Illegale Einreisen nach Deutschland in dem Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 (Antwort zu Drs. 21/5637)
Text
Illegale Einreisen nach Deutschland in dem Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 (Antwort zu Drs. 21/5637)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/5882
21. Wahlperiode 08.05.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Brandner, Martin Hess und der
Fraktion der AfD
– Drucksache 21/5637 –
Illegale Einreisen nach Deutschland in dem Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis zum
31. Dezember 2025
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Mit der Kleinen Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/191 wurde unter
anderem erfragt, wie viele Personen jeweils im Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis
zum 31. Dezember 2024 unerlaubt in die Bundesrepublik Deutschland
eingereist sind. Mit dieser Kleinen Anfrage sollen die bereits vorliegenden Daten
auf einen aktuellen Stand gebracht werden.
1. Wie viele Personen sind nach Kenntnis der Bundesregierung jeweils im
Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 unerlaubt in die
Bundesrepublik Deutschland eingereist, und welche zehn Nationalitäten
wurden bei diesen Personen am häufigsten festgestellt (bitte nach
Jahresscheiben in absoluten Zahlen und dem prozentualen Anteil der
festgestellten Nationalitäten an der Gesamtzahl der unerlaubt eingereisten Personen
aufschlüsseln)?
Die nachfolgenden statistischen Daten beruhen auf der Polizeilichen
Eingangsstatistik der Bundespolizei (PES) und können sich auch zukünftig aufgrund von
Nacherfassungen oder notwendigen Maßnahmen zur Qualitätssicherung
geringfügig ändern.
Die statistischen Daten der PES sind der nachfolgenden Übersicht zu
entnehmen.
unerlaubte Einreisen
2025
Anzahl Personen Anteil
Gesamt, davon: 62.950 100,0 Prozent
ukrainisch 7.094 11,3 Prozent
afghanisch 5.188 8,2 Prozent
syrisch 4.910 7,8 Prozent
türkisch 4.719 7,5 Prozent
algerisch 3.188 5,1 Prozent
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 8. Mai 2026
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
unerlaubte Einreisen
2025
Anzahl Personen Anteil
indisch 2.121 3,4 Prozent
marokkanisch 2.089 3,3 Prozent
albanisch 1.693 2,7 Prozent
somalisch 1.520 2,4 Prozent
tunesisch 1.491 2,4 Prozent
2. Wie viele Abschiebungen haben nach Kenntnis der Bundesregierung
bundesweit in dem Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025
stattgefunden (bitte nach Monatsscheiben aufschlüsseln)?
Die statistischen Angaben sind der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen.
vollzogene Abschiebungen 2025 Anzahl Personen
Gesamt, davon: 22.787
Januar 1.733
Februar 2.142
März 2.278
April 1.985
Mai 1.996
Juni 1.676
Juli 2.029
August 1.768
September 2.043
Oktober 1.887
November 1.773
Dezember 1.477
3. Wie viele Personen konnten nach Kenntnis der Bundesregierung im
Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 aufgrund von
gesundheitlichen Gründen nicht aus Deutschland abgeschoben werden (bitte
nach Staatsangehörigkeit der Personen, dem Bundesland, den zehn
häufigsten Erkrankungen und Jahresscheiben aufschlüsseln)?
Die Daten in der nachfolgenden Übersicht beziehen sich nur auf
Rückzuführende, die bereits von den zuständigen Landesbehörden an die Bundespolizei
übergeben wurden. Eine Erfassung des konkreten medizinischen Grunds erfolgt
hierbei nicht.
Aus „medizinischen Gründen“ gescheiterte Abschiebungen 2025
gesamt 134
davon
Staatsangehörigkeit Veranlassendes Land / Behörde
Türkei 62 Berlin 28
Syrien 17 Schleswig-Holstein 20
Irak 11 Niedersachsen 20
Guinea 6 Nordrhein-Westfalen 15
Armenien 4 Bayern 14
Iran 4 Baden-Württemberg 10
Algerien 3 Hamburg 7
Tunesien 3 Mecklenburg-
Vorpommern
5
Marokko 3 Rheinland-Pfalz 5
Aus „medizinischen Gründen“ gescheiterte Abschiebungen 2025
gesamt 134
davon
Staatsangehörigkeit Veranlassendes Land / Behörde
Afghanistan 2 Sachsen-Anhalt 2
Somalia 2 Hessen 2
Moldau 2 Sachsen 2
Sri Lanka 1 Thüringen 1
Bulgarien 1 Saarland 1
Tadschikistan 1 Bundespolizei 2
Ägypten 1
Ghana 1
Eritrea 1
China (Volksrep.) 1
Togo 1
Tansania 1
Georgien 1
Russland 1
Nigeria 1
Uganda 1
Jordanien 1
Liberia 1
4. Wie viele Personen konnten nach Kenntnis der Bundesregierung im
Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 aufgrund
Suizidgefahr bzw. Suizidversuchen nicht aus Deutschland abgeschoben werden
(bitte nach Staatsangehörigkeit der Personen, dem Bundesland und
Jahresscheiben aufschlüsseln)?
Die Daten in der nachfolgenden Übersicht beziehen sich nur auf
Rückzuführende, die bereits von den zuständigen Landesbehörden an die Bundespolizei
übergeben wurden.
Abgebrochene Abschiebungen aufgrund von „Selbstverletzung/
-versuch oder Suizid/-versuch“ 2025
gesamt 19
davon
Staatsangehörigkeit Veranlassendes Land/Behörde
Türkei 4 Nordrhein-Westfalen 6
Iran 2 Baden-Württemberg 5
China (Volksrep.) 2 Niedersachsen 4
ungeklärt 1 Bayern 1
Somalia 1 Rheinland-Pfalz 1
Aserbaidschan 1 Hamburg 1
Kolumbien 1 Bundespolizei 1
Russland 1
Guinea 1
Algerien 1
Sri Lanka 1
Indien 1
Ägypten 1
Irak 1
5. Wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der
ausreisepflichtigen Personen in Deutschland zu den Stichtagen 31. Dezember
2025 und 31. März 2026?
Ausweislich des Ausländerzentralregisters waren zum Stichtag 31. Dezember
2025 232.067 und zum Stichtag 31. März 2026 237.588 ausländische
Staatsangehörige in Deutschland ausreisepflichtig.
6. Wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der
Abschiebungshaftplätze in Deutschland zum Stichtag 31. Dezember in den
Jahren 2009 bis 2025, und wie hoch war sie zum 31. März 2026 (bitte die
Anzahl der vorhandenen Abschiebehaftplätze nach Jahresscheiben
aufschlüsseln)?
Nach Kenntnis der Bundesregierung liegen für das Jahr 2025 sowie das Jahr
2026 im Sinne der Fragestellung nachfolgende Zahlen vor:
31. Dezember 2025: 810
31. März 2026: 810.
Im Übrigen wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 6 der Kleinen
Anfrage der Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 21/405 verwiesen.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333
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