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Kirchenasyl in Deutschland - Stand: 31. März 2025 (Antwort zu Drs. 21/22)

dip / drucksache 23.04.2025 · WP 21 · 21/67 · Antwort · Original ↗

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Kirchenasyl in Deutschland - Stand: 31. März 2025 (Antwort zu Drs. 21/22) [Deutscher Bundestag Drucksache 21/67 21. Wahlperiode 23.04.2025 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Brandner, Martin Hess und der Fraktion der AfD – Drucksache 21/22 – Kirchenasyl in Deutschland – Stand: 31. März 2025 V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r Mit der Kleinen Anfrage „Kirchenasyl in Deutschland – Stand: 31. Oktober 2023“ auf Bundestagsdrucksache 20/9673 wurde unter anderem erfragt, wie viele Personen sich im Zeitraum vom 1. Mai 2016 bis zum 31. Oktober 2023 für jeweils welchen Zeitraum im sogenannten Kirchenasyl befanden. Mit dieser Kleinen Anfrage sollen die bereits vorliegenden Informationen aktualisiert und ergänzt werden. 1. Wie viele Personen befanden sich nach Kenntnis der Bundesregierung im Zeitraum vom 1. Mai 2016 bis zum 31. März 2025 für jeweils welchen Zeitraum im Kirchenasyl (bitte nach Jahresscheiben und Bundesländern auflisten)? Eine Arbeitsübersicht der in das sogenannte Kirchenasyl aufgenommenen Personen geordnet nach Bundesländern wird im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) seit 1. August 2016 geführt. Die jeweilige Dauer des Aufenthalts im Kirchenasyl wird nicht erfasst. Eine Auswertung ist nur bis einschließlich Februar 2025 möglich. Für März 2025 liegen noch keine abschließenden Daten vor. Im Übrigen wird auf die nachfolgende Übersicht verwiesen. Bundesland 01.08.– 31.12.2016 (Kirchenasylfälle) 01.01.– 31.12.2017 (Kirchenasylfälle) 01.01.– 31.12.2018 (Kirchenasylfälle) 01.01.– 31.12.2019 (Personen) 01.01.– 31.12.2020 (Personen) Baden- Württemberg 8 15 23 12 5 Bayern 134 357 269 136 58 Berlin 25 113 165 69 45 Brandenburg 11 92 48 34 17 Bremen 1 13 37 48 6 Hamburg 44 98 92 52 6 Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern und für Heimat vom 23. April 2025 übermittelt. Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext. Bundesland 01.08.– 31.12.2016 (Kirchenasylfälle) 01.01.– 31.12.2017 (Kirchenasylfälle) 01.01.– 31.12.2018 (Kirchenasylfälle) 01.01.– 31.12.2019 (Personen) 01.01.– 31.12.2020 (Personen) Hessen 21 110 155 128 96 Mecklenburg- Vorpommern 12 98 67 41 24 Niedersachsen 30 87 115 69 33 Nordrhein- Westfalen 37 214 318 267 175 Rheinland-Pfalz 17 75 61 18 12 Saarland 26 40 13 3 0 Sachsen 8 31 11 10 1 Sachsen-Anhalt 12 54 35 24 10 Schleswig-Holstein 32 112 69 25 13 Thüringen 3 52 43 20 5 Gesamtergebnis 421 1 561 1 521 956 506 Bundesland 01.01.– 31.12.2021 (Personen) 01.01.– 31.12.2022 (Personen) 01.01.– 31.12.2023 (Personen) 01.01.– 31.12.2024 (Personen) 01.01.– 28.02.2025 (Personen) Baden-Württemberg 22 14 32 35 4 Bayern 173 314 406 319 68 Berlin 99 112 217 204 38 Brandenburg 31 42 55 44 11 Bremen 20 31 101 248 15 Hamburg 75 111 164 114 21 Hessen 223 238 427 482 106 Mecklenburg-Vorpommern 74 36 49 29 4 Niedersachsen 50 82 159 146 19 Nordrhein-Westfalen 327 558 769 1 028 175 Rheinland-Pfalz 18 19 61 34 4 Saarland 2 3 17 5 0 Sachsen 2 9 6 24 2 Sachsen-Anhalt 47 51 64 70 15 Schleswig-Holstein 36 85 112 84 19 Thüringen 32 58 64 100 10 Gesamtergebnis 1 231 1 763 2 703 2 966 511 2. Bei wie vielen Personen lief im Zeitraum vom 1. Mai 2016 bis zum 31. März 2025 während der Gewährung des Kirchenasyls die Überstellungsfrist ab, sodass die Bundesrepublik Deutschland zuständig für die Durchführung des Asylverfahrens wurde (bitte analog zu Frage 1 auflisten)? 4. Bei wie vielen von den in Frage 1 erfragten Personen wurde die Abschiebung durch das Kirchenasyl verhindert (bitte analog zu Frage 1 auflisten)? Die Fragen 2 und 4 werden gemeinsam beantwortet. Die Antwort kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden. Ob ein Zuständigkeitsübergang durch Ablauf der Überstellungsfrist im Rahmen der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 (Dublin-III-Verordnung) als Folge des Kirchenasyls anzusehen ist oder aus anderen Gründen eine Überstellung nicht erfolgen konnte, wird nicht erfasst. Die Erfassung der Kirchenasylfälle für die einzelnen Länder erfolgte erst ab August 2016. Die erhobene Anzahl der Kirchenasylfälle für das Jahr 2016 zu Frage 4 umfasst daher einen längeren Zeitraum und somit mehr Kirchenasylfälle als die Übersicht in der Antwort zu Frage 1. Eine Aufschlüsselung nach Personen ist erst ab 2019 möglich. Die Diskrepanz der Anzahl an Personen in der Übersicht der Antwort zu Frage 1 für die Zeiträume vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und vom 1. Januar 2025 bis zum 28. Februar 2025 ergibt sich aus dem Umstand, dass sich noch 82 Kirchenasylverfahren für insgesamt 87 Personen und 53 Kirchenasylverfahren für insgesamt 203 Personen aus den jeweiligen Zeiträumen in Bearbeitung befinden. Es handelt sich hierbei um Fälle, in denen die Überstellungsfrist noch nicht abgelaufen ist. Zeitraum Anzahl der Personen im Kirchenasyl, bei denen die Bundesrepublik zuständig wurde Anzahl der Kirchenasylfälle, bei denen die Bundesrepublik zuständig wurde 01.05.2016–31.12.2016 527 01.01.2017–31.12.2017 1 480 01.01.2018–31.12.2018 1 415 01.01.2019–31.12.2019 856 01.01.2020–31.12.2020 471 01.01.2021–31.12.2021 1 215 01.01.2022–31.12.2022 1 734 01.01.2023–31.12.2023 2 690 01.01.2024–31.12.2024 2 866 01.01.2025–28.02.2025 308 3. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung die jährlichen Kosten, die dadurch entstanden sind, dass sich die in Frage 1 erfragten Personen im Kirchenasyl befunden haben, und wer musste diese Kosten tragen (bitte analog zu Frage 1 auflisten)? Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor. Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de ISSN 0722-8333]

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