SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH
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SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH
Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen
Die SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH ist Deutschlands größter Hersteller von Ammoniak und Harnstoff mit Sitz in der Lutherstadt Wittenberg und 100-prozentige Tochtergesellschaft der AGROFERT, a.s. Das Produktportfolio umfasst ein breites Spektrum an Spezialitäten der Agro- und Industriechemie. Zum Zwecke der Interessensvertretung werden Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundeskanzleramtes und der Bundesministerien sowie mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages geführt zur Erläuterung von Änderungsnotwendigkeiten hinsichtlich einer Vielzahl von Themenfeldern, die als Rahmenbedingungen für die unternehmerische Tätigkeit, auch im Hinblick auf die Situation der Beschäftigten des Unternehmens, von großer Bedeutung sind.
Um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern, vertritt die SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH ihre Interessen mit Fokus auf:
- Schaffung einheitlicher Rahmenbedingungen zur Regulierung der Energieversorgung und des Klimaschutzes
- Schaffung rechtlicher und politischer Rahmenbedingungen zum Erhalt regionaler Lieferketten und deren Entwicklung zur Nachhaltigkeit
- Schaffung innovationsfördernder behördlicher Rahmenbedingungen
- Sicherung und Wiederherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen im globalen Wettbewerb, Schutz und Stärkung des EU-Binnenmarktes
- Ganzeinheitliche Geschäftsentwicklung und Strategieumsetzung nachhaltige Transformation
Zweck der Interessenvertretung ist es, die Sicht der Praxis zu vermitteln und Impulse zur Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage zu geben.
Interessenbereiche: Allgemeine Energiepolitik; Erneuerbare Energien; Fossile Energien; Außenwirtschaft; Land- und Forstwirtschaft; Industriepolitik; EU-Gesetzgebung; Rüstungsangelegenheiten; Außenpolitik; Klimaschutz; Energienetze
Regelungsvorhaben:
- Erweiterung des CO2-Speichergesetzes: Flankierung des Gesetzgebungsverfahrens zum KSpTG. Kernanliegen ist die Beschleunigung des Infrastrukturaufbaus für den CO2-Transport sowie die gesetzliche Ausweitung der zulässigen Speicherorte. Das Unternehmen setzt sich dafür ein, dass über die reine Offshore-Speicherung hinaus auch die Onshore-Speicherung in Deutschland (unter Beachtung von Länderklauseln) rechtssicher ermöglicht wird, um für die ostdeutsche Chemieindustrie lokale und wirtschaftliche Dekarbonisierungspfade zu sichern.
- Erweiterung des Anwendungsbereiches des Wasserstoff-Beschleunigungsgesetzes: Interessenvertretung im Rahmen des WasserstoffBG und dessen nachgelagerten Verordnungen. SKW Piesteritz plädiert für eine Ausweitung des Anwendungsbereichs und der Privilegierungseffekte des Gesetzes über den reinen Infrastruktur- und Erzeugungssektor hinaus. Konkret gefordert wird die Gleichstellung und Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für die industrielle Endnutzung von Wasserstoff und dessen Derivaten in emissionsintensiven Branchen wie der Grundstoffchemie.
- Reform des CO2-Zertifikatehandels: Einflussnahme auf die Ausgestaltung des TEHG und die Weiterentwicklung des EU-ETS. Das Unternehmen setzt sich für den wirksamen Schutz vor Carbon Leakage und den Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrie ein. Gefordert werden eine Dämpfung der Kostensteigerungen bei Zertifikaten und eine marktfähige Infrastruktur sowie die politische Anerkennung und Sonderberücksichtigung von Ammoniak als systemkritisches Molekül für die europäische Versorgungssicherheit (z. B. Düngemittelproduktion).
- Reform des CBAM: Begleitung der Ausgestaltung und anstehenden Revisionen der europäischen CBAM-Verordnung. SKW Piesteritz fordert die dringende Etablierung eines WTO-konformen Exporterstattungs- bzw. Fördermechanismus für EU-Produzenten, da der aktuelle Grenzausgleich Exporte in Drittstaaten ungeschützt lässt. Zudem wird eine gezielte Rückführung der CBAM-Einnahmen und nationaler Finanzhilfen in die Transformation der betroffenen chemischen Wertschöpfungsketten gefordert.
Relationen
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