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Generali Deutschland AG

lobbyregister / register_entry 25.02.2022 · Original ↗

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Generali Deutschland AG Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen Die Interessenvertretung der Generali Deutschland AG erstreckt sich auf alle Themen, die in unmittelbarem und mittelbarem Zusammenhang mit unserer Geschäftstätigkeit als einer der führenden Erstversicherer am deutschen Markt stehen. Hierzu zählen insbesondere die Weiterentwicklung der privaten und betrieblichen Altersvorsorge, Fortschritte bei der finanziellen Bildung, ein effizienter regulatorischer Rahmen für die Stärkung von privaten Investitionen zugunsten von Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Souveränität in Deutschland und Europa. Zu unseren Kernanliegen zählen daneben Maßnahmen für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Diversity, eine innovationsfreundliche Digitalisierung und die Bedeutung von Prävention. Im Rahmen unseres gesellschaftlichen Engagements setzen wir uns u.a. für Erleichterungen bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und die Förderung von kleinen Kindern aus benachteiligten Familien ein. Mit unserer Interessenvertretung leisten wir einen Beitrag, für uns relevante Themen zu adressieren und im Rahmen von Gesetzesinitiativen bzw. Gesetzgebungsverfahren die Sicht der Generali Deutschland AG zu vermitteln. Damit wollen wir, auch im Sinne unserer Kundinnen und Kunden, Vorschläge für eine Verbesserung des regulatorischen Rahmens unterbreiten. Zu diesem Zweck führen wir anlassbezogen Gespräche mit Mitgliedern des Deutschen Bundestags, den Fraktionen sowie Vertreterinnen und Vertretern der Bundesministerien. In Einzelfällen erstellen wir auch Positionspapiere. Darüber hinaus bilden Veranstaltungen einen festen Bestandteil unserer Interessenvertretung. Ziel ist es dabei vor allem, Impulse für die gesellschaftspolitische Debatte zu setzen und einen regelmäßigen Austausch mit unseren Stakeholdern zu fördern (s.o.). Die Public Affairs Arbeit der Generali Deutschland AG orientiert sich dabei stets an einem konstruktiven und meinungsoffenen Austausch. Interessenbereiche: Versicherungswesen; Integration; Digitalisierung; Rente/Alterssicherung; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Verkehrsinfrastruktur; Klimaschutz; Diversitätspolitik; Gesundheitsförderung Regelungsvorhaben: - Reform der geförderten privaten Altersvorsorge: Das Altersvorsorgereformgesetz sieht basierend auf einer noch zu erlassenden Rechtsverordnung die Einführung eines staatlich organisierten Standardprodukts in der privaten Altersvorsorge vor. Die Generali Deutschland setzt sich dafür ein, dass das staatliche Standardprodukt denselben regulatorischen Anforderungen unterliegen wie private Angebote von Versicherern und anderen Marktteilnehmern. Zentral dafür ist vor allem eine hohe Transparenz und ein fairer Wettbewerb zwischen den Akteuren. - Vertiefung der Kapitalmärkte in der EU (Savings and Investments Union): Die Generali Deutschland begrüßt ausdrücklich die Initiative zur Vertiefung der EU-Kapitalmärkte im Rahmen des European Savings and Investments Union (ESIU). Kernbereiche einer ESIU sind aus Sicht der Generali Deutschland ein Verzicht auf nationales Goldplating, die Förderung von privaten Investitionen in Beteiligungs- Risikokapital oder reale Assets z.B. durch Harmonisierung/Vereinfachung von EU-Regulierung und mehr (paneuropäische) Anreize für (langfristiges) privates Sparen. - Verbesserungen in der Einwanderungs- und Integrationspolitik: Die Generali engagiert sich im Rahmen der Initiative „Vielfalt ist Zukunft“ für eine zukunftsorientierte Einwanderungspolitik, um dem Arbeits- und Fachkräftemangel zu begegnen und vorhandene Potenziale besser zu nutzen. Neben der Weiterentwicklung der Erwerbsmigration setzt sich die Generali für verbesserte Rahmenbedingungen für geflüchtete Menschen ein, etwa durch die Aufhebung von Arbeitsverboten, ein flächendeckendes und kostenfreies Angebot an Integrations- und Sprachkursen sowie eine schnelle und unbürokratische Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der arbeitsmarktpolitische Maßnahmen mit gesellschaftlicher Teilhabe und langfristiger Integration verbindet, um die Potenziale von Zuwanderung für Wirtschaft und Gesellschaft zu heben. - Einführung einer Pflichtversicherung für Elementarschäden nicht zielführend: Anstelle einer Pflichtversicherung für Elementarschäden sprechen wir uns für einen ganzheitlichen Ansatz aus, der neben einer freiwilligen Versicherungslösung für alle Haushalte (Opt-out Lösung) und eine Risikoteilung mit dem Staat im Falle extremer Naturkatastrophen Prävention und Klimafolgenanpassung in den Mittelpunkt stellt. Eine Pflichtversicherung als alleinige Maßnahme kann steigende Schäden infolge des Klimawandels nicht verhindern und dürfte mittel- bis langfristig Auswirkungen auf die Versicherbarkeit haben. - Einführung einer Frühstart-Rente: Als Generali begrüßen wir die Einführung einer Frühstart-Rente. Wir setzen uns für eine breite Einführung für die gesamte Kohorte der 6 bis 18-jährigen ein. Der monatliche Zuschuss von 10 Euro für ein kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot ist ein wichtiger Beitrag, reicht für den Aufbau einer langfristigen Altersvorsorge aber nicht aus. Deshalb sollten private Zuzahlungen unbedingt ermöglicht werden. - Attraktivität der betrieblichen Altersversorgung erhöhen: Die Generali Deutschland setzt sich dafür ein, die betriebliche Altersversorgung weiter zu stärken und auszubauen. Reformansätze sollten die Stärken der betrieblichen Altersversorgung als kollektives Sicherungssystem bewahren und gleichzeitig gezielt weiterentwickeln. In der betrieblichen Altersversorgung sollte die lebenslange Absicherung weiter verpflichtend bleiben. Für eine größere Verbreitung der bAV unterstützen wir die Möglichkeit eines Auto-Enrolment mit Opt-Out Möglichkeit. Vielversprechende Ansätze zur Steigerung der Attraktivität sind "Pay-and-Forget" Lösungen (beitragsorientierte Leistungszusage) und die Einführung niedriger Garantienniveaus. - Rahmenbedingungen für private Investitionen in Infrastruktur verbessern: Als Ergänzung zum Sondervermögen sollte zusätzlich privates Kapital für die Modernisierung der Infrastruktur und der grünen Transformation mobilisiert werden. Wichtige Maßnahmen hierfür sind die Entwicklung einer ganzheitlichen Infrastrukturstrategie unter Einbeziehung institutioneller Investoren, die Schaffung einer Projektpipeline, Bündelung sowie Standardisierung von Projekten im kommunalen Bereich, beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie eine erhöhte Transparenz durch zentrale Ausschreibungs- und Projektplattformen, die auch internationalen Investoren einen erleichterten Zugang verschaffen.

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