Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen - Aktionsplan für Düngemittel: Eine Partnerschaft zur Gewährleistung von Verfügbarkeit, Erschwinglichkeit und strategischer Autonomie bei heimischen EU-Düngemitteln
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Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen - Aktionsplan für Düngemittel: Eine Partnerschaft zur Gewährleistung von Verfügbarkeit, Erschwinglichkeit und strategischer Autonomie bei heimischen EU-Düngemitteln
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ISSN 0720-2946
Bundesrat Drucksache 363/1/26
29.06.26
E m p f e h l u n g e n
der Ausschüsse
EU - AV - U - Wi
zu Punkt ... der 1067. Sitzung des Bundesrates am 10. Juli 2026
Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den
Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und
den Ausschuss der Regionen - Aktionsplan für Düngemittel: Eine
Partnerschaft zur Gewährleistung von Verfügbarkeit,
Erschwinglichkeit und strategischer Autonomie bei heimischen
EU-Düngemitteln
COM(2026) 310 final; Ratsdok. 9437/26
A
Der Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
empfiehlt dem Bundesrat, zu der Vorlage gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG wie folgt
Stellung zu nehmen:
Der Bundesrat begrüßt grundsätzlich den Vorschlag zum Aktionsplan für
Düngemittel, der bezahlbare und verfügbare Düngemittel für Landwirtinnen und
Landwirte sichern, die Abhängigkeit von Importen reduzieren und die
Düngemittelproduktion langfristig klimafreundlicher und nachhaltiger gestalten soll.
Der Bundesrat ist der Auffassung, dass die vorgesehene Prüfung einer
Anpassung der Cadmiumgrenzwerte für Phosphatdünger nicht sinnvoll ist. Eine
Lockerung bestehender Grenzwerte ist aus Gründen des Umwelt-, Boden- und
Verbraucherschutzes nicht vertretbar. Auch bei der Rückgewinnung von
Phosphor und Stickstoff aus Abfall- und Abwasserströmen müssen hohe
Qualitätsstandards und strenge Schadstoffgrenzwerte gewährleistet bleiben.
Der Bundesrat begrüßt die Bestrebungen zur Weiterentwicklung der
Nitratrichtlinie und zu einer praxisgerechten Umsetzung von Vorgaben zur Düngeplanung
und die Weiterentwicklung der Beobachtungsstelle für Düngemittel. Neben
Marktinformationen, Preisen und Lagerbeständen sollte die Beobachtungsstelle
künftig auch Daten zu Nährstoffströmen erfassen und bereitstellen. Dies würde
nicht nur den Gewässer- und Bodenschutz stärken, sondern auch die
Klimaberichterstattung sowie die Bewertung atmosphärischer Stickstoffeinträge
verbessern.
Der Bundesrat regt an, bei der Herausgabe nationaler GAP-Empfehlungen auch
die Förderung des Anbaus stickstoffbindender Kulturen konsequent zu
berücksichtigen. Die Agrarumweltmaßnahme „Anbau vielfältiger Kulturen mit
großkörnigen Leguminosen“ leistet bereits heute einen wichtigen Beitrag zur
Verringerung des Stickstoffdüngereinsatzes und sollte daher auch in der GAP-
Förderperiode nach 2027 fortgesetzt und weiterentwickelt werden.
B
Der federführende Ausschuss für Fragen der Europäischen Union,
der Ausschuss für Agrarpolitik und Verbraucherschutz und
der Wirtschaftsausschuss
empfehlen dem Bundesrat, von der Vorlage gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG
Kenntnis zu nehmen.
Relationen
- part_of_vorgang → Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Reg (Empfehlungen der Ausschüsse)