Entschließung des Bundesrates "Solidarische Finanzierung der GKV und SPV - versicherungsfremde Leistungen aus Steuermitteln finanzieren"
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Entschließung des Bundesrates "Solidarische Finanzierung der GKV und SPV - versicherungsfremde Leistungen aus Steuermitteln finanzieren"
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ISSN 0720-2946
Bundesrat zu Drucksache 756/25 (Beschluss)
10.07.26
Unterrichtung
durch die Bundesregierung
Stellungnahme der Bundesregierung zu der Entschließung des
Bundesrates "Solidarische Finanzierung der GKV und SPV -
versicherungsfremde Leistungen aus Steuermitteln finanzieren"
Bundesministerium Berlin, 10. Juli 2026
der Finanzen
Parlamentarischer Staatssekretär
An den
Präsidenten des Bundesrates
Herrn Bürgermeister
Dr. Andreas Bovenschulte
Sehr geehrter Herr Bundesratspräsident,
zur Entschließung des Bundesrates „Solidarische Finanzierung der GKV und SPV -
versicherungsfremde Leistungen aus Steuermitteln finanzieren" vom
30. Januar 2026 (BR-Drs. 756/25 ( Beschluss)) nehme ich für die Bundesregierung
wie folgt Stellung:
Die Bundesregierung teilt die Einschätzung, dass die finanzielle Lage der
Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Sozialen Pflegeversicherung (SPV)
angespannt ist. Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD für die
21. Legislaturperiode wurde vereinbart, grundlegende Reformen in diesen
Sozialversicherungszweigen anzugehen. Diese sind zwingend erforderlich, um die
finanzielle Tragfähigkeit der GKV und SPV auch in Zukunft sicherzustellen.
Ziel der Bundesregierung ist es, die Finanzsituation in der GKV und SPV zu
stabilisieren und eine weitere Belastung für die Beitragszahlerinnen und -zahler zu
vermeiden. Hierzu setzt die Bundesregierung sowohl auf kurzfristige als auch auf
mittel- bis langfristig wirksame strukturelle Maßnahmen.
Einen großen Schritt ist die Bundesregierung bereits mit dem am 29. April 2026 im
Kabinett beschlossenen Entwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung der Beitragssätze
in der gesetzlichen Krankenversicherung gegangen. Darüber hinaus arbeitet sie
intensiv an einer Reform der SPV, um auch diese wieder auf eine stabile Grundlage
zu stellen. Der regierungsinterne Abstimmungsprozess zum Entwurf eines Gesetzes
zur Neuordnung der Pflegeversicherung dauert an.
Die Bundesregierung weist darauf hin, dass der haushalts- und finanzpolitische
Handlungsdruck weiterhin hoch bleibt. Um Deutschland wieder auf Wachstumskurs
zu bringen, bedarf es daher auch einer klaren Priorisierung der Ausgaben des
Bundes sowie einer strukturellen Konsolidierung des Bundeshaushalts. Ob und
inwieweit sich im Laufe der Legislaturperiode Optionen zur finanziellen Entlastung
der GKV und SPV ergeben, die über die bereits beschlossenen Reformmaßnahmen
hinausgehen, lässt sich gegenwärtig noch nicht abschätzen.
Mit freundlichen Grüßen
Dennis Rohde
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