Förderung des Projekts "Schaffung von nachhaltigem Einkommen für 150 Tonga-Frauen in Binga durch Produktion und Vermarktung von Qualitätsseifen aus Jatrophaöl" durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
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Förderung des Projekts "Schaffung von nachhaltigem Einkommen für 150 Tonga-Frauen in Binga durch Produktion und Vermarktung von Qualitätsseifen aus Jatrophaöl" durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Deutscher Bundestag Drucksache 21/4775
21. Wahlperiode 18.03.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Rocco Kever, Matthias Rentzsch, Johann Martel, Denis Pauli,
Arne Raue, Kay Gottschalk, Dr. Alexander Wolf, Dr. Michael Espendiller und der
Fraktion der AfD
Förderung des Projekts „Schaffung von nachhaltigem Einkommen für 150 Tonga-
Frauen in Binga durch Produktion und Vermarktung von Qualitätsseifen aus
Jatrophaöl“ durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ) förderte von Dezember 2017 bis April 2021 das Projekt „Schaffung von
nachhaltigem Einkommen für 150 Tonga-Frauen in Binga durch Produktion
und Vermarktung von Qualitätsseifen aus Jatrophaöl“ (IATI-Maßnahmen-ID
[IATI = International Aid Transparency Initiative]: DE-1-201706019-2149) mit
einem Zuschuss von 230 721,75 Euro, der vollständig ausgezahlt wurde (vgl.
www.transparenzportal.bund.de/de/detailsuche/DE-1-201706019-2149?countr
y=ZW&title=150). Zuwendungsempfänger war Engagement Global gGmbH,
Umsetzungspartner Welthaus Bielefeld e. V. (a. a. O.). Das Projekt war dem
Sektor Industrie/Entwicklung von Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU)
zugeordnet (100 Prozent) und zielte auf SDG 1 (SDG = Sustainable
Development Goals; Keine Armut) sowie Gleichberechtigung der Geschlechter ab
(a. a. O.).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche detaillierte Aufschlüsselung der ausgezahlten 230 721,75 Euro
liegt der Bundesregierung vor, differenziert nach Kosten für die
Projektumsetzung vor Ort in Binga, Simbabwe (z. B. Produktionsaufbau,
Schulungen, Vermarktung, Jatropha-Anbau) und Kosten in Deutschland (z. B.
Verwaltung, Personal, Reisen bei Engagement Global und Welthaus
Bielefeld; vgl. Vorbemerkung der Fragesteller; bitte tabellarisch und prozentual
angeben)?
2. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung die
Verwaltungskosten (einschließlich Personalkosten, Bürokosten, Reisekosten) der
Zuwendungsempfänger und Umsetzungspartner in Deutschland, und wie werden
diese im Detail begründet (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
3. Welcher Anteil der Mittel floss nach Kenntnis der Bundesregierung direkt
an die 150 Tonga-Frauen oder lokalen Strukturen in Binga, und welcher
Anteil blieb bei den deutschen Partnern (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
4. Wie viele der 150 Tonga-Frauen erzielten nach Kenntnis der
Bundesregierung nach Projektende nachhaltiges Einkommen durch die
Seifenproduktion und Seifenvermarktung, und wie hoch war das durchschnittliche
monatliche Einkommen pro Frau (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
5. Welche konkreten Ergebnisse wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
bis zum Projektende April 2021 erzielt, und wie wurden diese gemessen
(vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
6. Wie wurde nach Kenntnis der Bundesregierung die Nachhaltigkeit des
Projekts (z. B. Fortbestand der Seifenproduktion, Einkommensquelle,
Jatropha-Anbau) nach dem April 2021 sichergestellt, und wer trägt die
Folgekosten (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
7. Welche Risikoanalysen zu lokalen Herausforderungen (z. B.
Marktzugang) wurden nach Kenntnis der Bundesregierung vor dem Projektstart
durchgeführt, und welche präventiven Maßnahmen resultierten daraus
(vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
8. Warum wurde – nach Kenntnis der Fragesteller – auf eine unabhängige
Evaluierung verzichtet, und plant die Bundesregierung eine nachträgliche
Evaluierung zur Prüfung der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
9. Welche Rückmeldungen der 150 Tonga-Frauen oder lokalen Partner in
Binga zu dem Projekt liegen der Bundesregierung ggf. vor, und wie wurde
eventuelle Kritik adressiert (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
10. Wie bewertet die Bundesregierung die Effizienz der Mittelverwendung im
Vergleich zu ähnlichen Einkommensschaffungsprojekten für Frauen in
Afrika (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
Berlin, den 9. März 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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