Schriftliche Frage 165 von Ina Latendorf (DIE LINKE): Welche ernährungspolitischen Konsequenzen sollten nach Ansicht der Bundesregierung aus Empfehlungen des Bundesministeriums für Landwirtschaf…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 10. Juni 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
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Schriftliche Frage 165 von Ina Latendorf (DIE LINKE): Welche ernährungspolitischen Konsequenzen sollten nach Ansicht der Bundesregierung aus Empfehlungen des Bundesministeriums für Landwirtschaf…
Frage 165 (Ina Latendorf, Die Linke):
Welche ernährungspolitischen Konsequenzen sollten nach Ansicht der Bundesregierung aus Empfehlungen des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) zu Fleischkonsum in Kindergarten und Schule (www.deutschlandfunk.de/kuenftiger-agrarminist er-rainer-fuer-fleisch-in-kindergaerten-und-schule n-100.html) und der Studie des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände – Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. (vzbv), wonach in Kindertagesstätten nach wie vor zu viel Fleisch serviert wird (www.news4teac hers.de/2024/04/verbraucherzentrale-zu-viel-fleis ch-und-zu-wenig-gemuese-in-kitas/), gezogen werden?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Silvia Breher vom 10. Juni 2025:
Die Bundesregierung sieht in der Verbesserung der Qualität der Gemeinschaftsverpflegung einen wichtigen Hebel für eine ausgewogene und gesundheitsförderliche Verpflegung der Menschen in Deutschland. Insbesondere für Kinder und Jugendliche ist eine gute Verpflegung in Kindergärten und Schulen von besonderer Bedeutung. Denn sowohl die körperliche und geistige Entwicklung als auch die sozialen und kulturellen Kompetenzen der Kinder werden dort nachhaltig beeinflusst. Die Bundesregierung will vielseitiges und ausgewogenes Essen stärken, ohne dabei Vorgaben zu machen. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) setzt sich dafür ein, dass flächendeckend gesunde und nachhaltige Angebote bereitstehen. Hierzu stützt es sich auf die Expertise wissenschaftlich unabhängiger Institutionen und spricht selbst keine Ernährungsempfehlungen aus. Mit den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) steht ein wissenschaftlich fundiertes Instrument zur Verfügung, um Qualität und Vielfalt in Kitas und Schulen zu sichern. Fleisch und Fisch gehören dabei zu einer guten, ausgewogenen Ernährung ebenso dazu wie Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte. Aktuell arbeitet die DGE unter Einbeziehung von Praktikerinnen und Praktikern daran, diese Standards einfacher und besser handhabbar zu machen. Die konkrete Ausgestaltung der Mittagsverpflegung (zum Beispiel die Auswahl der Speisen, die Organisation der Essensausgabe oder die Vergabe an Caterinnen und Caterer) liegt bei den Trägern der Kitas beziehungsweise Schulen. Durch gezielte Projektförderungen – etwa der Vernetzungsstellen von Kita- und Schulverpflegung in den Ländern, des Modellregionenwettbewerbs oder des Qualitätsmanagement-Tools „Unser Schulessen“ – werden die Akteurinnen und Akteure vor Ort gestärkt und dabei unterstützt, eine ausgewogene, regionale und nachhaltig ausgerichtete Gemeinschaftsverpflegung anzubieten.
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