Schriftliche Frage 80 von Heidi Reichinnek (DIE LINKE): Welche Projekte und Maßnahmen fördert die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode, um kinderreiche Eltern in den Arbeitsmarkt zu integri…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 15. Juni 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
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Schriftliche Frage 80 von Heidi Reichinnek (DIE LINKE): Welche Projekte und Maßnahmen fördert die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode, um kinderreiche Eltern in den Arbeitsmarkt zu integri…
Frage 80 (Heidi Reichinnek, Die Linke):
Welche Projekte und Maßnahmen fördert die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode, um kinderreiche Eltern in den Arbeitsmarkt zu integrieren bzw. ihren Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen, und welche Maßnahmen und Projekte in diesem Bereich sind in dieser Legislatur noch geplant?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Katja Mast vom 18. Juni 2026:
Die Pläne der Bundesregierung für Projekte und Maßnahmen, die kinderreiche Eltern bei der Integration bzw. beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt unterstützen, befinden sich alle bereits in der Umsetzung. Mit dem ESF-Plus-Bundesprogramm „Akti(F) Plus – Aktiv für Familien und ihre Kinder“ (Laufzeit bis 31. Dezember 2028) unterstützt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Familien und ihre Kinder, die von sozialer Ausgrenzung und Armut bedroht sind mit über 80 geförderten Projekten. Ziel ist die Verbesserung der Lebenssituation und der gesellschaftlichen Teilhabe. Familien, insbesondere Eltern und Alleinerziehende, sollen bei der Aufnahme oder Ausweitung einer bedarfsdeckenden Beschäftigung und bei der Inanspruchnahme von lokal und regional vorhandenen Hilfeangeboten sowie von Sozialleistungen durch einen ganzheitlichen Betreuungsansatz unterstützt werden. Gleichzeitig sollen Kooperationsstrukturen für eine bessere und nachhaltige Unterstützung der Familien auf- bzw. ausgebaut werden. Dazu arbeiten Projekte mit Kommunen (z. B. den Jugendämtern), der Arbeitsverwaltung (Agenturen für Arbeit, Jobcenter), Trägern der freien Wohlfahrtspflege und gemeinnützigen Trägern sowie mit Unternehmen und Verbänden zusammen. Zudem verfolgt die Bundesregierung das Ziel, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, um Familien bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen: Mit weiteren Investitionen in den Ausbau und die Qualität der Kindertagesbetreuung und die Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern sowie Impulsen für eine partnerschaftliche Aufgabenteilung und die Förderung einer familienfreundlichen Arbeitswelt. Das vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte digitale Tool „Lebenskarte – orientieren, informieren, auf eigenen Füßen stehen“ vermittelt Orientierungswissen unter anderem zu Karrierewegen. Daneben stehen kinderreichen Eltern auch die regulären Leistungen der Arbeitsförderung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) sowie für Eltern, die zur Gruppe der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) gehören, die Leistungen zur Eingliederung in Arbeit nach dem SGB II zur Verfügung. Die Jobcenter können dabei auf spezifische Herausforderungen, mit denen kinderreiche Eltern bei der Integration in Erwerbstätigkeit konfrontiert sind, eingehen und durch gezielte Angebote, wie Coaching, psychosoziale Betreuung oder Hilfe bei der Suche nach einer Kinderbetreuung, unterstützen. Die Berufsberatung im Erwerbsleben der Bundesagentur für Arbeit (BA) fokussiert explizit Menschen, die den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt anstreben. Sie unterstützt dabei u. a. durch Beratung zu Einstiegsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt, zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zur beruflichen Orientierung. Zudem werden individuelle Förderleistungen vorgestellt und entsprechende Ansprechpartnerinnen und -partner benannt.
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