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AW AlgorithmWatch gGmbH

lobbyregister / register_entry 28.02.2022 · Original ↗

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AW AlgorithmWatch gGmbH Tätigkeit: Nichtregierungsorganisation (NGO) AlgorithmWatch ist eine gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, Prozesse algorithmischer Entscheidungsfindung zu betrachten und einzuordnen, die eine gesellschaftliche Relevanz haben - die also entweder menschliche Entscheidungen vorhersagen oder vorbestimmen, oder Entscheidungen automatisiert treffen. AlgorithmWatch analysiert die Auswirkungen algorithmischer Entscheidungsfindungsprozesse auf menschliches Verhalten und zeigt ethische Konflikte auf. Als Forschungs- und Advocacy-Organisation setzt AlgorithmWatch journalistische und wissenschaftliche Recherchemethoden ein, um unter anderem die Auswirkungen von Systemen der automatisierten Entscheidungsfindung (ADM) auf Gesellschaften einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ziel der Organisation ist es, den Nutzen algorithmischer Entscheidungsfindung für das Gemeinwohl  zu maximieren. Zu diesem Zweck veröffentlicht sie Analysen, Positionspapiere, kommentiert Gesetzesvorhaben, organisiert Veranstaltungen, kooperiert mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie mit Akteuren aus Forschung und Wissenschaft und tauscht sich mit der Politik aus. Interessenbereiche: EU-Gesetzgebung; Diversitätspolitik; Kommunikations- und Informationstechnik; Massenmedien; Menschenrechte; Datenschutz und Informationssicherheit; Internetpolitik; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Öffentlicher Dienst und öffentliche Verwaltung; Digitalisierung; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Meinungs- und Pressefreiheit; Sonstiges im Bereich "Medien, Kommunikation und Informationstechnik"; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; Verwaltungstransparenz/Open Government Regelungsvorhaben: - Gemeinwohlorientierte und effektive Umsetzung der EU KI-Verordnung: Die BuReg ist gefordert, die EU Verordnung über Künstliche Intelligenz in das deutsche Recht zu überführen. AlgorithmWatch setzt sich in diesem Kontext für eine KI-Aufsicht ein, die für Menschen in Deutschland niedrigschwellig erreichbar ist sowie für ein nationales Verbot für den Einsatz biometrischer Fernidentifizierungssysteme im öffentlichen Raum. - Novellierung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG): AlgorithmWatch setzt sich dafür ein, Schutzlücken des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, insbesondere in Hinblick auf algorithmische Diskriminierung, zu schließen. - Beschäftigtendatenschutz im Kontext zunehmender algorithmischer Systeme in der Arbeitswelt stärken: AlgorithmWatch setzt sich dafür ein, konkrete Regelungen zum verbesserten Schutz von Beschäftigten zu schaffen, die sich auf verschiedene spezifische Verarbeitungssituationen beziehen und den Einzug algorithmischer Systeme in der Arbeitswelt konkret aufgreifen. - Einführung eines umfassenden KI-Transparenzregisters: AlgorithmWatch setzt sich für die Einführung eines nationalen KI-Transparenzregisters ein, in dem KI-Anwendungen der öffentlichen Hand in Deutschland aufgelistet, Risikoabschätzungen nachvollziehbar gemacht und verantwortliche Personen vermerkt werden. - Vermeidung europarechtswidriger biometrischer Überwachungsbefugnisse für Strafverfolgungsbehörden, Bundeskriminalamt und Bundespolizei: AlgorithmWatch setzt sich gegen die Verabscheidung vorgeschlagener biometrischer Überwachungsbefugnisse ein. Das betrifft die Entwürfe für §§ 10b, 39a und 63b BKA-Gesetz, § 34b BPolG, § 98d StPO. Diese Regelungen sollten gestrichen werden.

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