kunststoffland NRW e.V.
Text
kunststoffland NRW e.V.
Tätigkeit: Wirtschaftsverband oder Gewerbeverband/-verein
kunststoffland NRW dient dem Zweck, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Kunststoffindustrie in NRW, darunter besonders der kleinen und mittleren Unternehmen, zu stärken und sie dabei zu unterstützen, Wachstumspotentiale zu entfalten und auszuschöpfen, um so Wachstum und Beschäftigung in der Kunststoffindustrie in NRW zu sichern. kunststoffland NRW repräsentiert hierbei die komplette Wertschöpfungskette Kunststoff. kunststoffland NRW versteht sich als Sprachrohr der Kunststoffbranche in NRW und ist für seine Mitglieder die Plattform zur Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch. Ebenso sucht kunststoffland NRW den Branchendialog mit der Politik.
Seit Dez. 2022 haben sich kunststoffland NRW, die Regionalinitiative Kunststoffe in OWL e. V. und die Interessengemeinschaft Kunststoff e. V. (IGK) zusammengeschlossen, mit dem Ziel auf Augenhöhe die Kräfte zu bündeln, um eine höhere Durchschlagskraft zu entfalten, die Mitglieder besser zu vernetzen und ein breiteres Angebot zu schaffen. Hierbei fungiert kunststoffland NRW als Dachverband.
In Bezug auf die Politik werden die Rahmenbedingungen für die Unternehmen thematisiert. Dabei geht es um Themen wie Energiekosten, Fachkräftesituation, Stärkung der Ausbildung, Lieferketten, Nachhaltigkeit, Recycling, PFAS, Bürokratie u.ä. Ziel ist es, der Politik die aktuellen Herausforderungen der Unternehmen zu vermitteln und aufzuzeigen, welche Auswirkungen geplante Beschlüsse in der Praxis haben.
Im Zuge dessen werden auch parlamentarische Frühstücke durchgeführt, zu denen Regierungsmitglieder, Abgeordnete sowie Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien eingeladen
werden. Darüber hinaus werden bei für uns relevanten Themen auch Positionspapiere erarbeitet und übermittelt.
I
Interessenbereiche: Industriepolitik; Sonstiges im Bereich "Wirtschaft"; Sonstiges im Bereich "Energie"; Allgemeine Energiepolitik; Kleine und mittlere Unternehmen
Regelungsvorhaben:
- Regulierungsvorschlag der ECHA für PFAS: Wir nehmen Bezug auf den aktuellen Vorschlag der „Europäischen Chemikalienagentur“ (ECHA) zur umfassenden Beschränkung von PFAS (Per- und Polyfluoralkylstoffe) im Rahmen der REACH-Verordnung.
kunststoffland NRW lehnt diesen Vorschlag in seiner derzeitigen Form grundsätzlich ab, da er eine pauschale Regulierung einer sehr heterogenen Stoffgruppe vorsieht. Eine undifferenzierte Verbotsstrategie gefährdet zahlreiche industrielle Anwendungen, für die bislang keine gleichwertigen Alternativen verfügbar sind und schwächt damit Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit in Europa.
Nur mit einer differenzierten und praktikablen Regulierung kann sowohl dem Umwelt- und Gesundheitsschutz als auch den berechtigten Anforderungen von Industrie und Gesellschaft Rechnung getragen werden.
- Koalitionsverhandlungen - welche Punkte aus Sicht der (Kunststoff-)Industrie beachtet werden sollten: Wir fordern
- eine industriepolitische Strategie, die für eine funktionierende Infrastruktur, gut ausgebildeten Fachkräftenachwuchs und gute steuerliche Rahmenbedingungen sorgt.
- verlässliche politische Rahmenbedingungen für Investitionen
- eine Senkung der Stromsteuer, eine verlässliche Kraftwerksstrategie und die Vermeidung steigender Netzentgelte.
- den Abbau übermäßiger Bürokratie, digitale Genehmigungsverfahren und eine Reduzierung der Berichtspflichten.
- eine neuen risikobasierten PFAS-Regulierungsvorschlag mit einer Ausnahme für Fluorpolymere.
- wirtschaftsnahe, schlanke Anreize für Design-for-Recycling statt pauschaler Kunststoffabgaben.
- produktspezifische Rezyklateinsatzquoten in ausgewählten Endmärkten
- die Gleichstellung von chemischem und mechanischem Recycling
Relationen
Keine Relationen.