Reale Wertentwicklung von Pflegeversicherungsleistungen (Antwort zu Drs. 21/3799)
Text
Reale Wertentwicklung von Pflegeversicherungsleistungen (Antwort zu Drs. 21/3799)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/4070
21. Wahlperiode 09.02.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Evelyn Schötz, Nicole Gohlke,
Dr. Michael Arndt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke
– Drucksache 21/3799 –
Reale Wertentwicklung von Pflegeversicherungsleistungen
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Mit dem „Zukunftspakt Pflege“ plant die Bundesregierung ein umfassendes
Reformvorhaben im Bereich der sozialen Pflegeversicherung (SPV). Die
letzte grundlegende Reform der Langzeitpflege erfolgte durch die
Pflegestärkungsgesetze I bis III in den Jahren von 2015 bis 2017. Diese führten unter
anderem einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff ein, der bis heute die
Grundlage für die Leistungsgewährung bildet.
Ein zentrales Ziel bei der Einführung der sozialen Pflegeversicherung im Jahr
1995 war die Entlastung der kommunalen Sozialhaushalte durch Reduzierung
der Ausgaben für Hilfe zur Pflege nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch
(SGB XII). Die aktuelle Entwicklung der Hilfe-zur-Pflege-Quote gibt jedoch
Anlass zur Besorgnis. Nach den Daten des Verbands der Ersatzkassen (vdek)
ist ein Anstieg zu verzeichnen (www.vdek.com/presse/daten/f_pflegeversicher
ung.html), der darauf hindeutet, dass die Leistungen der Pflegeversicherung
zunehmend nicht mehr ausreichen, um den tatsächlichen Pflegebedarf
abzudecken.
In der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der
fragestellenden Fraktion zur Situation pflegender An- und Zugehöriger (Antwort zu
Frage 37 auf Bundestagsdrucksache 21/2317) wurde deutlich, dass das
Pflegegeld in allen Pflegegraden trotz nominaler Erhöhungen inflationsbereinigt
2025 bereits knapp 15 Prozent an Wert gegenüber 2017 verloren hat. Diese
Entwicklung wirft die Fragen auf, inwieweit auch andere Leistungen der
Pflegeversicherung von einer realen Entwertung betroffen sind und welche
Auswirkungen dies auf Pflegebedürftige, pflegende Angehörige sowie die
Sozialsysteme hat.
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Mit Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs zum 1. Januar 2017
wurden nicht nur sämtliche Leistungen der Pflegeversicherung insbesondere im
Bereich der häuslichen Pflege deutlich angehoben; gleichzeitig konnte damit
auch der Kreis der Anspruchsberechtigten und damit auch der
Leistungsbeziehenden erheblich ausgeweitet werden.
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit
vom 9. Februar 2026 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Seit Einführung der Pflegeversicherung konnte die Inanspruchnahme der
Sozialhilfe durch pflegebedürftige Menschen erheblich reduziert werden. Im Jahr
2024 bezogen nur rund 5,6 Prozent aller Pflegebedürftigen Hilfe zur Pflege. In
der vollstationären Pflege allein oszillierte der Anteil der Beziehenden von
Hilfe zur Pflege in den letzten Jahren bei einem Drittel; vor Einführung der
Pflegeversicherung belief sich dieser Wert auf rund 70 Prozent. Vor Einführung der
Pflegeversicherung beliefen sich die Ausgaben der Sozialhilfeträger für die
Hilfe zur Pflege auf – in damaligen Preisen – rund 9,1 Mrd. Euro, im Jahr 2024
beliefen sie sich hingegen auf – in heutigen Preisen – nur rund 5,3 Mrd. Euro.
1. Wie hat sich in der häuslichen Pflege der Sachleistungsbetrag in den
unterschiedlichen Pflegegraden seit Bestehen der Pflegegrade 2017
inflationsbereinigt entwickelt (bitte nominale und inflationsbereinigte Beträge für
jedes Jahr angeben)?
Die Leistungen der Pflegeversicherung im Bereich der häuslichen Pflege – und
damit auch die Sachleistungsbeträge – wurden bereits mit den
Pflegestärkungsgesetzen I und II in den Jahren 2015 und 2017 umfassend ausgeweitet und
erheblich angehoben. Seit dem Jahr 2017 haben sich die ambulanten
Sachleistungsbeträge in den unterschiedlichen Pflegegraden (PG) nominal sowie
kaufkraftbereinigt wie folgt entwickelt.
Leistungsbeträge
nominal im Jahr
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 689 1.298 1.612 1.995
2018 689 1.298 1.612 1.995
2019 689 1.298 1.612 1.995
2020 689 1.298 1.612 1.995
2021 689 1.298 1.612 1.995
2022 724 1.363 1.693 2.095
2023 724 1.363 1.693 2.095
2024 761 1.432 1.778 2.200
2025 796 1.497 1.859 2.299
Leistungsbeträge
kaufkraftbereinigt
im Jahr
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 689 1.298 1.612 1.995
2018 677 1.275 1.583 1.959
2019 667 1.256 1.560 1.931
2020 664 1.250 1.552 1.921
2021 642 1.210 1.502 1.859
2022 630 1.185 1.472 1.822
2023 589 1.109 1.377 1.704
2024 609 1.146 1.423 1.760
2025 626 1.177 1.462 1.808
2. Wie hat sich der Zuschlag für Leistungen in ambulant betreuten
Wohngruppen seit Bestehen der Pflegegrade 2017 inflationsbereinigt entwickelt
(bitte nominale und inflationsbereinigte Beträge für jedes Jahr angeben)?
Seit dem Jahr 2017 hat sich der Zuschlag für Leistungen in ambulant betreuten
Wohngruppen nominal sowie kaufkraftbereinigt wie folgt entwickelt.
Zuschläge
nominal im Jahr
PG1
in Euro
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 214 214 214 214 214
2018 214 214 214 214 214
2019 214 214 214 214 214
2020 214 214 214 214 214
2021 214 214 214 214 214
2022 214 214 214 214 214
2023 214 214 214 214 214
2024 214 214 214 214 214
2025 224 224 224 224 224
Zuschläge
kaufkraftbereinigt
im Jahr
PG1
in Euro
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 214 214 214 214 214
2018 210 210 210 210 210
2019 207 207 207 207 207
2020 206 206 206 206 206
2021 199 199 199 199 199
2022 185 185 185 185 185
2023 172 172 172 172 172
2024 167 167 167 167 167
2025 173 173 173 173 173
3. Wie hat sich der Entlastungsbetrag seit Bestehen der Pflegegrade 2017
inflationsbereinigt entwickelt (bitte nominale und inflationsbereinigte
Beträge für jedes Jahr angeben)?
Vor dem Ersten Pflegestärkungsgesetz (PSG I) konnte der damalige Anspruch
nach § 45b des Elften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XI) auf sogenannte
Zusätzliche Betreuungsleistungen allein durch Versicherte mit erheblich
eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne des § 45a SGB XI alter Fassung in
Anspruch genommen werden. Mit dem PSG I erfolgt eine Ausweitung des
Anspruchs auf den Grundbetrag nach § 45b SGB XI auch auf rein somatisch
beeinträchtigte Versicherte ab Pflegestufe I und die Leistung wurde inhaltlich zum
Anspruch auf Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen. Mit dem
Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) wurde der Anspruch auf die Leistung
nach § 45b SGB XI neuer Fassung dann auf alle Pflegebedürftigen ab dem
Pflegegrad 1 ausgeweitet und die Leistung zum Entlastungsbetrag.
Seit dem Jahr 2017 hat sich der Entlastungsbetrag in den unterschiedlichen
Pflegegraden nominal sowie kaufkraftbereinigt wie folgt entwickelt.
Leistungsbeträge
nominal im Jahr
PG1
in Euro
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 125 125 125 125 125
2018 125 125 125 125 125
2019 125 125 125 125 125
2020 125 125 125 125 125
2021 125 125 125 125 125
2022 125 125 125 125 125
2023 125 125 125 125 125
2024 125 125 125 125 125
2025 131 131 131 131 131
Leistungsbeträge
kaufkraftbereinigt
im Jahr
PG1
in Euro
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 125 125 125 125 125
2018 123 123 123 123 123
2019 121 121 121 121 121
2020 120 120 120 120 120
2021 117 117 117 117 117
2022 108 108 108 108 108
2023 101 101 101 101 101
2024 98 98 98 98 98
2025 101 101 101 101 101
4. Wie haben sich die addierten Beträge für Verhinderungs- und
Kurzzeitpflege in den unterschiedlichen Pflegegraden seit Bestehen der
Pflegegrade 2017 inflationsbereinigt entwickelt (bitte nominale und
inflationsbereinigte Beträge für jedes Jahr angeben)?
Die Ansprüche auf Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege bzw. seit dem
1. Juli 2025 auf den Gemeinsamen Jahresbetrag für Verhinderungspflege und
Kurzzeitpflege stehen Pflegebedürftigen der Pflegegrade 2 bis 5 jeweils in
einheitlicher Höhe zur Verfügung.
Seit dem Jahr 2017 haben sich die addierten Leistungsbeträge für Kurzzeit- und
Verhinderungspflege nominal sowie kaufkraftbereinigt wie folgt entwickelt.
Leistungsbeträge
nominal im Jahr
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 3.224 3.224 3.224 3.224
2018 3.224 3.224 3.224 3.224
2019 3.224 3.224 3.224 3.224
2020 3.224 3.224 3.224 3.224
2021 3.224 3.224 3.224 3.224
2022 3.386 3.386 3.386 3.386
2023 3.386 3.386 3.386 3.386
2024 3.386 3.386 3.386 3.386
2025 3.539 3.539 3.539 3.539
Leistungsbeträge
kaufkraftbereinigt
im Jahr
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 3.224 3.224 3.224 3.224
2018 3.166 3.166 3.166 3.166
2019 3.121 3.121 3.121 3.121
2020 3.105 3.105 3.105 3.105
2021 3.005 3.005 3.005 3.005
2022 2.944 2.944 2.944 2.944
2023 2.754 2.754 2.754 2.754
2024 2.683 2.683 2.683 2.683
2025 2.761 2.761 2.761 2.761
5. Wie haben sich die Beträge für die teilstationäre Tages- und Nachtpflege
seit Bestehen der Pflegegrade 2017 inflationsbereinigt entwickelt (bitte
nominale und inflationsbereinigte Beträge für jedes Jahr angeben)?
Seit dem Jahr 2017 haben sich die Leistungsbeträge für Tages- und Nachtpflege
in den unterschiedlichen Pflegegraden nominal sowie kaufkraftbereinigt wie
folgt entwickelt.
Leistungsbeträge
nominal im Jahr
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 689 1.298 1.612 1.995
2018 689 1.298 1.612 1.995
2019 689 1.298 1.612 1.995
2020 689 1.298 1.612 1.995
2021 689 1.298 1.612 1.995
2022 689 1.298 1.612 1.995
2023 689 1.298 1.612 1.995
2024 689 1.298 1.612 1.995
2025 721 1.357 1.685 2.085
Leistungsbeträge
kaufkraftbereinigt
im Jahr
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 689 1.298 1.612 1.995
2018 677 1.275 1.583 1.959
2019 667 1.256 1.560 1.931
2020 664 1.250 1.552 1.921
2021 642 1.210 1.502 1.859
2022 595 1.120 1.391 1.722
2023 554 1.044 1.296 1.604
2024 539 1.015 1.261 1.560
2025 556 1.047 1.300 1.608
6. Wie haben sich die Pauschalen für die vollstationäre Pflege seit Bestehen
der Pflegegrade 2017 inflationsbereinigt entwickelt (bitte nominale und
inflationsbereinigte Beträge für jedes Jahr angeben)?
Seit dem Jahr 2017 haben sich die Leistungsbeträge für vollstationäre Pflege
nach § 43 SGB XI in den unterschiedlichen Pflegegraden nominal sowie
kaufkraftbereinigt wie folgt entwickelt.
Leistungsbeträge
nominal im Jahr
PG1
in Euro
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 125 770 1.262 1.775 2.005
2018 125 770 1.262 1.775 2.005
2019 125 770 1.262 1.775 2.005
2020 125 770 1.262 1.775 2.005
2021 125 770 1.262 1.775 2.005
2022 125 770 1.262 1.775 2.005
2023 125 770 1.262 1.775 2.005
2024 125 770 1.262 1.775 2.005
2025 131 805 1.319 1.855 2.096
Leistungsbeträge
kaufkraftbereinigt
im Jahr
PG1
in Euro
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 125 770 1.262 1.775 2.005
2018 123 756 1.239 1.743 1.969
2019 121 745 1.222 1.718 1.941
2020 120 742 1.215 1.709 1.931
2021 117 718 1.176 1.654 1.869
2022 108 665 1.089 1.532 1.730
2023 101 619 1.015 1.427 1.612
2024 98 602 987 1.388 1.568
2025 101 621 1.017 1.431 1.617
Seit dem Jahr 2022 regelt § 43c SGB XI (Begrenzung des Eigenanteils an den
pflegebedingten Aufwendungen) im stationären Bereich der Langzeitpflege,
dass der einrichtungseinheitliche Eigenanteil der Pflegebedürftigen sowie
finanzielle Auswirkungen der Tariftreueregelung reduziert werden. Zum 1.
Januar 2024 wurden diese prozentualen Zuschläge auf Basis des
Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetzes (PUEG) um weitere 5 bis 10 Prozentpunkte –
je nach Verweildauer – erhöht. Bei einer Verweildauer von bis zu 12 Monaten
wird ein Leistungszuschlag von 15 Prozent gewährt. Nach zwölf Monaten
vollstationärer Pflege greift eine finanzielle Entlastung von 30 Prozent, nach
24 Monaten vollstationärer Pflege von 50 Prozent und nach 36 Monaten
vollstationärer Pflege von 75 Prozent. Diese Leistungszuschläge beziehen sich auf
die Pflege in vollstationären Einrichtungen nach § 43 SGB XI und werden
zusätzlich zu dem nach Pflegegraden differenzierten Leistungsbetrag gezahlt, so
dass dessen alleinige Betrachtung keine Aussage über die Leistungen der SPV
im vollstationären Bereich zulässt.
7. Wie hat sich der Höchstsatz für die Pflegeaufwendungen von Menschen
mit Behinderung in vollstationären Einrichtungen oder in Räumlichkeiten
i. S. d. § 43a des Elften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XI) seit Bestehen
der Pflegegrade 2017 inflationsbereinigt entwickelt (bitte nominale und
inflationsbereinigte Beträge für jedes Jahr angeben)?
Eingangs ist darauf hinzuweisen, dass flankierend zur Regelung in § 43a
SGB XI zugleich in § 103 Absatz 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch
(SGB IX) geregelt ist, dass die Eingliederungshilfe (EGH) in den genannten
Einrichtungen und Räumlichkeiten auch die notwendige Pflege umfasst. Damit
wird sichergestellt, dass die pflegebedürftigen Menschen in den genannten
Einrichtungen und Räumlichkeiten die notwendigen pflegerischen Leistungen
zusammen mit den Leistungen der EGH aus einer Hand erhalten. Mit einer
Änderung des pauschalen Betrags ändert sich daher nichts an der tatsächlichen
Versorgung der pflegebedürftigen Menschen.
Die Pflegeversicherung übernimmt für Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5
gemäß § 43a SGB XI Aufwendungen in Höhe von 15 Prozent der nach Teil 2
Kapitel 8 des SGB IX vereinbarten Vergütung, maximal aber einen
monatlichen Höchstbetrag.
Seit dem Jahr 2017 hat sich dieser Höchstsatz der Pauschalleistung für die
Pflegeaufwendungen von Menschen mit Behinderungen in vollstationären
Einrichtungen bzw. entsprechenden Räumlichkeiten nominal sowie kaufkraftbereinigt
wie folgt entwickelt.
Höchstsätze
nominal im Jahr
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 266 266 266 266
2018 266 266 266 266
2019 266 266 266 266
2020 266 266 266 266
2021 266 266 266 266
2022 266 266 266 266
2023 266 266 266 266
2024 266 266 266 266
2025 278 278 278 278
Höchstsätze
kaufkraftbereinigt
im Jahr
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 266 266 266 266
2018 261 261 261 261
2019 257 257 257 257
2020 256 256 256 256
2021 248 248 248 248
2022 230 230 230 230
2023 214 214 214 214
2024 208 208 208 208
2025 214 214 214 214
8. Wie hat sich die Pauschale für Pflegehilfsmittel, die zum Verbrauch
bestimmt sind, seit Bestehen der Pflegegrade 2017 inflationsbereinigt
entwickelt (bitte nominale und inflationsbereinigte Beträge für jedes Jahr
angeben)?
Seit dem Jahr 2017 hat sich die Pauschale für Pflegehilfsmittel, die zum
Verbrauch bestimmt sind, nominal sowie kaufkraftbereinigt wie folgt entwickelt.
Während der Corona-Pandemie wurde die Pauschale von April 2020 bis Ende
2021 vorübergehend auf 60 Euro erhöht.
Pauschalen
nominal im Jahr
PG1
in Euro
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 40 40 40 40 40
2018 40 40 40 40 40
2019 40 40 40 40 40
01.01.–31.03.2020 40 40 40 40 40
01.04.–31.12.2020 60 60 60 60 60
2021 60 60 60 60 60
2022 40 40 40 40 40
2023 40 40 40 40 40
2024 40 40 40 40 40
2025 42 42 42 42 42
Pauschalen
kaufkraftbereinigt
im Jahr
PG1
in Euro
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 40 40 40 40 40
2018 39 39 39 39 39
2019 39 39 39 39 39
1.1.–31.3.2020 39 39 39 39 39
1.4.–31.12.2020 59 59 59 59 59
2021 57 57 57 57 57
2022 41 41 41 41 41
2023 39 39 39 39 39
2024 38 38 38 38 38
2025 39 39 39 39 39
9. Wie hat sich der Zuschuss zu Maßnahmen zur Verbesserung des
Wohnumfelds seit Bestehen der Pflegegrade 2017 inflationsbereinigt entwickelt
(bitte nominale und inflationsbereinigte Beträge für jedes Jahr angeben)?
Der Zuschuss der Pflegekasse für Maßnahmen zur Verbesserung des
individuellen Wohnumfelds wurde zum 1. Januar 2015 mit dem Pflegestärkungsgesetz I
überproportional von bis zu 2 557 auf bis zu 4 000 Euro je Maßnahme für
Pflegebedürftige (Pflegegrad 1–5) erhöht, um die häusliche Pflege zu ermöglichen
oder erheblich zu erleichtern.
Seit dem Jahr 2017 hat sich der Zuschuss zu Maßnahmen zur Verbesserung des
Wohnumfelds nominal sowie kaufkraftbereinigt wie folgt entwickelt.
Zuschüsse
nominal im Jahr
PG1
in Euro
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 4.000 4.000 4.000 4.000 4.000
2018 4.000 4.000 4.000 4.000 4.000
2019 4.000 4.000 4.000 4.000 4.000
2020 4.000 4.000 4.000 4.000 4.000
2021 4.000 4.000 4.000 4.000 4.000
2022 4.000 4.000 4.000 4.000 4.000
2023 4.000 4.000 4.000 4.000 4.000
2024 4.000 4.000 4.000 4.000 4.000
2025 4.180 4.180 4.180 4.180 4.180
Zuschüsse
kaufkraftbereinigt
im Jahr
PG1
in Euro
PG2
in Euro
PG3
in Euro
PG4
in Euro
PG5
in Euro
2017 4.000 4.000 4.000 4.000 4.000
2018 3.928 3.928 3.928 3.928 3.928
2019 3.872 3.872 3.872 3.872 3.872
2020 3.852 3.852 3.852 3.852 3.852
2021 3.728 3.728 3.728 3.728 3.728
2022 3.452 3.452 3.452 3.452 3.452
2023 3.216 3.216 3.216 3.216 3.216
2024 3.128 3.128 3.128 3.128 3.128
2025 3.224 3.224 3.224 3.224 3.224
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ISSN 0722-8333
Relationen
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- part_of_vorgang → Reale Wertentwicklung von Pflegeversicherungsleistungen (Antwort)