Nationalen Sicherheitsrat einrichten - Nationale Sicherheitsstrategie entwerfen und konsequent umsetzen - Für eine Realpolitik im deutschen Interesse (Beschlussempfehlung und Bericht zu Drs. 21/345)
Text
Nationalen Sicherheitsrat einrichten - Nationale Sicherheitsstrategie entwerfen und konsequent umsetzen - Für eine Realpolitik im deutschen Interesse (Beschlussempfehlung und Bericht zu Drs. 21/345)
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/2189
21. Wahlperiode 13.10.2025
Beschlussempfehlung und Bericht
des Auswärtigen Ausschusses (3. Ausschuss)
zu dem Antrag der Abgeordneten Gerold Otten, Uwe Schulz, Marc Bernhard,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/345 –
Nationalen Sicherheitsrat einrichten – Nationale Sicherheitsstrategie
entwerfen und konsequent umsetzen – Für eine Realpolitik im deutschen
Interesse
A. Problem
Nach Auffassung der Antragsteller habe die Bundesregierung umgehend den
Bundessicherheitsrat zu einem ständigen, ressortübergreifenden Nationalen
Sicherheitsrat nach österreichischem, französischem oder japanischem Vorbild
umzubauen. Die antragstellende Fraktion ist der Auffassung, dass der Nationale
Sicherheitsrat vom Bundeskanzler geführt werden und die für die Sicherheit
relevanten Kabinettsmitglieder umfassen solle. Ihm solle laut Antragstext ein
ständiger Nationaler Sicherheitsberater mit einem Stab im Bundeskanzleramt zur
Verfügung stehen; außerdem sei zur demokratischen Legitimation des Nationalen
Sicherheitsrats ein Parlamentarisches Kontrollgremium einzusetzen. Der Nationale
Sicherheitsrat sei durch ein Gremium der deutschen Wirtschaft für geo-
ökonomische Fragestellungen zu unterstützen. Nach Darlegung der antragstellenden
Fraktion solle die Bundesregierung aufgefordert werden, unter Einbeziehung ziviler
und militärischer Experten eine deutsche nationale Sicherheitsstrategie zu
erarbeiten, diese dem Deutschen Bundestag zur Beratung und Beschlussfassung
vorzulegen und den Deutschen Bundestag regelmäßig darüber zu unterrichten. Die
Bundesregierung solle nach Ansicht der Antragsteller weiterhin aufgefordert
werden, eine jährliche Erklärung des Bundeskanzlers zur außen- und
sicherheitspolitischen Lage der Nation vor dem Deutschen Bundestag vorzusehen. Darüber
hinaus fordern die Antragsteller, dass der Deutsche Bundestag eine Sitzungswoche
pro Kalenderjahr ausschließlich zur parlamentarischen Diskussion deutscher
Außen- und Sicherheitspolitik reserviere.
B. Lösung
Ablehnung des Antrags mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD,
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke gegen die Stimmen der Fraktion
der AfD.
C. Alternativen
Wurden nicht erörtert.
D. Kosten
Wurden nicht erörtert.
Beschlussempfehlung
Der Bundestag wolle beschließen,
den Antrag auf Drucksache 21/345 abzulehnen.
Berlin, den 8. Oktober 2025
Der Auswärtige Ausschuss
Armin Laschet
Vorsitzender
Jürgen Hardt
Berichterstatter
Gerold Otten
Berichterstatter
Adis Ahmetović
Berichterstatter
Luise Amtsberg
Berichterstatterin
Cansu Özdemir
Berichterstatterin
Bericht der Abgeordneten Jürgen Hardt, Gerold Otten, Adis Ahmetović, Luise
Amtsberg und Cansu Özdemir
I. Überweisung
Der Deutsche Bundestag hat die Vorlage auf Drucksache 21/345 in seiner 10. Sitzung am 5. Juni 2025 beraten
und zur federführenden Beratung dem Auswärtigen Ausschuss und zur Mitberatung dem Innenausschuss, dem
Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz und dem Verteidigungsausschuss überwiesen.
II. Wesentlicher Inhalt der Vorlage
Nach Auffassung der Antragsteller habe die Bundesregierung umgehend den Bundessicherheitsrat zu einem
ständigen, ressortübergreifenden Nationalen Sicherheitsrat nach österreichischem, französischem oder japanischem
Vorbild umzubauen. Die antragstellende Fraktion ist der Auffassung, dass der Nationale Sicherheitsrat vom
Bundeskanzler geführt werden und die für die Sicherheit relevanten Kabinettsmitglieder umfassen solle. Ihm solle
laut Antragstext ein ständiger Nationaler Sicherheitsberater mit einem Stab im Bundeskanzleramt zur Verfügung
stehen; außerdem sei zur demokratischen Legitimation des Nationalen Sicherheitsrats ein Parlamentarisches
Kontrollgremium einzusetzen. Der Nationale Sicherheitsrat sei durch ein Gremium der deutschen Wirtschaft für
geoökonomische Fragestellungen zu unterstützen. Nach Darlegung der antragstellenden Fraktion solle die
Bundesregierung aufgefordert werden, unter Einbeziehung ziviler und militärischer Experten eine deutsche nationale
Sicherheitsstrategie zu erarbeiten, diese dem Deutschen Bundestag zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen
und den Deutschen Bundestag regelmäßig darüber zu unterrichten. Die Bundesregierung solle nach Ansicht der
Antragsteller weiterhin aufgefordert werden, eine jährliche Erklärung des Bundeskanzlers zur außen- und
sicherheitspolitischen Lage der Nation vor dem Deutschen Bundestag vorzusehen. Darüber hinaus fordern die
Antragsteller, dass der Deutsche Bundestag eine Sitzungswoche pro Kalenderjahr ausschließlich zur parlamentarischen
Diskussion deutscher Außen- und Sicherheitspolitik reserviere.
III. Stellungnahmen der mitberatenden Ausschüsse
Der Innenausschuss hat die Vorlage auf Drucksache 21/345 in seine 9. Sitzung am 8. Oktober 2025 beraten und
empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke gegen
die Stimmen der Fraktion der AfD die Ablehnung.
Der Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz hat die Vorlage auf Drucksache 21/345 in seiner 7. Sitzung
am 8. Oktober 2025 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN und Die Linke gegen die Stimmen der Fraktion der AfD die Ablehnung.
Der Verteidigungsausschuss hat die Vorlage auf Drucksache 21/345 in seiner 9. Sitzung am 8. Oktober 2025
beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die
Linke gegen die Stimmen der Fraktion der AfD die Ablehnung.
IV. Beratungsverlauf und Beratungsergebnisse im federführenden Ausschuss
Der Auswärtige Ausschuss hat die Vorlage auf Drucksache 21/345 in seiner 8. Sitzung am 8. Oktober 2025
beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die
Linke gegen die Stimmen der Fraktion der AfD die Ablehnung.
Berlin, den 8. Oktober 2025
Jürgen Hardt
Berichterstatter
Gerold Otten
Berichterstatter
Adis Ahmetović
Berichterstatter
Luise Amtsberg
Berichterstatterin
Cansu Özdemir
Berichterstatterin
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ISSN 0722-8333]
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