H&M Hennes & Mauritz B.V. & Co KG
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H&M Hennes & Mauritz B.V. & Co KG
Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen
Die Public Affairs-Abteilung von H&M verfolgt zwei Ziele. Erstens setzen wir uns dafür ein, dass die Gesetzgebung in verschiedenen Ländern und Regionen positive Auswirkungen auf unser Geschäft hat und einen systemischen Wandel in der Branche bewirkt. Zweitens bringen wir eine externe Perspektive ein und erläutern, wie sich politische und geopolitische Entwicklungen auf unser Geschäft auswirken.
Wir sind davon überzeugt, dass ein gut durchdachter regulatorischer Rahmen das Potenzial hat, den dringend notwendigen Wandel in der gesamten Branche zu beschleunigen und unsere eigenen Fortschritte bei der Erreichung unserer Geschäftsziele zu unterstützen. Daher ist es wichtig, dass wir uns dafür einsetzen, dass die Gesetzgebung realistisch und umsetzbar ist und die gewünschten Ergebnisse erzielt.
Wir tun dies durch einen engen Dialog mit Behörden, politischen Entscheidungsträgern und Regierungen. Auf diese Weise können wir sicherstellen, dass die Erkenntnisse und das Wissen, das wir im Laufe der Jahre gewonnen haben, in den Gesetzgebungsprozess einfließen, und wir können den betroffenen Interessengruppen die praktischen Auswirkungen solcher Gesetze erläutern. Im Wesentlichen geht es darum, die politischen Entscheidungsträger über unsere Branche zu informieren. Wir nutzen jede Gelegenheit, um Entscheidungsprozesse, die unser Geschäft beeinflussen können, zu verfolgen und uns daran zu beteiligen. Insgesamt setzen wir uns als Unternehmen für eine Gesetzgebung ein, die zu einer effizienteren, fortschrittlicheren und nachhaltigeren Modeindustrie führt.
Interessenbereiche: Klimaschutz; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Artenschutz/Biodiversität; Entwicklungspolitik; Verbraucherschutz; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; E-Commerce; EU-Gesetzgebung; Außenwirtschaft; Handel und Dienstleistungen; Arbeitsmarkt; Wissenschaft, Forschung und Technologie
Regelungsvorhaben:
- Umsetzung der EU Waste Framework Regulation in nationale Regulierung: Die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) hat das Potenzial, die Sammlung und das Management von Alttextilien und -abfällen grundlegend zu verbessern. Die Bundesregierung soll dazu bewogen werden, sich für eine harmonisierte Ausgestaltung von EPR-Systemen einzusetzen, die Anreize für die Wiederverwendung von Produkten und Materialien schafft. Zudem sprechen wir uns für eine weiterhin zulässige Fortführung unserer Kleidersammlungen in den Geschäften aus. Die im Rahmen von EPR entstehenden Gebühren sollten Ökodesign-Kriterien widerspiegeln, die sich auf ESPR beziehen.
- Umsetzung der EU Ecodesign for Sustainable Product Regulation: Informationsanforderungen zum Rezyklatanteil auf Produktebene sollten im Rahmen der Verordnung verbindlich eingeführt werden. Diese erachten wir als praxisnah und gut umsetzbar. Ebenso begrüßen wir die Einführung von Leistungsanforderungen (Performance-Anforderungen), die im Sinne eines Portfolio-Ansatzes für den Rezyklatanteil formuliert werden. Zudem sprechen wir uns für eine verhältnismäßige und schrittweise Umsetzung der Offenlegungspflichten für besorgniserregende Stoffe (Substances of Concern, SoC) aus – vorausgesetzt, diese stehen im Einklang mit bestehenden Regelwerken wie REACH.
- EU Union Customs Code Revision: Zollverfahren sollten gestrafft und modernisiert werden. Gleichzeitig fordern wir die Digitalisierung der Zollprozesse voranzutreiben, was die Fähigkeit der Zollbehörden, den Binnenmarkt zu schützen, stärken wird. Diese Maßnahmen sollten sicherstellen, dass den Wirtschaftsbeteiligten keine unnötigen Verwaltungslasten auferlegt werden. Wir fordern, den vorgeschlagenen Zeitrahmen zu verkürzen, sofern den Unternehmen eine Vorbereitungszeit von 18 Monaten eingeräumt wird.
Relationen
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