Mittel aus dem Vermögen der Parteien- und Massenorganisationen der ehemaligen DDR
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Mittel aus dem Vermögen der Parteien- und Massenorganisationen der ehemaligen DDR
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/2081
21. Wahlperiode 08.10.2025
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Christian Görke, Janine Wissler, Doris Achelwilm, Dr. Dietmar
Bartsch, Desiree Becker, Violetta Bock, Anne-Mieke Bremer, Jörg Cezanne,
Agnes Conrad, Mirze Edis, Cem Ince, Cansin Köktürk, Tamara Mazzi, Zada
Salihović, Lisa Schubert, Ines Schwerdtner, Isabelle Vandre, Sarah Vollath,
Sascha Wagner, Anne Zerr und der Fraktion Die Linke
Mittel aus dem Vermögen der Parteien- und Massenorganisationen der
ehemaligen DDR
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche Behörden koordinieren und verwalten nach Kenntnis der
Bundesregierung die Mittel aus dem Vermögen der Parteien- und
Massenorganisationen (PMO) der ehemaligen DDR auf Bundes- und Landesebene?
2. Wann und wie oft sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Behörden
in den letzten zehn Jahren zusammengekommen, um im Kontext der
PMO-Förderung auf bedeutende Ereignisse wie die Corona-Pandemie,
den Preis- und Energieschock oder auf Anträge von Projektträgern zu
reagieren, indem beispielsweise Fristen verlängert oder
Verwaltungsvereinbarungen angepasst wurden?
3. Welche konkreten Änderungen an den Förderbedingungen bzw.
Verwaltungsvereinbarungen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung in den
letzten zehn Jahren bei den PMO-Mitteln vorgenommen (bitte mit Datum
und Änderung auflisten)?
4. Wer darf nach Kenntnis der Bundesregierung Anträge auf PMO-Mittel
stellen, wo können Anträge auf Abweichung gestellt werden, und wer
entscheidet darüber?
5. Welche Projekte aus PMO-Mitteln werden nach Kenntnis der
Bundesregierung aktuell in den Ländern mit den Mitteln umgesetzt, und reichen
die beantragten Mittel und Fristen aus, im Vergleich zu den damals
beantragten Daten bei der Einreichung?
6. Welche Abweichungen bei Projekten aus PMO-Mitteln, beispielsweise
durch das Baurecht oder die Kostensteigerungen, gibt es nach Kenntnis
der Bundesregierung, und welche Möglichkeiten haben in diesen Fällen
die Projekte zur Verlängerung der Umsetzungsfrist und Aufstockung der
Mittel?
7. Wurde nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten zehn Jahren
PMO-Projekten eine Fristverlängerung gewährt (bitte Einzelfälle auflisten
und jeweils Begründung angeben)?
8. Wurden nach Kenntnis der Bundesregierung PMO-Projektmittel in den
letzten zehn Jahren umgewidmet (bitte Einzelfälle auflisten und jeweils
Begründung angeben)?
9. Welche PMO-Projektmittel sind nach Kenntnis der Bundesregierung
zurückgeflossen (bitte, soweit möglich, Gesamtsummen nennen, nach
Projekten aufschlüsseln und Gründe nennen)?
10. Wie schätzen nach Kenntnis der Bundesregierung die derzeit sich in der
Umsetzung befindenden PMO-Projekte die Effekte auf die
Volkswirtschaft vor Ort ein (das heißt, wie viele Drittmittel zu den PMO-Mitteln
werden akquiriert, welche wirtschaftlichen Effekte beispielsweise von
Drittinvestitionen schließen sich an, wie viele Arbeitsplätze und wie viel
zusätzliche Infrastruktur werden über das Projekt hinaus geschaffen; bitte,
soweit möglich, quantifizieren)?
11. Ist es aus Sicht der Bundesregierung in Anbetracht der Konjunkturkrise
sinnvoll, laufenden PMO-Projekten, die sich in der Umsetzung befinden,
die Möglichkeit zu geben, Fristen zu verlängern, wenn die eigentlich
vorgesehenen Fristen nicht ausreichen, und wird dies unterstützt?
12. Teilt die Bundesregierung die Einschätzung der Fragestellenden, dass es
sich bei PMO-Mitteln um politische Mittel handelt und dass insofern die
Vorgabe von Fristen fraglich ist, weil die Projekte in den Bundesländern
politisch gewollt sind und unterstützt werden?
Berlin, den 6. Oktober 2025
Heidi Reichinnek, Sören Pellmann und Fraktion
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ISSN 0722-8333]
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