (z. B. durch
lokale Gemeinden) wurden umgesetzt und mit welchen messbaren
Einnahmen oder Vorteilen für diese Gemeinden (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
8. Wie wurde die Nachhaltigkeit der Maßnahmen (z. B. Schutz und
Wiederherstellung von Mangroven) nach Projektende 2025 sichergestellt, und
wer trägt die Folgekosten (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
9. Welche Risikoanalysen zu Korruption, mangelnder lokaler Kapazitäten
oder Klimawandeleffekten in Subsahara-Afrika wurden vorab
durchgeführt, und welche präventiven Maßnahmen resultierten daraus (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
10. Warum wurde der WWF Deutschland als Durchführungsorganisation
ausgewählt, und welche Alternativen (z. B. direkte Partnerschaft mit
afrikanischen Organisationen) wurden ggf. geprüft (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
11. Welche Indikatoren und Wirkungsketten wurden für das Projekt definiert,
und wie wurden Fortschritte regelmäßig überprüft und dokumentiert (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
12. In welchen Ländern oder Regionen Subsahara-Afrikas (westlicher
Indischer Ozean) wurden die Mittel schwerpunktmäßig eingesetzt und mit
welchen spezifischen Ergebnissen pro Land (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
13. Welche Rückmeldungen lokaler Projektpartner (z. B. Gemeinden,
Behörden) zu dem Projekt liegen vor, und wie wurde eventuelle Kritik adressiert
(vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
14. Wie bewertet die Bundesregierung die Effizienz der Mittelverwendung im
Vergleich zu ähnlichen Biodiversitäts- oder Mangrovenprojekten in
anderen Regionen (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
Berlin, den 26. Februar 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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