Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung "Theater als Methode zur Bewusstseins- und Verhaltensänderung im Hinblick auf die Förderung reproduktiver und sexueller Gesundheit bei SchülerInnen" (IATI-Maßnahmen-ID: DE-1-201774942)
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Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung "Theater als Methode zur Bewusstseins- und Verhaltensänderung im Hinblick auf die Förderung reproduktiver und sexueller Gesundheit bei SchülerInnen" (IATI-Maßnahmen-ID: DE-1-201774942)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/5994
21. Wahlperiode 19.05.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Rocco Kever, Matthias Rentzsch, Denis Pauli, Johann Martel,
Dr. Michael Espendiller und der Fraktion der AfD
Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung „Theater als Methode zur Bewusstseins- und Verhaltensänderung
im Hinblick auf die Förderung reproduktiver und sexueller Gesundheit bei
SchülerInnen“ (IATI-Maßnahmen-ID: DE‑1‑201774942)
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ) hat das Projekt mit der IATI (International Aid Transparency Initiative)-
Maßnahmen-ID DE‑1‑201774942 mit dem Titel „Theater als Methode zur
Bewusstseins- und Verhaltensänderung im Hinblick auf die Förderung
reproduktiver und sexueller Gesundheit bei SchülerInnen“ gefördert (www.transpare
nzportal.bund.de/de/detailsuche/DE-1-201774942). Die Maßnahme wurde von
der Durchführungsorganisation EZE – Evangelische Zentralstelle für globale
Entwicklung e. V. umgesetzt. Sie lief vom 1. August 2017 bis zum 31.
Dezember 2020 in Simbabwe und hatte ein Finanzierungsvolumen von
344 452,50 Euro, das vollständig ausgezahlt wurde (a. a. O.).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche fachlichen Kriterien führten zur Auswahl von Theater als primärer
Methode für dieses Gesundheitsprojekt, und welche spezifischen
Wirkungsziele wurden damit gegenüber klassischen Aufklärungsformaten
verfolgt (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
2. Welche konkreten theaterpädagogischen Maßnahmen und
Einzelaktivitäten wurden im Rahmen des Budgets von rund 344 000 Euro in Simbabwe
umgesetzt (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
3. Wie viele Schülerinnen und Schüler an wie vielen Schulen wurden durch
die Aufführungen und Workshops im Projektzeitraum nachweislich
erreicht (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
4. Welche lokalen Partnerorganisationen oder Theatergruppen in Simbabwe
waren operativ an der Durchführung beteiligt, und nach welchen
Standards erfolgte deren Auswahl (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
5. Wie schlüsseln sich die Gesamtkosten von 344 452,50 Euro nach den
Posten Stückentwicklung, Aufführungshonorare, Reisekosten,
Schulungsmaterialien sowie administrative Overhead-Kosten der EZE auf (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
6. Welche wissenschaftlichen Indikatoren und Erhebungsmethoden wurden
genutzt, um die angestrebte „Bewusstseins- und Verhaltensänderung“ bei
der Zielgruppe objektiv messbar zu machen (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
7. Liegt der Bundesregierung ein abschließender Verwendungsnachweis vor,
der die zweckentsprechende Verwendung der Mittel im Sinne der
haushaltsrechtlichen Vorgaben bestätigt (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
8. Wurde das Projekt nach Ende der Laufzeit im Dezember 2020 einer
unabhängigen externen Evaluierung unterzogen, und wenn ja, welche zentralen
Erkenntnisse lieferte diese (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
9. In welcher Form wurde die Nachhaltigkeit der erzielten Ergebnisse
sichergestellt, um zu verhindern, dass die Wirkung nach Ende der
Theateraufführungen nachlässt (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
10. Inwieweit waren staatliche simbabwische Stellen (z. B. Bildungs- oder
Gesundheitsministerium) in die inhaltliche Gestaltung der Theaterstücke
eingebunden (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
11. Welchen unmittelbaren Beitrag leistet die Durchführung von
Theaterstücken zur Erreichung der Kernziele der deutschen Entwicklungspolitik in
Simbabwe, und wie begründet die Bundesregierung die Finanzierung
solcher kulturellen Ansätze gegenüber direktinvestiven Maßnahmen im
Gesundheitssystem (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
12. Wie hoch war die Vergütung für die beteiligten lokalen Akteure im
Verhältnis zu den administrativen Kosten der deutschen
Durchführungsorganisation (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
13. Aus welchem Haushaltstitel des Einzelplans 23 wurden die Mittel für
dieses spezifische Vorhaben bereitgestellt (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
14. Gab es während der Laufzeit, insbesondere im Kontext der COVID‑19-
Pandemie im Jahr 2020, wesentliche Abweichungen vom ursprünglichen
Durchführungsplan (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
15. Wie beurteilt die Bundesregierung rückblickend die Kosten-Nutzen-
Relation dieses Projekts im Vergleich zu anderen Maßnahmen der
Gesundheitsförderung in der Region (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
16. Inwieweit stellte das BMZ sicher, dass die vermittelten Inhalte zur
sexuellen Gesundheit weltanschaulich neutral waren, und welchen Einfluss
hatten die religiösen Leitbilder der Evangelischen Zentralstelle für globale
Entwicklung (EZE) auf die Gestaltung der Theaterstücke (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
17. Werden die im Rahmen des Projekts entwickelten Skripte und
pädagogischen Konzepte über das Projektende hinaus durch lokale Institutionen in
Simbabwe weitergenutzt, und wenn ja, in welcher Form (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
18. Wie hoch war die durchschnittliche Gage für die simbabwischen
Theaterdarsteller pro Aufführung, und in welchem Verhältnis stand diese zu den
für das deutsche Projektpersonal aufgewendeten Tagessätzen (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
Berlin, den 12. Mai 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333
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