Ressourcen- und Umweltbelastung durch Migration
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Ressourcen- und Umweltbelastung durch Migration
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/3220
21. Wahlperiode 11.12.2025
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Dr. Ingo Hahn, Udo Theodor Hemmelgarn, Thomas Korell,
Martina Uhr und der Fraktion der AfD
Ressourcen- und Umweltbelastung durch Migration
Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, die Ressourcen- und Umweltbelastung,
insbesondere den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen, zu senken.
Gleichzeitig nimmt Deutschland seit Jahren in erheblichem Umfang Migranten
aus Staaten wie Afghanistan, Syrien und Irak auf, in denen die
durchschnittliche Ressourcen- und Umweltbelastung deutlich niedriger ist als in
Deutschland. Mit einer Übersiedlung nach Deutschland ist regelmäßig eine Anpassung
des Lebensstils an das hiesige Niveau verbunden, was zu einem Anstieg der
individuellen Ressourcen- und Umweltbelastung führt (vgl. https://pmc.ncbi.nl
m.nih.gov/articles/PMC8489703/). Vor diesem Hintergrund stellen sich den
Fragestellern insbesondere Fragen dazu, inwieweit die Bundesregierung diesen
Umstand bei ihrer Migrationspolitik berücksichtigt, welche Daten und
Prognosen ihr hierzu vorliegen und welche Maßnahmen sie trifft, um die durch
Migration entstehenden zusätzlichen Belastungen auszugleichen.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse zur durchschnittlichen
Ressourcen- und Umweltbelastung (einschließlich Energieverbrauch und
CO2-Emissionen) der Bevölkerung in Afghanistan, Syrien und Irak vor,
wenn ja, welche, und wie stellen sich diese Werte im Vergleich zur
Bevölkerung in Deutschland dar (bitte nach absoluten Werten und pro Kopf,
Zeitreihe seit 2015, getrennt nach Energieverbrauch, CO2-Emissionen und
weiteren Ressourcenkennziffern angeben)?
2. Berücksichtigt die Bundesregierung bei ihrer Migrationspolitik, dass
Migration aus Staaten mit vergleichsweise niedriger durchschnittlicher
Ressourcen- und Umweltbelastung (einschließlich Energieverbrauch und
CO2-Emissionen) wie etwa Afghanistan, Syrien oder Irak nach Deutschland
zu einem Anstieg derselben führt, und wenn ja, inwieweit (bitte angeben,
ob und ggf. wie dieser Aspekt in die Entscheidungsgrundlagen der
Bundesregierung einfließt), und wenn nein, warum nicht?
3. Hat sich die Bundesregierung zu internationalen Studien, die einen
deutlichen Anstieg der Ressourcen- und Umweltbelastung (einschließlich
Energieverbrauch und CO2-Emissionen) nach Migration in wohlhabendere
Staaten feststellen (z. B. PLOS ONE, „International migration is associated with
an increase in global CO2 emissions“, https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/
PMC8489703/) eine eigene Auffassung erarbeitet, und wenn ja, wie lautet
diese?
4. Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung ggf. oder plant sie zu
ergreifen, um die durch Migration entstehende zusätzliche Ressourcen- und
Umweltbelastung (einschließlich Energieverbrauch und CO2-Emissionen)
zu verhindern oder auszugleichen (bitte die jeweils geplanten Maßnahmen,
Zuständigkeiten und Zielwerte angeben)?
5. Welche Prognosen liegen der Bundesregierung ggf. für die Entwicklung der
Ressourcen- und Umweltbelastung (einschließlich Energieverbrauch und
CO2-Emissionen) in Deutschland durch Migration in den kommenden
Jahren vor (bitte nach konkreten Nettozuwanderungsszenarien von z. B.
200 000, 400 000 und 600 000 Personen jährlich sowie für die
Zeithorizonte 2030, 2035 und 2040 differenzieren)?
6. Plant die Bundesregierung eine systematische Erfassung der Ressourcen-
und Umweltbelastung (einschließlich Energieverbrauch und CO2-
Emissionen) im Zusammenhang mit Migration, und wenn ja, in welcher
Form (bitte konkret zu den vorgesehenen Indikatoren, Datenquellen,
Zuständigkeiten und Erhebungsrhythmen ausführen), und wenn nein, warum
nicht?
7. Wie bewertet die Bundesregierung den Einfluss der durch Migration
bedingten Entwicklung der gesamtgesellschaftlichen Ressourcen- und
Umweltbelastung (einschließlich Energieverbrauch und CO2-Emissionen) in
Deutschland?
Berlin, den 10. Dezember 2025
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333]
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