Nationaler Aktionsplan gegen Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit und Aktivitäten der Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel
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Nationaler Aktionsplan gegen Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit und Aktivitäten der Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/1131
21. Wahlperiode 05.08.2025
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Robert Teske, Birgit Bessin, Achim Köhler, Ulrike Schielke-
Ziesing, Bernd Schuhmann, Thomas Stephan und der Fraktion der AfD
Nationaler Aktionsplan gegen Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit und
Aktivitäten der Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und
Menschenhandel
Das Bundeskabinett hat den Haushaltsentwurf der Bundesregierung für das
Jahr 2025 am 24. Juni 2025 beschlossen und im Anschluss an den Deutschen
Bundestag zur Beratung (Bundestagsdrucksache 21/500) weitergeleitet. Der
21. Deutsche Bundestag hat in seiner 19. Plenarsitzung (erste Lesung) am
Freitag, den 11. Juli 2025 den Einzelplan 11 – Bundesministerium für Arbeit
und Soziales beraten (www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw27-ha
ushaltsberatungen-ablauf-1097892; www.bundestag.de/tagesordnung?week=28
&year=2025).
Im Kapitel 1106 – „Maßnahmen des Bundes mit Beteiligung Europäischer
Fonds (ESF, EGF, EHAP) sowie sonstige internationale Angelegenheiten“ des
Einzelplanes heißt es (Bundestagsdrucksache 21/500, S. 1585):
„Durch die Ratifikation des ILO Protokolls von 2014 zum ‚Übereinkommen
über Zwangsarbeit‘ entsteht für Deutschland die Verpflichtung, das
Übereinkommen in nationale Praxis umzusetzen, d. h. insbesondere einen nationalen
Aktionsplan zur wirksamen und dauerhaften Beseitigung von Zwangs- oder
Pflichtarbeit zu entwickeln. Für die Entwicklung sowie verlässliche Umsetzung
eines solchen Aktionsplans wird u. a. die ‚Servicestelle gegen
Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel‘ weiterhin gefördert (SDG8).“
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Erkennen die neue Bundesregierung der 21. Wahlperiode (WP) und das
derzeitige Bundesministerium für Arbeit und Soziales den „Nationalen
Aktionsplan gegen Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit“, der im
Bundeskabinett am 12. Februar 2025 von der Bundesregierung der 20. WP beschlossen
wurde, an?
2. Welche Ergänzungen, Erweiterung und Streichungen beabsichtigt die
Bundesregierung ggf. am beschlossenen „Nationalen Aktionsplan gegen
Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit“ in der 21. WP vorzunehmen?
3. Wie viele Betroffene haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung in den
Jahren 2020 bis 2024 an die „Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung,
Zwangsarbeit und Menschenhandel“ gewandt (bitte einzeln für jedes Jahr
aufschlüsseln)?
4. Wie vielen Betroffenen konnte nach Kenntnis der Bundesregierung in den
Jahren 2020 bis 2024 durch die „Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung,
Zwangsarbeit und Menschenhandel“ geholfen werden (bitte einzeln für
jedes Jahr aufschlüsseln)?
5. In welchem Rahmen arbeitet die „Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung,
Zwangsarbeit und Menschenhandel“ nach Kenntnis der Bundesregierung
im Falle eines Verstoßes mit der „Nationalen Kontaktstelle für die OECD-
Leitsätze“ (NKS) zusammen, die u. a. die Einhaltung von Menschenrechten
durchsetzt?
Berlin, den 30. Juli 2025
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333]
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