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Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) e. V.

lobbyregister / register_entry 18.08.2022 · Original ↗

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Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) e. V. Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit nach Abgabenordnung Zweck der Interessensvertretung ist es, sich in Gesetzgebungsverfahren, bei Anhörungen und in Gremien mit fachlicher Expertise einzubringen, um die Weiterentwicklung psychosozialer und psychotherapeutischer Versorgung unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Entwicklungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse konstruktiv mitzugestalten. Darüber hinaus wird das Ziel verfolgt, die Rahmenbedingungen für eine wissenschaftlich fundierte, qualitätsgesicherte und sozial gerechte psychotherapeutische Versorgung in Deutschland zu fördern und weiterzuentwickeln. Zum Zweck der Interessensvertretung werden Gespräche mit Vertreter*innen des Deutschen Bundestages zur Erläuterung von Änderungsnotwendigkeiten geführt und Stellungnahmen veröffentlicht. Interessenbereiche: Gesundheitsförderung; Berufliche Bildung; Gesundheitsversorgung Regelungsvorhaben: - Stärkung der psychotherapeutischen und psychosozialen Versorgung: Zwar sieht der Koalitionsvertrag 2025-2029 eine Anpassung der Bedarfsplanung für Kinder und Jugendliche sowie für Erwachsene im ländlichen Raum ebenso vor wie eine Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung. Die DGVT setzt sich aber dafür ein, dass diese Vorhaben auch tatsächlich im Bundestag beschlossen werden. Es soll nicht wieder – wie in der letzten Legislatur – am Ende der Legislaturperiode ungeregelt bleiben. - Diskriminierungsfreier Zugang zur Gesundheitsversorgung: Als DGVT setzen wir uns für eine offene Gesellschaft ohne Benachteiligung und Diskriminierung ein. Gesellschaftliche Strukturen sollten so verändert werden, dass ein diskriminierungsfreier Zugang zur Gesundheitsversorgung ermöglicht wird. - Mehr Gleichheit - mehr Klimaschutz - mehr psychosoziale Gesundheit: Die DGVT ist sich des Zusammenhanges zwischen der menschengemachten Klimakrise und sozialer Ungleichheit bewusst und fordert daher ganzheitliche Lösungsansätze, die sowohl die ökologischen als auch die sozialen Aspekte berücksichtigen. - Stärkung der Alkohol- und Tabakprävention: Wir als DGVT setzen uns dafür ein, dass die Alkohol- und Tabakprävention in Deutschland gestärkt und der nationale Konsum von Alkohol und Tabak gesenkt wird. Der Schutz von Jugendlichen soll verbessert werden (u.a. durch das Verbot von Lachgas und "begleitetem Trinken“). Die DGVT kritisiert starre Abstinenzpflichten als Zugangsvoraussetzung für Therapien und setzt sich für ambulante Psychotherapiekonzepte ein, die auch bei noch bestehendem Konsum (reduziertem Alkoholkonsum) greifen. - Stärkung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung für benachteiligte Patient*innen mit psychischen Erkrankungen: Die DGVT verfolgt das Ziel, den gleichberechtigten Zugang zur Gesundheitsversorgung für marginalisierte Patient*innengruppen mit psychischen Erkrankungen zu stärken und Benachteiligungen im Gesundheitswesen abzubauen. - Klare Regelungen und umfassende Schutzmechanismen bei ambulanter Zwangsbehandlung: Die DGVT warnt vor den Risiken von ambulanten Zwangsbehandlungen und fordert fundierte Strukturen für die Umsetzung einer ambulanten Zwangsmedikation zu schaffen, falls diese zulässig werden sollte. Es bedarf klarer Regelungen und umfassender Schutzmechanismen, um Missbrauch zu verhindern und das Wohl der Patient*innen zu gewährleisten. - Stärkung des Kinderschutzes: Die DGVT setzt sich für eine Stärkung des Kinderschutzes in Deutschland ein. Dazu zählen eine Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe, eine bessere Koordinierung der Leistungen für Kinder- Jugendliche und ihre Familien, flächendeckende Präventionsangebote, Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt, individuelle sozialgesetzbuchübergreifende Unterstützungsangebote für psychisch kranke Kinder und Kinder psychisch/suchterkrankter Eltern sowie eine Regulierung der Social-Media-Nutzung. Zudem wird der Ausbau von psychotherapeutische Expertise an Schulen und in der Kinder- und Jugendhilfe gefordert. - Sprachmittlung in der Psychotherapie: Wir als DGVT setzen uns für eine Aufnahme von Sprachmittlung in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung ein, denn ohne Sprachmittlung ist eine fachgerechte Beratung, Diagnostik, Aufklärung und Behandlung psychisch erkrankter Migrant*innen nicht möglich. - Stärkung, Ausbau und ausreichende Finanzierung von Suizidprävention: Die DGVT setzt sich für eine Stärkung der Suizidprävention in Deutschland ein. Die Bundesregierung hat in der letzten Legislaturperiode einen Gesetzentwurf zur Stärkung der nationalen Suizidprävention vorgelegt, das jedoch nicht beschlossen wurde. Die DGVT setzt sich für die gesetzliche Verankerung der Stärkung der Suizidprävention ein. Bezüglich der Suizidassistenz setzen wir uns dafür ein, dass eine gesetzliche Regelung für die Suizidassistenz geschaffen wird, die ein Schutzkonzept für Menschen mit Suizidgedanken umfasst. Besondere Bedeutung misst die DGVT auch hier der Stärkung der Suizidprävention bei.

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