Schriftliche Frage 152 von Zada Salihović (DIE LINKE): Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die Entwicklung des Arbeitskräftepotenzials in Sachsen bis 2036, und welche jährliche Nettozu…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 6. Juli 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
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Schriftliche Frage 152 von Zada Salihović (DIE LINKE): Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die Entwicklung des Arbeitskräftepotenzials in Sachsen bis 2036, und welche jährliche Nettozu…
Frage 152 (Zada Salihović, Die Linke):
Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die Entwicklung des Arbeitskräftepotenzials in Sachsen bis 2036, und welche jährliche Nettozuwanderung ist nach Kenntnis der Bundesregierung erforderlich, um das Arbeitskräfteangebot in Sachsen langfristig stabil zu halten?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Katja Mast vom 7. Juli 2026:
Der Bundesregierung liegen Erkenntnisse zur künftigen Entwicklung des Arbeitsangebots in Sachsen insbesondere aus den Projektionen des QuBe-Projekts (Bundesinstitut für Berufsbildung – BIBB, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung – IAB – und Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung – GWS) vor. Das QuBe-Projekt erstellt Projektionen zur Arbeitsmarktentwicklung auf Ebene der Bundesländer und Arbeitsmarktregionen. Zu berücksichtigen ist, dass das QuBe-Projekt nicht das Arbeitskräftepotenzial im engeren Sinne abbildet. Betrachtet wird die Zahl der Erwerbspersonen. Eine stille Reserve wird in den Projektionen nicht gesondert ausgewiesen. Die Ergebnisse sind daher nicht unmittelbar mit einem umfassenden Konzept des Arbeitskräftepotenzials gleichzusetzen. Zuletzt wurde für das Bundesland Sachsen eine solche Projektion im Jahr 2024 erstellt (www.bibb.de/dokumente/pdf/Bundesland-Dossier%2 0_13_Sachsen_W8.pdf). Dabei konnten noch nicht die inzwischen vorliegenden Ergebnisse des Zensus 2022 berücksichtigt werden. Dies könnte dazu geführt haben, dass die Projektion im Jahr 2024 die Bevölkerungsentwicklung und damit auch die Entwicklung des Arbeitsangebots zu positiv darstellt. Neue Langfristprojektionen für die Bundesländer und Arbeitsmarktregionen befinden sich derzeit in Erstellung und werden voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027 vorliegen. Eine belastbare Angabe dazu, welche jährliche Nettozuwanderung erforderlich wäre, um das Arbeitskräfteangebot in Sachsen langfristig stabil zu hatten, würde eine gesonderte Szenariorechnung mit entsprechenden Annahmen unter anderem zu Demografie, Erwerbsbeteiligung, Erwerbsintegration, Binnenwanderung und regionaler Bindung der Zuwanderung erfordern. Diese liegt aktuell nicht vor. Die aktuelle Mittelfristprognose bis zum Jahr 2029 für den gesamten deutschen Arbeitsmarkt zeigt, dass der zusätzliche Bedarf zur Besetzung von Arbeitsplätzen (4,81 Millionen) deutlich den Zugang an Personen übersteigt, die aus dem Bildungssystem oder durch Zuwanderung auf den Arbeitsmarkt kommen (4,37 Millionen).
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