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Kirchenasyl in Deutschland - Stand: 31. Dezember 2025 (Antwort zu Drs. 21/4136)

dip / drucksache 26.02.2026 · WP 21 · 21/4398 · Antwort · Original ↗

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Kirchenasyl in Deutschland - Stand: 31. Dezember 2025 (Antwort zu Drs. 21/4136) Deutscher Bundestag Drucksache 21/4398 21. Wahlperiode 26.02.2026 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Brandner, Martin Hess und der Fraktion der AfD – Drucksache 21/4136 – Kirchenasyl in Deutschland – Stand: 31. Dezember 2025 V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r Mit der Kleinen Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/22 wurde unter anderem erfragt, wie viele Personen sich in dem Zeitraum vom 1. Mai 2016 bis zum 31. März 2025 für jeweils welchen Zeitraum im sog. Kirchenasyl befanden. Mit dieser Kleinen Anfrage sollen die bereits vorliegenden Informationen aktualisiert und ergänzt werden. 1. Wie viele Personen befanden sich nach Kenntnis der Bundesregierung in dem Zeitraum vom 1. Mai 2016 bis zum 31. Dezember 2025 für jeweils welchen Zeitraum im Kirchenasyl (bitte nach Jahresscheiben und Bundesländern auflisten)? Eine Arbeitsübersicht der Fälle des sogenannten Kirchenasyls geordnet nach Bundesländern wird im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) seit 1. August 2016 geführt. Eine Aufschlüsselung nach Personen ist erst ab 2019 möglich. Die jeweilige Dauer des Aufenthalts im Kirchenasyl wird nicht erfasst. Es wird auf die nachfolgende Übersicht verwiesen. Bundesland 01.08.– 31.12.2016 (Kirchenasylfälle) 01.01.– 31.12.2017 (Kirchenasylfälle) 01.01.– 31.12.2018 (Kirchenasylfälle) 01.01.– 31.12.2019 (Personen) 01.01.– 31.12.2020 (Personen) Baden- Württemberg 8 15 23 12 5 Bayern 134 357 269 136 58 Berlin 25 113 165 69 45 Brandenburg 11 92 48 34 17 Bremen 1 13 37 48 6 Hamburg 44 98 92 52 6 Hessen 21 110 155 128 96 Mecklenburg- Vorpommern 12 98 67 41 24 Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 26. Februar 2026 übermittelt. Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext. Bundesland 01.08.– 31.12.2016 (Kirchenasylfälle) 01.01.– 31.12.2017 (Kirchenasylfälle) 01.01.– 31.12.2018 (Kirchenasylfälle) 01.01.– 31.12.2019 (Personen) 01.01.– 31.12.2020 (Personen) Niedersachsen 30 87 115 69 33 Nordrhein- Westfalen 37 214 318 267 175 Rheinland-Pfalz 17 75 61 18 12 Saarland 26 40 13 3 0 Sachsen 8 31 11 10 1 Sachsen-Anhalt 12 54 35 24 10 Schleswig-Holstein 32 112 69 25 13 Thüringen 3 52 43 20 5 Gesamtergebnis 421 1.561 1.521 956 506 Bundesland 01.01.– 31.12.2021 (Personen) 01.01.– 31.12.2022 (Personen) 01.01.– 31.12.2023 (Personen) 01.01.– 31.12.2024 (Personen) 01.01.– 31.12.2025 (Personen) Baden- Württemberg 22 14 32 35 28 Bayern 173 314 406 319 282 Berlin 99 112 217 204 154 Brandenburg 31 42 55 44 47 Bremen 20 31 101 248 68 Hamburg 75 111 164 114 58 Hessen 223 238 427 482 345 Mecklenburg- Vorpommern 74 36 49 29 31 Niedersachsen 50 82 159 146 108 Nordrhein- Westfalen 327 558 769 1.028 854 Rheinland-Pfalz 18 19 61 34 58 Saarland 2 3 17 5 7 Sachsen 2 9 6 24 13 Sachsen-Anhalt 47 51 64 70 72 Schleswig-Holstein 36 85 112 84 46 Thüringen 32 58 64 100 83 Gesamtergebnis 1.231 1.763 2.703 2.966 2.254 2. Bei wie vielen Personen lief in dem Zeitraum vom 1. Mai 2016 bis zum 31. Dezember 2025 während der Gewährung des Kirchenasyls die Überstellungsfrist ab, sodass die Bundesrepublik Deutschland zuständig für die Durchführung des Asylverfahrens wurde (bitte wie in der Antwort zu Frage 1 auflisten)? 4. Bei wie vielen von den in Frage 1 erfragten Personen wurde die Abschiebung durch das Kirchenasyl verhindert (bitte wie in der Antwort zu Frage 1 auflisten)? Die Fragen 2 und 4 werden gemeinsam beantwortet. Die Antwort kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden. Ob ein Zuständigkeitsübergang durch Ablauf der Überstellungsfrist im Rahmen der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 (Dublin-III-Verordnung) als Folge des Kirchenasyls anzusehen ist oder aus anderen Gründen eine Überstellung nicht erfolgen konnte, wird nicht erfasst. Die Erfassung der Kirchenasylfälle für die einzelnen Länder erfolgte erst ab 1. August 2016. Für die Monate Mai bis Juli 2016 hat das BAMF eine manuelle Aktenauswertung vorgenommen. Die erhobene Anzahl der Kirchenasylfälle für das Jahr 2016 zu Frage 4 umfasst daher einen längeren Zeitraum und somit mehr Kirchenasylfälle als die Übersicht in der Antwort zu Frage 1. Eine Aufschlüsselung nach Personen ist erst ab 2019 möglich. Die Anzahl der Personen sind in der nachfolgenden Tabelle für die Zeiträume vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 nicht abschließend, da sich noch ein Kirchenasylverfahren für eine Person aus dem Jahr 2024 und 36 Kirchenasylverfahren für insgesamt 40 Personen aus dem Jahr 2025 in Bearbeitung befinden. Es handelt sich hierbei um Fälle, in denen die Überstellungsfrist noch nicht abgelaufen ist. Zeitraum Anzahl der Personen im Kirchenasyl, bei denen die Bundesrepublik Deutschland zuständig wurde Anzahl der Kirchenasylfälle, bei denen die Bundesrepublik Deutschland zuständig wurde 01.05.2016–31.12.2016 527 01.01.2017–31.12.2017 1.480 01.01.2018–31.12.2018 1.415 01.01.2019–31.12.2019 856 01.01.2020–31.12.2020 471 01.01.2021–31.12.2021 1.215 01.01.2022–31.12.2022 1.734 01.01.2023–31.12.2023 2.690 01.01.2024–31.12.2024 2.866 01.01.2025–31.12.2025 2.193 3. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung die jährlichen Kosten, die dadurch entstanden sind, dass sich die in Frage 1 erfragten Personen im Kirchenasyl befunden haben, und wer musste diese Kosten tragen (bitte wie in der Antwort zu Frage 1 auflisten)? Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor. Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de ISSN 0722-8333

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