Schriftliche Frage 122 von Stefan Schmidt (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Inwiefern plant die Bundesregierung, Minijobs nun doch zu erhalten, wie es der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern am 2.…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 3. August 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
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Schriftliche Frage 122 von Stefan Schmidt (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Inwiefern plant die Bundesregierung, Minijobs nun doch zu erhalten, wie es der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern am 2.…
Frage 122 (Stefan Schmidt, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Inwiefern plant die Bundesregierung, Minijobs nun doch zu erhalten, wie es der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern am 2. Juli 2026 verlautbart hat (vgl. www.dehoga-ba yern.de/aktuelles/presse/pressemitteilungen/press edetail/article/minijobs-bleiben-erhalten/), obwohl die Alterssicherungskommission im Juni 2026 vorgeschlagen hat, Minijobs in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen und ihren steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus abzuschaffen (vgl. Empfehlungen der Alterssicherungskommission, Empfehlung 26, S. 57, www.bundesregierung.de/resource/blob/97 5228/2444780/0fcbf810775351c64007ee6cb2c7c ad9/2026-06-24-bericht-alterssicherungskommissi on-data.pdf?download=1) und Bundeskanzler Friedrich Merz und die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Bärbel Bas am 23. Juni 2026 bereits angekündigt haben, die Empfehlungen der Alterssicherungskommission vollumfänglich umzusetzen (vgl. www.bundesregierung.de/breg-de/a ktuelles/pressekonferenz-mit-kanzler-merz-berich t-rentenkommission-2444532), und wie viele Minijobber sind nach Kenntnis der Bundesregierung aktuell in der Tourismusbranche beschäftigt (bitte prozentual und absolut angeben und bitte nach Schülern, Studierenden, Rentnern und sonstigen Minijobbern aufschlüsseln)?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Kerstin Griese vom 5. August 2026:
Die Alterssicherungskommission hat am 23. Juni 2026 ihren Bericht mit Empfehlungen vorgelegt, wie die Alterssicherung angesichts der demografischen Entwicklung auch in Zukunft weiterhin stabil, gerecht und nachhaltig gestaltet werden kann. Eine dieser Empfehlungen ist die weitgehende Abschaffung der geringfügig entlohnten Beschäftigung. Der Koalitionsausschuss hat am 1. Juli 2026 beschlossen, die Empfehlungen der Alterssicherungskommission in ihrer Gesamtheit umzusetzen. Den konkreten Ausgestaltungen der gesetzgeberischen Umsetzung der Kommissionsempfehlungen sowie deren Wirkungen kann nicht vorgegriffen werden. Aktuelle endgültige Daten aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit liegen bis Januar 2026 vor. In diesem Monat gab es im Gastgewerbe (nach der Wirtschaftszweigklassifikation WZ08), dem zentralen Wirtschaftszweig für die Tourismusbranche, rund 1,024 Mio. geringfügig entlohnt Beschäftigte. Davon waren rund 529.000 ausschließlich und 495.000 im Nebenjob geringfügig entlohnt Beschäftigte. Bezogen auf alle ausschließlich bzw. im Nebenjob geringfügig entlohnt Beschäftigten beträgt der Anteil des Gastgewerbes aktuell 13,2 Prozent bzw. 14,3 Prozent. Eine Eingrenzung nach den erfragten Personengruppen ist in der Beschäftigungsstatistik nicht möglich.
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