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Industrieverband Agrar e.V.

lobbyregister / register_entry 23.02.2022 · Original ↗

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Industrieverband Agrar e.V. Tätigkeit: Wirtschaftsverband oder Gewerbeverband/-verein Grundlagen der Arbeit des Verbands sind die Vernetzung, der Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern und externen Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Administration und Politik. Insbesondere durch direkte Anschreiben, Positionspapiere oder Gesprächsangebote wird unmittelbar der Kontakt mit Politikerinnen und Politikern, speziell zu Mitgliedern des Deutschen Bundestages und des Europäischen Parlaments sowie zu Bundesministerien (insbesondere BMLEH, BMUKN, BMWE, BMG) und Bundesoberbehörden (insbesondere BVL, UBA, BfR, JKI) gesucht. Damit sollen die Rahmenbedingungen für eine zukunfts-fähige Landwirtschaft verbessert werden, die ambitionierte Umwelt-, Klima- und Ertragsziele in Einklang bringt – beispielsweise durch die Hebung der Nachhaltigkeitspotenziale der Digitalisierung, Umsetzung hochwertiger Biodiversitätsmaßnahmen sowie durch die Sicherung des Zugangs zu modernen Pflanzenschutzmitteln, Bioziden, Düngemitteln, Biostimulanzien und Produkten der Grünen Gentechnik sowie der Pflanzenzüchtung. Dazu werden auch Vorschläge für gesetzliche Regelungen unterbreitet. Zudem werden Austausch- und Informationsveranstaltungen organisiert, zu denen regelmäßig auch Mitglieder des Deutschen Bundestages und des Europäischen Parlaments sowie Vertreter/innen von Bundesministerien und Bundesoberbehörden eingeladen werden, um diese von unseren Positionen zu überzeugen. Insofern vernetzt der Verband auch seine Mitglieder mit Politikerinnen und Politikern sowie Bundesministerien und Bundesoberbehörden, um den direkten Dialog zu fördern. Interessenbereiche: Parlamentarisches Verfahren; Artenschutz/Biodiversität; Sonstiges im Bereich "Umwelt"; Industriepolitik; Land- und Forstwirtschaft; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Sonstiges im Bereich "Landwirtschaft und Ernährung"; Wettbewerbsrecht; EU-Gesetzgebung; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Öffentliches Recht; Lebensmittelsicherheit; Klimaschutz Regelungsvorhaben: - Evaluierung EU-Nitratrichtline: In der Nitratrichtlinie (NR) sollten moderne Optionen berücksichtigt werden: Einsatz s.g. Inhibitoren, die die N-Verluste aus DüM in die Atmosphäre deutlich reduzieren können. Dynamische Düngebedarfs-ermittlung. Einsatz digitaler Hilfsmittel (tatsächlicher Stickstoffbedarf der Kulturen kann noch genauer erfasst und gedeckt werden), neue innovative Produkte wie Biostimulanzien (die Ausnutzung des verfügbaren Stickstoffs durch die Pflanzen kann erhöht werden). Auch muss eine verursachergerechte Zuordnung der Nitratquellen erfolgen, da N-Einträge oft fälschlicherweise der Landwirtschaft zugeschrieben werden. Darüber hinaus wird für eine einheitliche Gestaltung des Messstellennetzes, aber auch der Messstellendichte in allen Mitgliedsstaaten plädiert, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten. - Evaluierung EU-Nitratrichtlinie - Annex III (RENURE): Annex III der Evaluierung der NR soll der Einsatz von RENURE-Düngern berücksichtigen. Der IVA sieht Potenziale (aus Recyclingproz. stammenden DüM) als gering an. Dennoch zeigt der Gesetzesentw. die Vorteile von mineralischen DüM auf. Deren Stickstoffnutzungseffizienz (NUE) ist deutlich höher als bei Wirtschaftsdüngern u. mit 100% Anrechenbarkeit wesentlich zielgerichteter einsetzbar. Der R.-Ansatz zielt darauf ab, durch Aufbereitung die NUE von Wirtschaftsdüngern deutlich zu erhöhen u. sich an klassische Mineraldünger anzunähern. Der IVA sieht insb. im hohen, technischen, energe-tischen, finanziellen u. logistischen Aufwand unüberwindbare Hürden u. verweist zudem auf ungeklärte Fragen hinsichtlich der regulatorischen Einordnung bei der Düngegesetzgebung u. Anrechenbarkeit von Nährstoffen. - IVA fordert Technologieoffensive für klimaverträglicheren Ackerbau | Position des Industrieverbands Agrar e. V.: Der Klimawandel stellt die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Auch wenn die Landwirtschaft aktuell ihre Klimaziele erreicht, bleibt der Handlungsdruck zur CO2-Reduktion in einem komplexen natürlichen System weiter hoch. Aus Sicht des IVA werden für eine klimaverträgliche Landwirtschaft flächeneffiziente Bewirtschaftungen, landwirtschaftliches Know-how, ertragssteigernde Faktoren, die neuesten Erkenntnisse der Agrarforschung sowie alle verfügbaren Innovationen der Industrie benötigt. Der IVA fordert politische Unterstützung und Anreize, um die enormen Möglichkeiten dieser Innovationen zur Minderung von Treibhausgasen und zur Vermeidung von klimaschädlichen Flächenumwandlungen zu nutzen. - IVA-Forderung zur Bundestagswahl 2025 : Innovationsbooster für zukunftsfähige Landwirtschaft: Die Landwirtschaft steht am Scheideweg: Der kontinuierliche Verlust an Wettbewerbsfähigkeit gefährdet Betriebe und die heimische Versorgung mit Agrarprodukten zu stabilen Preisen. Die neue Bundesregierung muss die Innovationskraft der Branche mit Anreizen, einer innovationsfreundlichen Regulierung und aktiven Industriepolitik entfesseln. So können unsere Betriebe wirtschaftlich gestärkt und umweltverträglich die Ernährung sichern, die Artenvielfalt steigern und den Selbstversorgungsgrad erhöhen. - Agrarchemie ist Teil der Lösung: #WirsindTeilderLösung ist eine Kampagne des Industrieverbands Agrar. Mit dieser Initiative zeigt der Wirtschaftsverband der deutschen Agrarchemie unter anderem mit einem Schreiben an Bundestagsabgeordnete, wie die Branche zur Bewältigung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen wie Klima- und Umweltschutz sowie Ernährungssicherheit beiträgt. - IVA Politikpapier Selbstversorgung: Der Landwirtschaft gehen immer mehr Pflanzenschutzmittel verloren – mit spürbaren Folgen für die Fähigkeit zur Selbstversorgung in Deutschland. Wichtige Kulturen verlieren ihre Anbaufähigkeit, Betriebe geraten unter wirtschaftlichen Druck und Deutschlands Importabhängigkeit steigt. Zeitgleich hat die Versorgungssicherheit mit Nahrungsmitteln aus Deutschland in den letzten Jahren an politischer und gesellschaftlicher Relevanz gewonnen. Für eine Erhöhung des Selbstversorgungsgrades bei wesentlichen Kulturen fordert der IVA einen Innovationsbooster, insbesondere im europäischen und nationalen Pflanzenschutzrecht. - IVA Stellungnahme zur EU-Konsultation Food and Feed safety simplification Omnibus: Der IVA begrüßt die EU-Initiative zur Vereinfachung der Lebens- und Futtermittelregulierung. Ziel ist ein innovationsfreundlicher Zulassungsrahmen, der Sicherheit, Versorgung und Wettbewerbsfähigkeit vereint. Der IVA fordert schnellere Verfahren, klare Definitionen und sechs Reformbereiche: effizientere Wirkstoffverlängerung, rechtliche Klarheit für biologische Mittel, vereinfachte Biotechnologie-Regulierung, Förderung digitaler Landwirtschaft, Bekämpfung illegaler Produkte und vereinfachte MRL-Bewertung. Vereinfachung soll Sicherheit wahren und Innovationen fördern. - IVA Position PSM-Zulassung: Der Landwirtschaft gehen immer mehr Pflanzenschutzmittel verloren – mit spürbaren Folgen für die Fähigkeit zur Selbstversorgung in Deutschland. Um das strukturelle Problem im nationalen Pflanzenschutzmittel-Zulassungsprozess zu beheben und die Verfügbarkeit von modernen Pflanzenschutzmitteln sowie neuer Lösungen zu verbessern, schlägt der IVA eine Reform des deutschen Zulassungssystems und seiner rechtlichen Grundlagen im Pflanzenschutzgesetz vor. - IVA-Hintergrundpapier: Folgen einer Aussetzung von MFN-Zöllen & Düngemittel-CBAM: Im Kontext der Debatte um das Handelsabkommen Mercosur wird auf europäischer Ebene erwägt die Europäische Kommission die Meistbegünstigtenzölle (MFN) auf Ammoniak und Harnstoff sowie den CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) auszusetzen. Der IVA warnt vor den möglichen schwerwiegenden Folgen für Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie. - IVA-Stellungnahme: Aufschiebende Wirkung von Rechtsbehelfen Dritter (UmwRG-Novelle): Die Novelle des Umweltrechtsbehelfsgesetzes (UmwRG) setzt den Koalitionsvertrag teilweise um und zielt auf eine Straffung des Verbandsklagerechts. Der Kabinettsbeschluss vom 21.01.2026 sieht u. a. Einschränkungen der aufschiebenden Wirkung für bestimmte Infrastrukturprojekte vor. Pflanzenschutzmittel sind bislang nicht erfasst, sodass NGO-Widersprüche weiterhin automatisch Verkaufsstopps ohne behördliche Prüfung auslösen können. Der IVA begrüßt die Reformansätze, kritisiert jedoch die Ausklammerung von Pflanzenschutzmitteln. Er fordert analog zu Infrastrukturprojekten die Aufhebung der aufschiebenden Wirkung von Widersprüchen und Klagen gegen PSM-Zulassungen. - IVA Positionspapier Dünge-Industrie: Geopolitische Krisen setzen Europas Industrie und Landwirtschaft unter Druck. Europas Düngemittelindustrie kann den lokalen Dünge-Bedarf aktuell noch decken, doch einzelne Anlagen wurden bereits gedrosselt oder stillgelegt. Damit geraten nicht nur stabile Ernten unter Druck, sondern ganze Wertschöpfungsketten und die strategischen Fähigkeiten des Standorts Europa. Besonders kritisch: Wenn wir unsere vergleichsweise klimafreundliche Produktion durch Importe ersetzen, steigt der CO2-Fußabdruck. Der IVA schlägt auf nationaler und europäischer Ebene Reformen vor, um die Resilienz Europas zu stärken sowie die internationalen Abhängigkeiten zu reduzieren. - IVA-Stellungnahme "Umweltstrafrecht": Der IVA bewertet den Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU‑Umweltstrafrechtsrichtlinie als unzureichend, da der illegale Handel mit Pflanzenschutzmitteln strafrechtlich nicht ausreichend erfasst wird. Dadurch fehlen abschreckende Sanktionen und wirksame Ermittlungsinstrumente. Gefordert werden strengere Strafrahmen, eigenständige Tatbestände und frühzeitige Eingriffsmöglichkeiten zur besseren Bekämpfung organisierter Strukturen. - IVA-Position zu Düngemittelbeihilfen: Der IVA plädiert für eine zügige Umsetzung des von EU geschnürten Hilfspakets zur Förderung des Düngemitteleinkaufs aus Mitteln der Agrarreserve. Im Fokus sollten dabei die zeitlich befristete Förderung des Einkaufs von in Europa produzierten Düngemitteln stehen, um eine aus technischen Gründen notwendige kontinuierliche Produktion und gleichmäßigen Abfluss der Mengen an die Landwirtschaft sicherzustellen. Jetzt nicht produzierte Mengen senken die Verfügbarkeit im Frühjahr und verteuern die dann getätigten Einkäufe der Landwirte zusätzlich. Das schafft Versorgungssicherheit durch die heimische Düngemittelindustrie und senkt Abhängigkeiten vom volatilen Weltmarkt. Eine flächenbezogene Verteilung der bereitgestellten Mitteln lehnen wir aus Gründen der fehlenden Lenkungswirkung ab.

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