Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs und des Asylgesetzes (Massenmigrationsbewältigungsgesetz) (Beschlussempfehlung und Bericht zu Drs. 21/5476)
Text
Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs und des Asylgesetzes (Massenmigrationsbewältigungsgesetz) (Beschlussempfehlung und Bericht zu Drs. 21/5476)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/8603
21. Wahlperiode 14.10.2026
Beschlussempfehlung und Bericht
des Innenausschusses (4. Ausschuss)
zu dem Gesetzentwurf der Abgeordneten Tobias Matthias Peterka, Fabian Jacobi,
Peter Bohnhof, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/5476 –
Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs
und des Asylgesetzes
(Massenmigrationsbewältigungsgesetz)
A. Problem
Die Fraktion der AfD bemängelt, das für die Landesregierungen in § 556d Absatz
2 Bürgerliches Gesetzbuch vorgesehene Begründungserfordernis für die
Zulässigkeit des Überschreitens der ortsüblichen Vergleichsmiete in Gebieten mit
angespanntem Wohnungsmarkt führe zu keiner Verbesserung der Wohnsituation.
Neben nachlassender Neubautätigkeit beruhe die angespannte Situation auf den
Wohnungsmärkten hauptsächlich darauf, dass den Städten und Gemeinden ohne
Berücksichtigung der konkreten Situation auf dem jeweiligen Wohnungsmarkt
und ohne Widerspruchsmöglichkeit von der jeweiligen Landesregierung
Asylsuchende zur Unterbringung zugewiesen würden.
Sie schlägt daher vor, die Vorschrift des § 556d Absatz 2 Bürgerliches Gesetzbuch
dahingehend zu ändern, ein zusätzliches Begründungserfordernis für die
Landesregierungen aufzunehmen, wenn für ein Gebiet ein „angespannter
Wohnungsmarkt“ festgestellt werden soll. Zudem soll die Regelung des § 45 AsylG um ein
kommunales Vetorecht gegen die Zuweisung von Asylantragstellern ergänzt
werden.
B. Lösung
Ablehnung des Gesetzentwurfs mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU,
SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke gegen die Stimmen der
Fraktion der AfD.
C. Alternativen
Annahme der Vorlage.
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
D. Kosten
Wurden nicht erörtert.
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Beschlussempfehlung
Der Bundestag wolle beschließen,
den Gesetzentwurf auf Drucksache 21/5476 abzulehnen.
Berlin, den 14. Oktober 2026
Der Innenausschuss
Josef Oster
Amtierender Vorsitzender
Detlef Seif
Berichterstatter
Dr. Gottfried Curio
Berichterstatter
Hakan Demir
Berichterstatter
Lukas Benner
Berichterstatter
Clara Bünger
Berichterstatterin
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Bericht der Abgeordneten Detlef Seif, Dr. Gottfried Curio, Hakan Demir, Lukas
Benner und Clara Bünger
I. Überweisung
Der Gesetzentwurf auf Drucksache 21/5476 wurde in der 74. Sitzung des Deutschen Bundestages am 23. April
2026 an den Innenausschuss federführend sowie an den Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz und den
Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen zur Mitberatung überwiesen.
II. Stellungnahmen der mitberatenden Ausschüsse
Der Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz hat in seiner 55. Sitzung am 14. Oktober 2026 mit den
Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke gegen die Stimmen der
Fraktion der AfD die Ablehnung des Antrags auf Drucksache 21/5476 empfohlen.
Der Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen hat in seiner 32. Sitzung am 14.
Oktober 2026 mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke
gegen die Stimmen der Fraktion der AfD die Ablehnung des Antrags auf Drucksache 21/5476 empfohlen.
III. Beratungsverlauf und Beratungsergebnisse im federführenden Ausschuss
Der Innenausschuss hat den Gesetzentwurf auf Drucksache 21/5476 in seiner 47. Sitzung am 14. Oktober 2026
abschließend beraten und empfiehlt die Ablehnung des Gesetzentwurfs mit den Stimmen der Fraktionen
CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke gegen die Stimmen der Fraktion der AfD.
Berlin, den 14. Oktober 2026
Detlef Seif
Berichterstatter
Dr. Gottfried Curio
Berichterstatter
Hakan Demir
Berichterstatter
Lukas Benner
Berichterstatter
Clara Bünger
Berichterstatterin
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Relationen
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