Aktivitäten der Friedrich-Ebert-Stiftung in El Salvador seit 1980
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Aktivitäten der Friedrich-Ebert-Stiftung in El Salvador seit 1980
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/3523
21. Wahlperiode 08.01.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Achim Köhler, Reinhard Mixl, Heinrich Koch, Johann
Martel, Dr. Rainer Rothfuß, Martin Sichert Jan Wenzel Schmidt, Udo Theodor
Hemmelgarn, Stefan Keuter und der Fraktion der AfD
Aktivitäten der Friedrich-Ebert-Stiftung in El Salvador seit 1980
Der Bundeshaushalt sieht jährlich erhebliche Mittel für politische Stiftungen
vor, die im Ausland tätig sind. Die Friedrich-Ebert-Stiftung (die parteinahe
Stiftung der SPD) engagiert sich in El Salvador in Bereichen wie Demokratie-
und Menschenrechtsförderung. Solche Aktivitäten können als Einmischung in
innere Angelegenheiten wahrgenommen werden und werfen bei den
Fragestellern Fragen zur Transparenz und Zweckmäßigkeit der Finanzierung durch das
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ) sowie das Auswärtige Amt (AA) auf. Angesichts der hohen Summen ist
auch die ordnungsgemäße Verwendung der Mittel – insbesondere hinsichtlich
möglicher Veruntreuung von Steuergeldern – von öffentlichem Interesse.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Hat die Bundesregierung Projekte finanziert oder mitfinanziert die die
Friedrich-Ebert-Stiftung in El Salvador seit 1980 durchgeführt hat, wenn ja,
welche, und welche Informationen liegen der Bundesregierung hierzu ggf.
vor, einschließlich thematischer Schwerpunkte, Partnerorganisationen und
erreichter Ziele (bitte nach Jahr, Projektname, Partnerorganisationen,
Zielvorgabe und erreichten Zielen auflisten)?
2. Welche Summen an Fördermitteln haben das BMZ, das Bundeskanzleramt
und das AA sowie die Deutsche Botschaft vor Ort seit 1980 ggf. an die
Friedrich-Ebert-Stiftung für Aktivitäten in El Salvador bewilligt und
ausgezahlt (bitte nach Jahren und Projekten aufschlüsseln)?
3. Hat die Bundesregierung über die Friedrich-Ebert-Stiftung die Partei
FMLN (Frente Farabundo Martí para la Liberación Nacional) direkt oder
indirekt finanziert oder unterstützt, wenn ja, in welchem Umfang, und zu
welchem Zweck?
4. Liegen dem BMZ oder dem Auswärtigen Amt Erkenntnisse über mögliche
Veruntreuung oder zweckentfremdete Verwendung von Fördermitteln durch
die Friedrich-Ebert-Stiftung in El Salvador vor, und welche Konsequenzen
wurden daraus ggf. gezogen?
5. Hat die Bundesregierung eine Auffassung dazu, welche konkreten
Auswirkungen Projekte der Friedrich-Ebert-Stiftung seit 1980 auf die innere
Sicherheit El Salvadors, insbesondere im Hinblick auf Bandenkriminalität
und Korruption, hatten, und wenn ja, wie lautet diese?
6. Wurden nach Kenntnis der Bundesregierung Personen durch die Friedrich-
Ebert-Stiftung, die in San Salvador arbeiteten, aus Bundesmitteln bezahlt,
die ebenfalls einer lokalen politischen Partei angehörten und somit in einer
Doppelfunktion tätig waren (wenn ja, bitte nach Jahr, lokalen Gruppen und
Personenanzahl aufschlüsseln)?
Berlin, den 12. Dezember 2025
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
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