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Antidiskriminierungsverband Deutschland e.V.

lobbyregister / register_entry 30.07.2024 · Original ↗

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Antidiskriminierungsverband Deutschland e.V. Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit nach Abgabenordnung Die Mitgliedsorganisationen des advd sind unabhängige zivilgesellschaftlich getragene Antidiskriminierungsberatungsstellen, d.h. sie sind in nichtstaatlicher Trägerschaft und politisch unabhängig. Die Mitglieder erkennen an, dass Diskriminierung sowohl ein strukturelles als auch ein individuelles Phänomen ist und allein durch die gesetzliche Zubilligung gleicher Rechte, wie z.B. durch das GG und das AGG, nicht behoben werden kann. Deshalb setzt sich der advd mit seiner Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit dafür ein, dass Antidiskriminierung als Querschnittsthema auf allen gesellschaftlichen Ebenen in die Praxis kommt und eine Antidiskriminierungskultur entsteht. Das bedeutet anzuerkennen, dass Diskriminierung eine gesellschaftliche Realität und eine Alltagserfahrung vieler Menschen ist, die Wahrnehmung für Würdeverletzungen und Benachteiligungen zu erhöhen und das Sprechen über Diskriminierung zu ermöglichen. Gleichzeitig geht es darum, die Handlungsfähigkeit von Betroffenen und Verantwortlichen auf persönlicher und struktureller Ebene zu stärken, um diskriminierende Praktiken und Strukturen zu bekämpfen. Konkret setzt sich der advd durch Stellungnahmen, Öffentlichkeitsarbeit, Kampagnen und Parlamentarische Frühstücke für eine flächendeckende, qualifizierte Antidiskriminierungsberatung für Betroffene von Diskriminierung, eine effektive Rechtsdurchsetzung von Diskriminierungsverboten und deren Monitoring ein, die Weiterentwicklung des (gesetzlichen) Diskriminierungsschutzes und gibt politische sowie fachliche Impulse für eine wirksame Antidiskriminierungspolitik. Interessenbereiche: Sonstiges im Bereich "Innere Sicherheit"; Sonstiges im Bereich "Recht"; Geschlechterpolitik; Opferschutz; Diversitätspolitik; Sonstiges im Bereich "Migration, Flüchtlingspolitik und Integration"; Zivilrecht; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; Sonstiges im Bereich "Gesellschaftspolitik und soziale Gruppen"; Öffentliches Recht; Sonstiges im Bereich "Gesundheit"; Rechte von Menschen mit Behinderung; EU-Gesetzgebung Regelungsvorhaben: - Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes: Der advd hat in einem breiten zivilgesellschaftlichen Konsultationsverfahren Forderungen zur Reform des AGG aufgestellt und vertritt diese gegenüber politischen Entscheidungsträger*innen. - Gesetz zur Umsetzung der Richtlinien über Standards für Gleichbehandlungsstellen: Der "Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinien über Standards für Gleichbehandlungsstellen" soll europäische Richtlinien über Standards für Gleichbehandlungsstellen umsetzen. Als Dachverband der unabhängigen Antidiskriminierungsberatungsstellen nehmen wir Stellung zur Umsetzung der EU Vorgaben ins nationale Recht mit dem Ziel den Diskriminierungsschutz zu stärken. - Aus - und Aufbau der Antidiskriminierungsberatung: Der advd setzt sich für einen flächendeckenden Aus- und Aufbau der Antidiskriminierungsberatung aus. In vielen Regionen fehlt bislang ein niedrigschwelliger Zugang zu Beratungsangeboten. Durch den bundesweiten Ausbau der Antidiskriminierungsberatung (AD-Beratung) soll sichergestellt werden, dass alle Betroffenen von Diskriminierung unabhängig von Wohnort oder Einkommen ihre Rechte wahrnehmen können. Dafür sollte der Bund gemeinsam mit den Ländern Verantwortung übernehmen und Förderprogramme (weiter) entwickeln. Ein Rechtsanspruch auf Beratung sollte dafür im AGG verankert.

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