Äußerungen des Bundesministers des Auswärtigen gegenüber China anlässlich seiner Asienreise
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Äußerungen des Bundesministers des Auswärtigen gegenüber China anlässlich seiner Asienreise
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/1694
21. Wahlperiode 17.09.2025
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Udo Theodor Hemmelgarn, Jan Wenzel Schmidt, Stefan
Keuter, Gerold Otten, Heinrich Koch, Uwe Schulz und der Fraktion der AfD
Äußerungen des Bundesministers des Auswärtigen gegenüber China anlässlich
seiner Asienreise
Während seiner Asienreise hat der Bundesminister des Auswärtigen der
Bundesrepublik Deutschland, Dr. Johann Wadephul, im Auswärtigen Amt unter
anderem erklärt: „China droht immer wieder mehr oder weniger unverhohlen
damit, den Status quo einseitig zu verändern und Grenzen zu seinen Gunsten zu
verschieben.“ Weiterhin erklärte der Bundesaußenminister, dass China ein
„zunehmend aggressives Auftreten“ in der Straße von Taiwan sowie im Ost- und
Südchinesischen Meer an den Tag legen würde (www.tagesschau.de/ausland/as
ien/china-veraergert-aeusserung-wadephul-100.html).
Anlässlich einer Grundsatzrede in Indonesien erklärte der Bundesaußenminister
weiterhin, Pekings „wachsendes militärisches Selbstbewusstsein im
südchinesischen Meer bedroht nicht nur die Sicherheit Asiens, sondern untergräbt auch
die regelbasierte Weltordnung“. Darüber hinaus würde die Bundesregierung
immer wieder feststellen, „dass China die systemische Rivalität mit
europäischen Ländern und mit Deutschland anstrebt“ (www.tagesschau.de/ausland/asi
en/wadephul-indonesien-100.html).
Der Bundesaußenminister verlangte bei seinem Besuch in der indonesischen
Hauptstadt Jakarta darüber hinaus, dass China mehr Druck auf Russland für
einen sofortigen Waffenstillstand in der Ukraine ausüben solle (www.spiege
l.de/politik/johann-wadephul-fordert-von-china-mehr-druck-auf-wladimir-puti
n-a-692a5ead-f4da-4108-9b67-871def85a4a5).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Was genau versteht die Bundesregierung unter „systemischer Rivalität“
(vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
2. Welche Tatsachen führen bei der Bundesregierung zu der Feststellung, dass
China eine „systemische Rivalität mit europäischen Ländern und mit
Deutschland“ anstrebe (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
3. Auf welche Art und Weise führt das „wachsende militärische
Selbstbewusstsein“ Chinas aus Sicht der Bundesregierung zu einer Bedrohung der
Sicherheit Asiens (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
4. Auf welche Art und Weise führt das „wachsende militärische
Selbstbewusstsein“ Chinas aus Sicht der Bundesregierung dazu, dass die
„regelbasierte Weltordnung“ untergraben wird (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
5. Ist für die Bundesregierung die „regelbasierte Weltordnung“ synonym mit
dem Völkerrecht, oder verwendet die Bundesregierung eine abweichende
Arbeitsdefinition (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller, bitte darstellen, mit
welcher Arbeitsdefinition die Bundesregierung ggf. arbeitet)?
6. Worin sieht die Bundesregierung ein „zunehmend aggressives Auftreten“
Chinas in der Straße von Taiwan sowie im Ost- und Südchinesischen Meer
(vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
7. Wann und bei welchen Gelegenheiten hat China aus Sicht der
Bundesregierung damit gedroht, den Status quo einseitig zu verändern und Grenzen zu
seinen Gunsten zu verschieben?
8. Sind die Äußerungen des Bundesaußenministers gegenüber China aus Sicht
der Bundesregierung zielführend, um China dazu zu bewegen, eine
Vermittlerrolle im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine einzunehmen (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
9. Wie begründet die Bundesregierung ihre Einschätzung, dass rund 80
Prozent der von Russland verwendeten Dual-Use-Güter aus der Volksrepublik
China stammen, und sind diese Daten öffentlich zugänglich (vgl. www.aus
waertiges-amt.de/de/newsroom/2730526-2730526)?
Berlin, den 16. September 2025
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333]
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