polradar

adidas AG

lobbyregister / register_entry 25.02.2022 · Original ↗

Im Graph öffnen

Text

adidas AG Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen Mit Hauptsitz in Herzogenaurach, ist adidas ein weltweit führendes Unternehmen der Sportartikelindustrie, das weltweit 64.938 Mitarbeiter*innen beschäftigt und im Jahr 2025 einen Umsatz von 24.811 Mio. Euro erwirtschaftet. adidas setzt sich aktiv für Menschenrechte und Umweltschutz ein. Daher erfordern unsere Bedenken hinsichtlich der Verletzung von Menschenrechten und negativer Umweltauswirkungen sowie die damit verbundenen potenziellen Risiken für adidas unsere enge Zusammenarbeit mit Regierungen in vielen verschiedenen Ländern. Darüber hinaus ist adidas von verschiedenen politischen Bereichen betroffen, darunter Handel, geistiges Eigentum und Nachhaltigkeit. Wir betreiben nur nach sorgfältiger Überlegung Lobbyarbeit, um sicherzustellen, dass sie mit unseren Werten übereinstimmt. Wenn uns Veränderungen in den relevanten Politikbereichen betreffen, beteiligen wir uns am formalen Entscheidungsprozess, z. B. an Konsultationen, vor allem über unsere Branchenverbände und entsprechend unserem Fair-Play-Verhaltenskodex. Interessenbereiche: Profisport; Sonstiges im Bereich "Recht"; Urheberrecht; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Gesundheitsförderung; Breitensport; Industriepolitik; Digitalisierung; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben; Entwicklungspolitik; Klimaschutz; Außenwirtschaft; Handel und Dienstleistungen; EU-Gesetzgebung Regelungsvorhaben: - Förderung von Sport- und Bewegungsinitiativen: Wir begrüßen die Einführung einer Staatsministerposition für Sport und Ehrenamt im Kanzleramt. Sport und Bewegung sind gesellschaftliche Querschnittsaufgaben, die zu einer gesundheitlichen Prävention von nicht-übertragbaren Krankheiten, allgemeinem Wohlbefinden und mentaler Gesundheit beitragen. Auch sind sie Triebfeder gesellschaftlicher Inklusion, Teilhabe und Zusammenhalt. Wir setzen uns für die Anerkennung jener positiven Effekte von Sport und Bewegung ein sowie die Förderung gesamtgesellschaftlicher Initiativen für mehr Bewegung und Sport in Schulen, Betrieben und öffentlichen Räumen sowie einem inklusiven und barrierefreien Zugang zu Sport- und Bewegungsangeboten. - Anerkennung des Trusted Flagger Status im Rahmen des DDG: Das Digitale-Dienste-Gesetz regelt die Pflichten von Online-Diensteanbietern zur Bekämpfung illegaler Inhalte, zur Transparenz von Algorithmen und Werbung sowie zur besseren Aufsicht und Nutzerrechte im digitalen Raum. Illegale Inhalte umfassen Markenpiraterie, Produktfälschungen und Urheberrechtsverletzungen, die verlässlich von den jeweiligen Rechteinhabern identifiziert werden können. Wir setzen uns daher für eine Anerkennung von Rechteinhabern als vertrauensvolle Hinweisgeber (Trusted Flaggers) ein. - Gesetzentwurf zur Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD): Das Gesetz soll die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung in deutsches Recht überführen. Wir setzen uns für eine 1-zu-1-Umsetzung ein, ohne über die Anforderungen der Richtlinie hinauszugehen und um Wettbewerbsgleichheit sicherzustellen. - Einführung einer brancheneigenen Lösung der Erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) im Rahmen der Abfallrichtlinie: Mitgestaltung eines Ansatzes zur Umsetzung der Erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien im Rahmen der Abfallrahmenrichtlinie (WFD) – mit besonderem Blick auf die Bedürfnisse der Schuhindustrie – mit dem Ziel einer branchengerechten, wirtschaftlich umsetzbaren und ökologisch zielführenden nationalen Lösung. Umweltziele sollten gemeinsam mit der Industrie entwickelt werden und alle Akteure (Hersteller, Händler, Sammler, Sortierer und Recycler) entsprechend ihrer Kompetenz bei der Gestaltung eines Systems einbezogen werden. Zudem muss eine möglichst EU-weit harmonisierte, einfache, bürokratiearme und klar definierte Umsetzung angestrebt werden. Die verschiedenen EPR-Systeme innerhalb der EU müssen aufeinander abgestimmt sein. - Verbesserung der Öko-Design-Anforderungen im Rahmen der Öko-Design-VO (ESPR) für Textilien und Konsumtextilien: Die geplanten Anforderungen im Rahmen der ESPR für Textilien sollten schrittweise, praxisnah und umsetzbar ausgestaltet werden. Ein Einstieg über realistische Vorgaben für Öko-Design und den Digitalen Produktpass, angemessene Übergangsfristen sowie eine enge Ausarbeitung delegierter Rechtsakte gemeinsam mit der Industrie ist entscheidend. Zusätzliche Kennzeichnungspflichten sollten kritisch geprüft werden, um Überschneidungen zu vermeiden und Verbraucher nicht zu verwirren. Nur durch eine ausgewogene Balance zwischen Umweltzielen, wirtschaftlicher Tragfähigkeit und klarer Verbraucherinformation kann die ESPR einen wirksamen Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Bekleidungsindustrie leisten, ohne Innovationen zu hemmen. - Ratifizierung des EU-Indonesien-Freihandelsabkommen: Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indonesien soll den Handel zwischen beiden Regionen weitestgehend liberalisieren. Teil des Abkommens ist ein umfangreiches Kapitel zur Nachhaltigkeit. Wir setzen uns für eine zügige Ratifizierung des Abkommens ein. - Stärkung gesellschaftlicher Gesundheit durch Bewegung, aktive Mobilität und Prävention: Wir setzen uns für eine gesundheitsfördernde Politik ein, die Bewegung, Sport, aktive Mobilität, betriebliche Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung als zentrale Instrumente der Prävention stärker im gesellschaftlichen Alltag verankert. Ziel ist es, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu reduzieren, gesundheitliche Chancengleichheit zu stärken und die gesellschaftliche Teilhabe aller Generationen zu fördern. Dazu gehören die Förderung von Bewegungsangeboten in Schulen und Betrieben, die Stärkung aktiver Mobilität, der Abbau administrativer Hürden für Gesundheitsmaßnahmen, ein niedrigschwelliger und inklusiver Zugang zu Sport- und Bewegungsangeboten sowie eine ressortübergreifende Zusammenarbeit von Politik, Kommunen, Sozialversicherungsträgern, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Relationen

Keine Relationen.