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Aktuelle Lage am deutschen Milchmarkt

dip / drucksache 03.12.2025 · WP 21 · 21/3053 · Kleine Anfrage · Original ↗

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Aktuelle Lage am deutschen Milchmarkt [Deutscher Bundestag Drucksache 21/3053 21. Wahlperiode 03.12.2025 Kleine Anfrage der Abgeordneten Bernd Schattner, Stephan Protschka, Peter Felser, Danny Meiners, Christian Reck, Bernd Schuhmann, Julian Schmidt, Dr. Michael Blos, Steffen Janich, Enrico Komning, Dario Seifert, Lars Schieske, Stefan Schröder und der Fraktion der AfD Aktuelle Lage am deutschen Milchmarkt „Nahezu alle Molkereien im agrarheute-Milchpreisspiegel haben im Oktober den Auszahlungspreis für OGT-Milch gesenkt“ (www.agrarheute.com/markt/m ilch/milchpreise-fuer-landwirte-fallen-deutlich-rohstoffwert-stuerzt-40-cent-63 7604). Die Abschläge fielen unterschiedlich aus und reichten bis zu 7 Cent pro Kilogramm Milch (ebd.). Im Gegensatz dazu bleiben die Preise für Biomilch vergleichsweise stabil, auch wenn der Preisanstieg bereits im September 2025 schwächer ausfiel als in den Monaten zuvor (ebd.). Der Rohstoffwert Milch, den das ife (Informations- und Forschungszentrum für Ernährungswirtschaft)-Institut in Kiel monatlich aus den Erlösen von Butter und Magermilchpulver berechnet, verdeutlicht die aktuelle Entwicklung: Im Oktober ist der Wert um 5,4 Cent pro Kilogramm Milch gefallen und liegt nun bei 39,10 Cent/kg – dem niedrigsten Stand seit zwei Jahren (www.agrarheut e.com/markt/milch/milchpreise-fuer-landwirte-fallen-deutlich-rohstoffwert-stue rzt-40-cent-637604). Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, unterstrich in seinem Impulsvortrag die „große Bedeutung der Milchwirtschaft“ für Deutschland und betonte die Notwendigkeit von Planbarkeit, Bürokratieabbau und einer modernen Agrarexportstrategie (https://milchindustrie.de/press emitteilungen/deutscher-milchmarkt-von-hohem-niveau-auf-normalzustand/). Wir fragen die Bundesregierung:  1. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung darüber, wie die Blauzungenkrankheit die deutsche Milchwirtschaft in den letzten drei Jahren beeinträchtigt hat, wie viele Milchkühe sind nach Kenntnis der Bundesregierung im genannten Zeitraum an der Blauzungenkrankheit verendet, und wie hat sich dies auf die Milchanlieferung in Deutschland ausgewirkt (https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektione n/blauzungenkrankheit/bt_verbringung_nach_bayern.htm)?  2. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über das Export- und Importvolumen von Milch und Milchprodukten in den vergangenen zehn Jahren vor (bitte nach Produktgruppen und Jahren aufschlüsseln; www.am i-informiert.de/ami-markt-nachrichten?tx_aminews_singleview%5Baction %5D=show&tx_aminews_singleview%5Bcontroller%5D=News&tx_ami news_singleview%5Bnews%5D=50936&cHash=eb70a549b17cc4b8631 679d)?  3. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die Rolle des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) bei der Preisbildung am deutschen Milchmarkt, welche Eingriffsmöglichkeiten bestehen aus Sicht der Bundesregierung, etwa mithilfe des Bundeskartellamtes, zur Begrenzung marktverzerrender Effekte (www.bild.de/leben-wissen/mein-geld-finanzportal/milchpreiskam pf-aldi-lidl-edeka-und-netto-senken-weiter-preise-6919af5158d2cfb625f5 db45/)?  4. Hat die Bundesregierung Kenntnisse über die Anwendung der UTP (unlautere Handelspraktiken)-Richtlinie auf dem deutschen Milchmarkt (wenn ja, bitte Beispiele aus den letzten fünf Jahren nennen), wenn keine Kenntnisse vorliegen, welche Auswirkungen hätte eine Anwendung von Artikel 148 der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) auf die Wertschöpfungskette der deutschen Milchwirtschaft (https://eur-lex.europa.eu/l egal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32019L0633)?  5. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über das Exportpotenzial deutscher Milchprodukte nach Asien, Südamerika und Europa (bitte ggf. Tonnen je Kontinent sowie die fünf größten Zielländer aufführen, www.a mi-informiert.de/ami-markt-nachrichten?tx_aminews_singleview%5Bacti on%5D=show&tx_aminews_singleview%5Bcontroller%5D=News&tx_a minews_singleview%5Bnews%5D=50936&cHash=eb70a549b17cc4b863 1679d)?  6. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung darüber, wie viele landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland Milchprodukte in der Direktvermarktung anbieten (bitte die Anzahl der Direktvermarkter nennen, https://ww w.lfl.bayern.de/mam/cms07/publikationen/daten/informationen/diversifizi erung_direktvermarktung-milchautomaten_lfl-information.pdf/)?  7. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über aktuelle bürokratische Hürden in der deutschen Milchwirtschaft, welche dieser Hürden wurden bereits abgeschafft, und welche sollen insbesondere ggf. im Bereich Qualitätsmanagement (QM)-Kontrollen künftig abgebaut werden (https://qm- milch.de/qm-standard-2/)?  8. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung darüber, wie viele landwirtschaftliche Betriebe in den vergangenen zehn Jahren die Milchviehhaltung eingestellt haben (www.agrarheute.com/markt/tiere/tierhalter-widerstehe n-krisenzeiten-viehhaltung-bleibt-extrem-wichtig-618246)?  9. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung darüber, wie viele Landwirte in den vergangenen zehn Jahren in neue Milchviehställe investiert haben, wie möchte die Bundesregierung ggf. künftig den Neubau von Milchviehställen fördern, und welche Anforderungen sollen Landwirte dabei ggf. erfüllen (www.agrarheute.com/tier/rind/16500-euro-je-kuhplatz-stallb au-schwierig-teuer-619884)? 10. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die möglichen Auswirkungen des bevorstehenden Mercosur-Abkommens auf den deutschen Milchmarkt (www.abl-ev.de/aktuelles/details/europaeische-milchbauernb ewegung-spricht-sich-gegen-mercosur-abkommen-aus)? Berlin, den 1. Dezember 2025 Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de ISSN 0722-8333]

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