Durch die Mitglieder der Bundesregierung erstattete Strafanzeigen in der 21. Legislaturperiode - Stand 31. Juli 2026 (Antwort zu Drs. 21/7641)
Text
Durch die Mitglieder der Bundesregierung erstattete Strafanzeigen in der 21. Legislaturperiode - Stand 31. Juli 2026 (Antwort zu Drs. 21/7641)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/7822
21. Wahlperiode 01.09.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Brandner,
Dr. Christoph Birghan, Thomas Fetsch, weiterer Abgeordneter und
der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/7641 –
Durch die Mitglieder der Bundesregierung erstattete Strafanzeigen in der
21. Legislaturperiode – Stand 31. Juli 2026
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Mit der Kleinen Anfrage „Durch die Mitglieder der Bundesregierung erstattete
Strafanzeigen“ (Bundestagsdrucksache 20/12694) wurde unter anderem
erfragt, wie viele Strafanzeigen seit dem 1. Januar 2014 durch ehemalige und
aktuelle Mitglieder der Bundesregierung in ihrer Funktion als solche gestellt
wurden. Mit der vorliegenden Kleinen Anfrage sollen nun die Daten für die
aktuelle Legislaturperiode erfragt werden.
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Mit Antwort vom 18. Dezember 2025 (Bundestagsdrucksache 21/3444) hat die
Bundesregierung zu der Anzahl der gestellten Strafanzeigen und dem
jeweiligen Ausgang der Ermittlungsverfahren für den Zeitraum 1. September 2024 bis
30. November 2025 bereits Stellung genommen. Daher wird die Kleine
Anfrage vom 18. August 2026 dahingehend verstanden, dass nunmehr die Anzahl
der im Zeitraum 1. Dezember 2025 bis 31. Juli 2026 erstatteten Strafanzeigen
und der jeweilige Ausgang der Ermittlungsverfahren abgefragt wird.
1. Wie viele Strafanzeigen wurden seit dem Beginn der 21. Legislaturperiode
durch ehemalige und aktuelle Mitglieder der Bundesregierung in ihrer
Funktion als solche bis zum 31. Juli 2026 gestellt (bitte nach
Straftatbeständen und Monaten sowie Mitgliedern der Bundesregierung auflisten)?
Ressort Anzahl der Strafanzeigen
Auswärtiges Amt Juli 2026
Eine Anzeige wegen aller in Betracht kommender
Delikte.
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums der Justiz und für
Verbraucherschutz vom 1. September 2026 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Ressort Anzahl der Strafanzeigen
Bundesministerium der
Verteidigung
Dezember 2025
Drei Strafanzeigen wegen des Verdachts der
Beleidigung, eine Strafanzeige wegen des Verdachts der
Belohnung und Billigung von Straftaten.
März 2026
Eine Strafanzeige wegen des Verdachts der
Beleidigung, eine Strafanzeige wegen des Verdachts des
Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger
und terroristischer Organisationen, eine Strafanzeige
wegen des Verdachts der Bedrohung.
April 2026
Eine Strafanzeige wegen des Verdachts der
Nötigung des Bundespräsidenten und von Mitgliedern
eines Verfassungsorgans, eine Strafanzeige wegen
des Verdachts der Beleidigung und Bedrohung.
Mai 2026
Zwei Strafanzeigen wegen des Verdachts der
Beleidigung.
Juni 2026
Eine Strafanzeige wegen des Verdachts der
Beleidigung, eine Strafanzeige wegen des Verdachts der
Beleidigung und Bedrohung.
Juli 2026
Eine Strafanzeige wegen des Verdachts der
Beleidigung, eine Strafanzeige wegen des Verdachts der
Bedrohung, eine Strafanzeige wegen des Verdachts
der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten und der
Beleidigung.
Bundesministerium für
Forschung, Technologie
und Raumfahrt
Juli 2026
Eine Anzeige zu den Straftatbeständen Beleidigung,
gegen Personen des politischen Lebens gerichtete
Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung sowie
Volksverhetzung.
Bundesministerium für
Bildung, Familie,
Senioren, Frauen und
Jugend
Februar 2026
Eine Anzeige.
Die übrigen Ressorts der Bundesregierung haben Fehlanzeige gemeldet.
2. In wie vielen Fällen (vgl. Frage 1) wurde nach Kenntnis der
Bundesregierung bis zum 31. Juli 2026 jeweils ein Ermittlungsverfahren eingeleitet,
und welchen Ausgang hatten diese jeweils (bitte einzeln auflisten)?
Dem Bundesministerium der Verteidigung ist ein Fall bekannt (Anzeige von
Dezember 2025 wegen des Verdachts der Beleidigung), in dem die zuständige
Staatsanwaltschaft das eingeleitete Ermittlungsverfahren eingestellt hat, da ein
Täter nicht ermittelt werden konnte.
Im Übrigen ist nicht bekannt, ob Ermittlungsverfahren zu den Strafanzeigen der
Ressorts eingeleitet wurden, und wenn ja, welchen Ausgang diese hatten.
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ISSN 0722-8333
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