Frage von Ina Latendorf (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/6245)
Teil von Protokoll der 82. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.
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Frage von Ina Latendorf (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/6245)
Mit welchen konkreten Maßnahmen, insbesondere im Bereich der Ernährungspolitik, will die Bundesregierung verhindern, dass in Deutschland die soziale Herkunft weiterhin über die Gesundheit von Kindern entscheidet, wie im aktuellen UNICEF-Innocenti-Bericht 2026 aufgezeigt wird (www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/-/unicef-studie-kindeswohl-2026/397376)?
Antwort der Parl. Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf:
Ziel der Bundesregierung ist es, dass alle Menschen in Deutschland Zugang zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung haben. Dafür sind in der Ernährungsstrategie zahlreiche Maßnahmen verankert worden. Kinder und Jugendliche bleiben weiterhin eine zentrale Zielgruppe der Ernährungspolitik des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Besonders wichtig sind dabei die Bereiche Ernährungsbildung sowie gute und ausgewogene Angebote in der Gemeinschaftsverpflegung.
So legt das BMLEH beispielsweise mit der aktuellen Projektförderung der Vernetzungsstellen Kita- und Schulverpflegung einen Fokus auf einen sozial gerechten Zugang zu gesunder und nachhaltiger Ernährung. Die Projekte stellen die Inanspruchnahme der Mahlzeiten durch von Armut betroffene und bedrohte Kinder in den Mittelpunkt. Zudem hat das BMLEH im Jahr 2025 eine Studie in Auftrag gegeben, die Lösungsstrategien für eine krisensichere Kita- und Schulverpflegung aufgezeigt hat.
Weiterhin fördert das BMLEH bis zum Jahr 2027 das Verbundprojekt „Gesund und nachhaltig essen mit kleinem Budget – gemeinsam Ernährungsarmut begegnen“. Ziel dieses Projektes ist es, von Ernährungsarmut betroffene oder bedrohte Verbraucherinnen und Verbraucher zu befähigen, auch mit geringen finanziellen Mitteln eine gesunde und nachhaltige Ernährung im Alltag umzusetzen.
Für anspruchsberechtigte Kinder und Jugendliche werden die Kosten für die Mittagsverpflegung in Kitas und Schulen bereits über die Leistungen im Rahmen von Bildung und Teilhabe übernommen. Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass alle Kinder mit Anspruch auf diese Leistung ein kostendeckendes Mittagessen erhalten sollen. Um die Beantragung der Leistung zu erleichtern, hat das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) als ersten Schritt einen Praxischeck durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Digitalisierung und verbesserte Verwaltungsverfahren.
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