Deutsche Gesellschaft der Hörbehinderten - Selbsthilfe und Fachverbände e.V.
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Deutsche Gesellschaft der Hörbehinderten - Selbsthilfe und Fachverbände e.V.
Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit nach Abgabenordnung
Die Deutsche Gesellschaft der Hörbehinderten – Selbsthilfe und Fachverbände e. V. (DG) ist ein bundesweiter Dachverband, der die gemeinsamen gesundheits-, sozial- und gesellschaftspolitischen Interessen seiner Mitgliedsverbände vertritt. Sie setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen gehörloser, schwerhöriger, ertaubter, hörsehbehinderter und taubblinder Menschen sowie ihrer Angehörigen ein.
Ein zentrales Anliegen der DG ist die Förderung des Informations- und Erfahrungsaustauschs zwischen den Mitgliedsverbänden sowie die Koordinierung gemeinsamer Aktivitäten und Positionen in übergreifenden Themenbereichen. Darüber hinaus informiert sie die Öffentlichkeit über die Lebensrealitäten, Bedürfnisse und Herausforderungen hörbehinderter Menschen, um das gesellschaftliche Bewusstsein zu stärken, Vorurteile abzubauen und die gleichberechtigte Teilhabe zu fördern.
Die Interessenvertretung erfolgt ausschließlich im Interesse der angeschlossenen Mitgliedsverbände. Hierzu bringt die DG deren Anliegen in politische und gesellschaftliche Entscheidungsprozesse ein, begleitet Gesetzgebungsverfahren und nimmt durch Stellungnahmen, Positionspapiere, Forderungskataloge, direkte Anschreiben sowie den Austausch mit politischen Entscheidungsträgern Einfluss auf die politische Willensbildung. Zudem organisiert sie sozialpolitische Informations- und Austauschveranstaltungen sowie Fachtagungen.
Schwerpunkte der politischen Arbeit sind:
Rechtliche und digitale Barrierefreiheit: Förderung der Umsetzung und Weiterentwicklung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG), insbesondere in den Bereichen Medien, Notrufsysteme und digitale Technologien einschließlich künstlicher Intelligenz.
Telekommunikation und Assistenzdienste: Einsatz für die rechtliche Absicherung und bedarfsgerechte Finanzierung barrierefreier Vermittlungs- und Ferndolmetschdienste sowie für den Ausbau technischer Assistenzsysteme.
Bildung, Habilitation und Rehabilitation: Unterstützung der Einrichtung und Weiterentwicklung von Bildungs-, Fortbildungs-, Habilitations- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Förderung der beruflichen, sozialen und gesellschaftlichen Teilhabe hörbehinderter Menschen.
Gesundheits- und Sozialpolitik: Sicherung und Verbesserung von Leistungsansprüchen im Rahmen der Sozialgesetzgebung, insbesondere hinsichtlich Hilfsmittelversorgung, medizinischer Rehabilitation sowie Dolmetsch- und Assistenzleistungen.
Interessenbereiche: Bauwesen und Bauwirtschaft; Kultur; Digitalisierung; Berufliche Bildung; Internetpolitik; Hochschulbildung; Rechtspolitik; Schulische Bildung; Kinder- und Jugendpolitik; Vorschulische Bildung; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; Öffentliches Recht; Massenmedien; Gesundheitsförderung; Rechte von Menschen mit Behinderung; Kommunikations- und Informationstechnik; Verbraucherschutz; Pflege; Seniorenpolitik; Arbeitsmarkt; Datenschutz und Informationssicherheit; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Gesundheitsversorgung
Regelungsvorhaben:
- 8. Sozialgesetzbuch: Berücksichtigung der Bedürfnisse hörbehinderter Kinder und Jugendlicher.
- Berücksichtigung Hörbehinderter bei Telekommunikationsdiensten: Im Referentenentwurf zur Änderung der Verordnung zum
Barrierefreiheitsstärkungsgesetz vom 30.4.2026 sollen die Bedürfnisse Hörbehinderter berücksichtigt werden.
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