25 Jahre UN-Resolution 1325 "Frauen, Frieden und Sicherheit" - Feministische Außenpolitik verteidigen und Frieden geschlechtergerecht gestalten (Beschlussempfehlung und Bericht zu Drs. 21/2555)
Text
25 Jahre UN-Resolution 1325 "Frauen, Frieden und Sicherheit" - Feministische Außenpolitik verteidigen und Frieden geschlechtergerecht gestalten (Beschlussempfehlung und Bericht zu Drs. 21/2555)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/4521
21. Wahlperiode 04.03.2026
Beschlussempfehlung und Bericht
des Auswärtigen Ausschusses (3. Ausschuss)
zu dem Antrag der Abgeordneten Agnieszka Brugger, Deborah Düring, Claudia
Roth, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 21/2555 –
25 Jahre UN-Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ – Feministische
Außenpolitik verteidigen und Frieden geschlechtergerecht gestalten
A. Problem
Die antragsstellende Fraktion fordert die Bundesregierung unter anderem dazu
auf, feministische Außen- und Entwicklungspolitik als wichtiges Prinzip
deutschen Handelns in der Welt zu stärken und dadurch sicherzustellen, dass die
Rechte, Repräsentation und Ressourcen von Frauen und marginalisierten
Gruppen in allen außen-, sicherheits- und entwicklungspolitischen Entscheidungen
berücksichtigt werden; das 25. Jubiläum der VN-Resolution 1325 zum Anlass zu
nehmen, ein sichtbares Zeichen gegen den Abbau von Frauen- und
Minderheitenrechten zu setzen, etwa durch die Ausrichtung von Veranstaltungen zum Thema
Frauen, Frieden und Sicherheit und einem klaren Bekenntnis zu einer
feministischen Außenpolitik; zügig einen aktualisierten Nationalen Aktionsplan für die
Umsetzung der Resolution 1325 unter Einbezug zivilgesellschaftlicher Expertise
– auch aus dem Globalen Süden – vorzulegen, ihn mit entsprechenden
Finanzmitteln zu hinterlegen und dem Bundestag jährlich über seine Umsetzung Bericht zu
erstatten sowie das bereits etablierte Gender-Budgeting im Auswärtigen Amt und
dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
langfristig zu verankern und das in den Leitlinien für feministische Außen- und
Entwicklungspolitik festgelegte Ziel, mindestens 85 % der neuzugesagten
Projektmittel im Auswärtigen Amt und im Bundesministerium für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung geschlechtersensibel (GG1-angelehnt nach den
DAC-Kategorien der OECD) und mindestens 8 % gendertransformativ (GG2-
angelehnt) zu erreichen, zu verstetigen und sukzessive weiter zu erhöhen.
B. Lösung
Ablehnung des Antrags mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD
und SPD gegen die Stimmen der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
und Die Linke.
C. Alternativen
Keine.
D. Kosten
Wurden nicht erörtert.
Beschlussempfehlung
Der Bundestag wolle beschließen,
den Antrag auf Drucksache 21/2555 abzulehnen.
Berlin, den 4. März 2026
Der Auswärtige Ausschuss
Armin Laschet
Vorsitzender
Jürgen Hardt
Berichterstatter
Dr. Alexander Wolf
Berichterstatter
Adis Ahmetović
Berichterstatter
Deborah Düring
Berichterstatterin
Vinzenz Glaser
Berichterstatter
Bericht der Abgeordneten Jürgen Hardt, Dr. Alexander Wolf, Adis Ahmetović,
Deborah Düring und Vinzenz Glaser
I. Überweisung
Der Deutsche Bundestag hat die Vorlage auf Drucksache 21/2555 in seiner 37. Sitzung am 6. November 2025
beraten und zur federführenden Beratung dem Auswärtigen Ausschuss, zur Mitberatung dem Innenausschuss,
dem Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz, dem Verteidigungsausschuss, dem Ausschuss für Bildung,
Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare
Sicherheit, dem Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe und dem Ausschuss für die Angelegenheiten der
Europäischen Union überwiesen.
II. Wesentlicher Inhalt der Vorlage
Die antragsstellende Fraktion fordert die Bundesregierung unter anderem dazu auf, feministische Außen- und
Entwicklungspolitik als wichtiges Prinzip deutschen Handelns in der Welt zu stärken und dadurch sicherzustellen,
dass die Rechte, Repräsentation und Ressourcen von Frauen und marginalisierten Gruppen in allen außen-,
sicherheits- und entwicklungspolitischen Entscheidungen berücksichtigt werden; das 25. Jubiläum der VN-
Resolution 1325 zum Anlass zu nehmen, ein sichtbares Zeichen gegen den Abbau von Frauen- und
Minderheitenrechten zu setzen, etwa durch die Ausrichtung von Veranstaltungen zum Thema Frauen, Frieden und Sicherheit und
einem klaren Bekenntnis zu einer feministischen Außenpolitik; zügig einen aktualisierten Nationalen Aktionsplan
für die Umsetzung der Resolution 1325 unter Einbezug zivilgesellschaftlicher Expertise – auch aus dem Globalen
Süden – vorzulegen, ihn mit entsprechenden Finanzmitteln zu hinterlegen und dem Bundestag jährlich über seine
Umsetzung Bericht zu erstatten sowie das bereits etablierte Gender-Budgeting im Auswärtigen Amt und dem
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung langfristig zu verankern und das in den
Leitlinien für feministische Außen- und Entwicklungspolitik festgelegte Ziel, mindestens 85 % der neuzugesagten
Projektmittel im Auswärtigen Amt und im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung geschlechtersensibel (GG1-angelehnt nach den DAC-Kategorien der OECD) und mindestens 8 %
gendertransformativ (GG2-angelehnt) zu erreichen, zu verstetigen und sukzessive weiter zu erhöhen.
III. Stellungnahmen der mitberatenden Ausschüsse
Der Innenausschuss hat die Vorlage auf Drucksache 21/2555 in seiner 27. Sitzung am 4. März 2026 beraten und
empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD und SPD gegen die Stimmen der Fraktion BÜND-
NIS 90/DIE GRÜNEN bei Stimmenthaltung der Fraktion Die Linke die Ablehnung.
Der Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz hat die Vorlage auf Drucksache 21/2555 in seiner 26. Sitzung
am 4. März 2026 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD und SPD gegen die
Stimmen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei Stimmenthaltung der Fraktion Die Linke die Ablehnung.
Der Verteidigungsausschuss hat die Vorlage auf Drucksache 21/2555 in seiner 21. Sitzung am 4. März 2026
beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD und SPD gegen die Stimmen der
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei Stimmenthaltung der Fraktion Die Linke die Ablehnung.
Der Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die Vorlage auf Drucksache 21/2555
in seiner 18. Sitzung am 4. März 2026 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU,
AfD und SPD gegen die Stimmen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei Stimmenthaltung der Fraktion
Die Linke die Ablehnung.
Der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit hat die Vorlage auf
Drucksache 21/2555 in seiner 27. Sitzung am 4. März 2026 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der
CDU/CSU, AfD und SPD gegen die Stimmen der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke die
Ablehnung.
Der Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe hat die Vorlage auf Drucksache 21/2555 in seiner
18. Sitzung am 4. März 2026 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD und
SPD gegen die Stimmen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei Stimmenthaltung der Fraktion Die Linke
die Ablehnung.
Der Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union hat die Vorlage auf Drucksache 21/2555 in
seiner 18. Sitzung am 4. März 2026 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD
und SPD gegen die Stimmen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei Stimmenthaltung der Fraktion Die
Linke die Ablehnung.
IV. Beratungsverlauf und Beratungsergebnisse im federführenden Ausschuss
Der Auswärtige Ausschuss hat die Vorlage auf Drucksache 21/2555 in seiner 18. Sitzung am 4. März 2026
beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD und SPD gegen die Stimmen der
Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke die Ablehnung.
Berlin, den 4. März 2026
Jürgen Hardt
Berichterstatter
Dr. Alexander Wolf
Berichterstatter
Adis Ahmetović
Berichterstatter
Deborah Düring
Berichterstatterin
Vinzenz Glaser
Berichterstatter
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ISSN 0722-8333
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