Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Verordnung (EU) 2021/2115 hinsichtlich einer besonderen Interventionskategorie zur Gewährung einer befristeten Sonderunterstützung im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und der Möglichkeit, die Zuweisungen für Direktzahlungen im Kalenderjahr 2027 anzupassen, sowie zur Änderung der Verordnung (EU) 2021/2116 hinsichtlich flexiblerer Vorschriften für Vorschusszahlungen als Reaktion auf die infolge der Krise im Nahen Osten gestiegenen Düngemittelpreise
Text
Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Verordnung (EU) 2021/2115 hinsichtlich einer besonderen Interventionskategorie zur Gewährung einer befristeten Sonderunterstützung im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und der Möglichkeit, die Zuweisungen für Direktzahlungen im Kalenderjahr 2027 anzupassen, sowie zur Änderung der Verordnung (EU) 2021/2116 hinsichtlich flexiblerer Vorschriften für Vorschusszahlungen als Reaktion auf die infolge der Krise im Nahen Osten gestiegenen Düngemittelpreise
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ISSN 0720-2946
Bundesrat Drucksache 370/26
12.06.26
EU - AV
Unterrichtung
durch die Europäische Kommission
Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der
Verordnung (EU) 2021/2115 hinsichtlich einer besonderen Interventionskategorie zur
Gewährung einer befristeten Sonderunterstützung im Rahmen des Europäischen
Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und der
Möglichkeit, die Zuweisungen für Direktzahlungen im Kalenderjahr 2027 anzupassen, sowie
zur Änderung der Verordnung (EU) 2021/2116 hinsichtlich flexiblerer Vorschriften für
Vorschusszahlungen als Reaktion auf die infolge der Krise im Nahen Osten gestiegenen
Düngemittelpreise
COM(2026) 282 final
Der Bundesrat wird über die Vorlage gemäß § 2 EUZBLG auch durch die Bundesregierung
unterrichtet.
Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss und der Ausschuss der Regionen werden
an den Beratungen beteiligt.
Hinweis: Drucksache 246/18 = AE-Nr. 180567;
Drucksache 247/18 = AE-Nr. 180569
DE DE
EUROPÄISCHE
KOMMISSION
Brüssel, den 12.6.2026
COM(2026) 282 final
2026/0150 (COD)
Vorschlag für eine
VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
zur Änderung der Verordnung (EU) 2021/2115 hinsichtlich einer besonderen
Interventionskategorie zur Gewährung einer befristeten Sonderunterstützung im
Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen
Raums (ELER) und der Möglichkeit, die Zuweisungen für Direktzahlungen im
Kalenderjahr 2027 anzupassen, sowie zur Änderung der Verordnung (EU) 2021/2116
hinsichtlich flexiblerer Vorschriften für Vorschusszahlungen als Reaktion auf die
infolge der Krise im Nahen Osten gestiegenen Düngemittelpreise
BEGRÜNDUNG
1. KONTEXT DES VORSCHLAGS
• Gründe und Ziele des Vorschlags
Düngemittel sind für die Produktivität der Landwirtschaft, die Lebensfähigkeit der
landwirtschaftlichen Betriebe und die Ernährungssicherheit von wesentlicher Bedeutung.
Zum zweiten Mal in weniger als fünf Jahren sind die Preise für mineralische
Düngemittel weltweit und in Europa stark gestiegen. Im Jahr 2022 legte die Kommission
eine Mitteilung über die Sicherstellung der Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von
Düngemitteln1 (im Folgenden „Mitteilung von 2022“) vor, in der Sofortmaßnahmen zur
Gewährleistung der Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit dargelegt wurden. Die seither
anhaltend hohen Preise und strukturellen Schwierigkeiten veranlassten die Kommission, in
der RESourceEU-Mitteilung2 einen Aktionsplan für Düngemittel anzukündigen, um die
Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit heimischer Düngemittel sicherzustellen und
Maßnahmen vorzuschlagen, die einen Übergang zu recycelten Nährstoffen und anderen
Alternativen ermöglichen. Die Krise im Nahen Osten hat die strukturellen Schwachstellen der
EU bei der Düngemittelversorgung noch deutlicher zutage treten lassen.
Düngung ist einer der größten Kostenfaktoren in der Landwirtschaft3. Finanziell besonders ins
Gewicht fallen die Düngemittel bei Ackerbauern, bei denen sie im Jahr 2023 insgesamt 24 %
der Vorleistungen und 16 % der gesamten Betriebsmittelkosten ausmachten4. Im letzten
Quartal 2025 lagen die Düngemittelkosten für Landwirte in der EU immer noch 62 % über
dem Niveau von 2020 (vor dem letzten Höchstpreis). In den ersten Monaten des Jahres 2026
sind die Preise für heimische Düngemittel in der EU – angetrieben durch die weltweite
Nachfrage, den Handel und geopolitische Faktoren – gestiegen, insbesondere die Preise für
Stickstoffdünger. Im April 2026 stiegen die Gesamtpreise für Stickstoffdünger in der EU um
weitere 40 % über das Niveau vom Dezember 2025.
Wenn Düngemittel weniger erschwinglich werden, besteht das Risiko, dass die Landwirte
ihren Einsatz reduzieren, was negative Auswirkungen auf Qualität und Erträge haben könnte,
oder dass sie weniger Fläche bebauen, was Auswirkungen auf die Erzeugung in der EU hätte.
Zusätzlich könnte es Landwirte dazu veranlassen, auf weniger stickstoffintensive Kulturen
umzusteigen, z. B. von Mais auf Sonnenblumen oder Hülsenfrüchte, oder im Interesse der
kurzfristigen Produktion bevorzugt Stickstoff statt Phosphor und Kalium auszubringen, was
langfristige Folgen für die Bodenfruchtbarkeit haben könnte.
Um Landwirte zu unterstützen, die aufgrund der hohen Preise für Düngemittel
Liquiditätsprobleme haben, schlägt die Kommission – wie im Aktionsplan für Düngemittel5
angekündigt – vor, als Teil eines gezielten GAP-Pakets die Verordnungen (EU) 2021/2115
und (EU) 2021/2116 zu ändern, um eine neue Interventionskategorie in den Strategieplänen
1 Mitteilung der Kommission über die Sicherstellung der Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von
Düngemitteln, 2022 (COM(2022) 590 final/2), EUR-Lex - 52022DC0590(01) - DE - EUR-Lex.
2 Aktionsplan „RESourceEU“ – Beschleunigung unserer Strategie für kritische Rohstoffe zur Anpassung
an eine neue Realität (COM(2025) 945 final), EUR-Lex - 52025DC0945 - DE - EUR-Lex.
3 Den Eurostat-Daten zur Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung (LGR) zufolge entspricht dies in den
Jahren 2024 und 2025 etwas mehr als 7 % der Betriebsmittelkosten für den Agrarsektor der EU, nach
einem Rekordwert von fast 9 % im Jahr 2022.
4 Datennetz für die Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Betriebe (Farm Sustainability Data Network,
FSDN).
5 Mitteilung der Kommission – Aktionsplan für Düngemittel: Eine Partnerschaft zur Gewährleistung von
Verfügbarkeit, Erschwinglichkeit und strategischer Autonomie bei heimischen EU-Düngemitteln
(COM(2026) 310 final), EUR-Lex - 52026DC0310 - DE - EUR-Lex.
der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu schaffen, nämlich die Möglichkeit, das Niveau der
Direktzahlungen im Kalenderjahr 2027 anzupassen sowie die Möglichkeit, den Begünstigten
vor dem 16. Oktober 2026 Vorschüsse auf Direktzahlungen zu gewähren.
Die neue Interventionskategorie, finanziert aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für
die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und umgesetzt im Rahmen der GAP-
Strategiepläne, ermöglicht es denjenigen Mitgliedstaaten, die diese Interventionskategorie
nutzen möchten, den am stärksten von der derzeitigen Krise betroffenen Landwirten gezielte
Liquiditätshilfen zukommen zu lassen.
Die Unterstützung im Rahmen der neuen Interventionskategorie wird zur
Lebensmittelsicherheit beitragen, indem sie die Liquiditätsprobleme der betroffenen
Landwirte rasch behebt, und erfordert wenig Verwaltungsaufwand, da die Unterstützung in
Einheitskosten je Hektar gezahlt werden kann, was eine schnelle Umsetzung erlaubt.
Diese Interventionskategorie ist, im Einklang mit den übrigen Maßnahmen zur Bewältigung
der Krise im Nahen Osten, befristet und zielgerichtet. Um sicherzustellen, dass die
Ressourcen so wirkungsvoll wie möglich eingesetzt werden, müssen die Mitgliedstaaten, die
diese Interventionskategorie nutzen möchten, belegen, wie sie auf der Basis objektiver und
diskriminierungsfreier Kriterien gezielt die am stärksten betroffenen Betriebe auswählen.
Außerdem sollte ein Höchstanteil für den Unionsbeitrag zu der neuen Interventionskategorie
festgesetzt werden.
Was das Verfahren betrifft, so müssten die Mitgliedstaaten die neue Interventionskategorie
mittels einer Planänderung in ihren GAP-Strategieplan aufnehmen. Ein Antrag auf
strategische Änderung des GAP-Strategieplans kann erst nach Inkrafttreten der vorliegenden
Verordnung eingereicht werden. Zahlungen an Landwirte sind jedoch direkt nach
Inkrafttreten der Verordnung möglich.
Die Möglichkeit, den Landwirten vor dem 16. Oktober 2026 Vorschüsse auf
Direktzahlungsinterventionen auszuzahlen, wird den Mitgliedstaaten zudem größere
Flexibilität bei der Behebung der Liquiditätsengpässe in der Landwirtschaft einräumen.
Erstattungsanträge für Vorschusszahlungen, die vor dem 16. Oktober 2026 geleistet wurden,
können erst mit der November-Erklärung bei der Kommission eingereicht werden, da
andernfalls die Gefahr besteht, dass die Haushaltsobergrenze des EGFL überschritten wird.
Eine solche Flexibilisierung ist für den ELER nicht erforderlich, da das derzeitige System
bereits Vorschusszahlungen ermöglicht.
Damit die Mitgliedstaaten mehr Flexibilität bei der Bewältigung der Auswirkungen der hohen
Düngemittelpreise haben, dürfen sie ihre Zuweisungen für Direktzahlungen für das
Kalenderjahr 2027 anpassen und die erforderlichen Änderungen an ihren GAP-
Strategieplänen vornehmen, um sich an die Situation anzupassen.
• Kohärenz mit den bestehenden Vorschriften in diesem Bereich
Der Vorschlag steht im Einklang mit dem allgemeinen Rechtsrahmen für die Gemeinsame
Agrarpolitik und beschränkt sich auf eine gezielte Änderung der Verordnung (EU) 2021/2115
und der Verordnung (EU) 2021/2116. Der Vorschlag ist Teil des in der Mitteilung über einen
Aktionsplan für Düngemittel angekündigten GAP-Pakets und ergänzt die übrigen von der
Union zur Bewältigung der derzeitigen Lage und insbesondere die im Rahmen staatlicher
Beihilfen und der Agrarreserve zur Bereitstellung von Liquidität ergriffenen Maßnahmen.
• Kohärenz mit der Politik der Union in anderen Bereichen
Der Vorschlag beschränkt sich auf gezielte Änderungen der Verordnungen (EU) 2021/2115
und (EU) 2021/2116 und wahrt die Kohärenz mit der Politik der Union in anderen Bereichen.
2. RECHTSGRUNDLAGE, SUBSIDIARITÄT UND VERHÄLTNISMÄẞIGKEIT
• Rechtsgrundlage
Rechtsgrundlage des Vorschlags ist Artikel 43 Absatz 2 des Vertrags über die Arbeitsweise
der Europäischen Union.
• Subsidiarität (bei nicht ausschließlicher Zuständigkeit)
Gemäß dem Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union fällt die Landwirtschaft in
die geteilte Zuständigkeit zwischen der Union und den Mitgliedstaaten; gleichzeitig wird eine
Gemeinsame Agrarpolitik mit gemeinsamen Zielen und einer gemeinsamen Umsetzung
eingeführt. Mit dem Vorschlag sollen die gemeinsamen Ziele und die gemeinsame
Umsetzung einer neuen Interventionskategorie als Krisenhilfe für den ländlichen Raum
gewährleistet werden, nämlich die Möglichkeit, die Zuweisungen für Direktzahlungen für das
Kalenderjahr 2027 anzupassen, und die Möglichkeit vorzeitiger Vorschüsse auf
Direktzahlungen der Mitgliedstaaten an Landwirte.
• Verhältnismäßigkeit
Der Vorschlag enthält begrenzte und gezielte Änderungen, die nicht über das hinausgehen,
was erforderlich ist, um das Ziel einer außergewöhnlichen und vorübergehenden Entlastung
der Landwirte zu erreichen, die vom starken Anstieg der Düngemittelpreise infolge der Krise
im Nahen Osten besonders betroffen sind.
• Wahl des Instruments
Eine Verordnung stellt das geeignete Instrument dar, um die zur Bewältigung der
beispiellosen Umstände benötigte zusätzliche Maßnahme einzuführen.
3. ERGEBNISSE DER EX-POST-BEWERTUNG, DER KONSULTATION DER
INTERESSENTRÄGER UND DER FOLGENABSCHÄTZUNG
• Ex-post-Bewertung/Eignungsprüfungen bestehender Rechtsvorschriften
Nicht zutreffend
• Konsultation der Interessenträger
Aufgrund des technischen, begrenzten und dringenden Charakters der vorgeschlagenen
Änderungen kann der Legislativvorschlag keiner breit angelegten öffentlichen Konsultation
unterzogen werden. Zudem wird mit der Initiative lediglich die Zusage erfüllt, die in der
Mitteilung über einen Aktionsplan für Düngemittel in Bezug auf diese Änderungen gemacht
wurde. Angesichts der Dringlichkeit und der Notwendigkeit, dass die beiden gesetzgebenden
Organe die Verordnung so bald wie möglich annehmen, wird der Vorschlag nach seiner
Annahme nicht mehr auf dem Portal „Ihre Meinung zählt“ veröffentlicht, um Rückmeldungen
einzuholen. Diese Begründung wird jedoch zusammen mit dem zugehörigen Rechtsakt den
anderen Organen übermittelt und der Öffentlichkeit über EUR-Lex zugänglich gemacht.
• Einholung und Nutzung von Expertenwissen
Nicht zutreffend
• Folgenabschätzung
Zur Erarbeitung der Verordnung (EU) 2021/2115 und der Verordnung (EU) 2021/2116 wurde
eine Folgenabschätzung vorgenommen. Die vorgeschlagenen begrenzten Änderungen
erfordern keine separate Folgenabschätzung.
• Effizienz der Rechtsetzung und Vereinfachung
Der Vorschlag wurde dem „Digitalcheck“ der Kommission unterzogen, der eine angemessene
Abstimmung politischer Vorschläge auf das digitale Umfeld gewährleisten soll.
Kein Artikel oder Paragraph des Texts der vorgeschlagenen Verordnung des Europäischen
Parlaments und des Rates enthält eine Verpflichtung oder Kriterien betreffend die Erhebung,
die Verarbeitung, die Generierung, den Austausch oder die gemeinsame Nutzung von Daten,
die Automatisierung oder Digitalisierung der Prozesse der Interessenträger oder die Nutzung
neuer oder bestehender digitaler Lösungen und/oder digitaler öffentlicher Dienste.
• Grundrechte
Nicht zutreffend
4. AUSWIRKUNGEN AUF DEN HAUSHALT
Dieser Vorschlag hat keine Auswirkungen auf den MFR 2021-2027, da jede Änderung
innerhalb der bestehenden GAP-Mittelausstattungen erfolgt.
5. WEITERE ANGABEN
• Durchführungspläne sowie Überwachungs-, Bewertungs- und
Berichterstattungsmodalitäten
Die Überwachung der Durchführung der Interventionen im Rahmen der neuen Kategorie
sowie die diesbezügliche Berichterstattung erfolgen nach den allgemeinen
Berichterstattungsmechanismen der Verordnung (EU) 2021/2115. Die Vorschläge für
vorzeitige Vorschusszahlungen und die Anpassung der Zuweisungen für Direktzahlungen für
das Kalenderjahr 2027 haben keine Auswirkungen auf die bestehenden Überwachungs-,
Evaluierungs- und allgemeinen Berichterstattungsmechanismen, die mit der Verordnung
(EU) 2021/2116 eingerichtet wurden.
• Erläuternde Dokumente (bei Richtlinien)
Nicht zutreffend
• Ausführliche Erläuterung einzelner Bestimmungen des Vorschlags
Um den Auswirkungen der Krise im Nahen Osten und dem starken Anstieg der
Düngemittelpreise, die sich erheblich auf das Einkommen und die Liquidität der Landwirte
auswirken, zu begegnen, wird vorgeschlagen, die Verordnung (EU) 2021/2115 und die
Verordnung (EU) 2021/2116 folgendermaßen zu ändern:
Es wird eine neue Interventionskategorie eingeführt, die es den Mitgliedstaaten
ermöglicht, Landwirten, die von den infolge der Krise im Nahen Osten gestiegenen
Düngemittelkosten betroffen sind, außerordentliche und befristete Liquiditätshilfen
zu gewähren. Die neue Interventionskategorie kann zu bis zu 65 % aus dem ELER
kofinanziert werden, und der Höchstanteil der Unionsbeteiligung beträgt 25 % der
für Krisenzahlungen für die Jahre 2026-2027 reservierten Beträge. Die
Mitgliedstaaten können zusätzliche nationale Finanzmittel in Höhe von bis zu 200 %
hinzufügen.
Die Mitgliedstaaten erhalten die Möglichkeit, höhere Vorschüsse zu zahlen und vor
dem 16. Oktober 2026 Vorschusszahlungen zu leisten, um die Liquidität der
Landwirte zu unterstützen.
Es wird die Möglichkeit einer Anpassung der Zuweisungen für Direktzahlungen für
das Kalenderjahr 2027 vorgesehen, um eine flexible Planung der Unterstützung für
Landwirte im letzten Jahr der GAP-Strategiepläne zu ermöglichen.
2026/0150 (COD)
Vorschlag für eine
VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
zur Änderung der Verordnung (EU) 2021/2115 hinsichtlich einer besonderen
Interventionskategorie zur Gewährung einer befristeten Sonderunterstützung im
Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen
Raums (ELER) und der Möglichkeit, die Zuweisungen für Direktzahlungen im
Kalenderjahr 2027 anzupassen, sowie zur Änderung der Verordnung (EU) 2021/2116
hinsichtlich flexiblerer Vorschriften für Vorschusszahlungen als Reaktion auf die
infolge der Krise im Nahen Osten gestiegenen Düngemittelpreise
DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —
gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union, insbesondere auf
Artikel 43 Absatz 2,
auf Vorschlag der Europäischen Kommission,
nach Zuleitung des Entwurfs des Gesetzgebungsakts an die nationalen Parlamente,
nach Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses6,
nach Stellungnahme des Ausschusses der Regionen7,
gemäß dem ordentlichen Gesetzgebungsverfahren,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Die jüngste Krise im Nahen Osten und die De-facto-Schließung der Straße von
Hormus haben zu einem erheblichen Anstieg der Weltmarktpreise für Öl, Gas und
Düngemittel geführt. Aufgrund des globalen Charakters der betroffenen Märkte hat
dies erhebliche Auswirkungen auf die Preise in mehreren Wirtschaftszweigen der
Union über alle Mitgliedstaaten hinweg.
(2) Der Agrarsektor ist unmittelbar von dem starken Anstieg der Düngemittelpreise
betroffen, da Düngemittel für die Produktivität der Landwirtschaft, die
Lebensfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe und die Ernährungssicherheit von
wesentlicher Bedeutung sind. Der Kauf von Düngemitteln gehört zu den höchsten
betriebsmittelbezogenen Kostenfaktoren für Landwirte. Neben dem Preisniveau führt
die Marktvolatilität zu einer besonderen Exposition der Landwirte in der Union. Die
steigenden Düngemittelkosten könnten Landwirte zwingen, weniger zu düngen, was
ganz klar Risiken für Qualität und Erträge birgt. Außerdem könnte sich die
bewirtschaftete Fläche verringern, was sich auf die landwirtschaftliche Erzeugung in
der Union auswirken würde.
(3) Um die Schwachstellen des Lebensmittelsystems der Union, die sich aus dieser Krise
ergeben, rasch anzugehen und Landwirte mit Liquiditätsproblemen zu unterstützen,
6 ABl. C […], […], S. […].
7 ABl. C […], […], S. […].
sollte eine außerordentliche und befristete Unterstützung gestattet werden, indem eine
neue Interventionskategorie für Krisenhilfe in die Verordnung (EU) 2021/2115 des
Europäischen Parlaments und des Rates8 aufgenommen wird, die im Rahmen des
Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums
(ELER) finanziert wird, und indem den Mitgliedstaaten in der Verordnung
(EU) 2021/2116 des Europäischen Parlaments und des Rates9 mehr Flexibilität in
Bezug auf Vorschusszahlungen für Direktzahlungen eingeräumt wird. Die Einführung
dieser neuen Interventionskategorie sollte nicht zu einer Erhöhung der in den
Aktionsprogrammen gemäß der Richtlinie 91/676/EWG des Rates10 festgelegten
Grenzwerte für das Ausbringen von Düngemitteln auf landwirtschaftlichen Flächen
führen.
(4) Die Unterstützung im Rahmen der neuen Interventionskategorie sollte die verfügbaren
Mittel auf aktive Landwirte konzentrieren, die am stärksten von den hohen
Düngemittelpreisen betroffen sind, und sollte für die den Landwirten durch
Preiserhöhungen ab dem 1. März 2026 entstandenen zusätzlichen Kosten für
Düngemittel gewährt werden. Dieses Datum dient lediglich als Referenzdatum für die
Bestimmung des höheren Düngemittelpreises und ist nicht an die Förderfähigkeit der
Zahlungen an die Begünstigten geknüpft. Um Landwirte zu belohnen, die bereits
flächenbezogene Verpflichtungen zur Verringerung des Einsatzes von Düngemitteln
eingegangen sind, können für diese Landwirte höhere Unterstützungssätze vorgesehen
werden. Darüber hinaus sollten die Begünstigten dieser Intervention Zugang zu
einschlägigem Wissen und Informationen darüber erhalten, wie der Einsatz von
Düngemitteln verringert werden kann. Um eine effiziente Nutzung der öffentlichen
Unterstützung und eine gerechtere Verteilung auf die förderfähigen Landwirte zu
gewährleisten, sollten die Mitgliedstaaten die Unterstützung auf einen Höchstbetrag
pro Begünstigtem oder eine maximal für Unterstützung infrage kommende Hektarzahl
begrenzen. Aufgrund des dringenden, befristeten und außergewöhnlichen Charakters
dieser Maßnahme und der Notwendigkeit einer raschen Auszahlung der
entsprechenden Unterstützung sollte ein Enddatum für die Zahlungen an die
Begünstigten festgelegt werden.
(5) Im Hinblick auf eine wirtschaftliche Verwendung der Unionsmittel sollten die
Mitgliedstaaten sicherstellen, dass die Gewährung von Unterstützung im Rahmen der
neuen Interventionskategorie nicht in Kombination mit anderen nationalen oder EU-
Förderinstrumenten, mit denen die Auswirkungen der hohen Düngemittelpreise
abgefedert werden sollen, zu einer Überkompensation der Landwirte oder zu einer
Doppelfinanzierung führt.
8 Verordnung (EU) 2021/2115 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 2. Dezember 2021 mit
Vorschriften für die Unterstützung der von den Mitgliedstaaten im Rahmen der Gemeinsamen
Agrarpolitik zu erstellenden und durch den Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL)
und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zu
finanzierenden Strategiepläne (GAP-Strategiepläne) und zur Aufhebung der Verordnung (EU)
Nr. 1305/2013 sowie der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 (ABl. L 435 vom 6.12.2021, S. 1, ELI:
http://data.europa.eu/eli/reg/2021/2115/oj).
9 Verordnung (EU) 2021/2116 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 2. Dezember 2021 über
die Finanzierung, Verwaltung und Überwachung der Gemeinsamen Agrarpolitik und zur Aufhebung
der Verordnung (EU) Nr. 1306/2013 (ABl. L 435 vom 6.12.2021, S. 187, ELI:
http://data.europa.eu/eli/reg/2021/2116/oj).
10 Richtlinie 91/676/EWG des Rates vom 12. Dezember 1991 zum Schutz der Gewässer vor
Verunreinigung durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen (ABl. L 375 vom 31.12.1991, S. 1, ELI:
http://data.europa.eu/eli/dir/1991/676/oj).
(6) Um Anreize für die Nutzung von Finanzierungsinstrumenten für diese Art der
Unterstützung zu schaffen, sollten keine Höchstsätze gelten, wenn die Unterstützung
in Form von eigenständigem Betriebskapital gewährt wird.
(7) Um Verzögerungen bei den Zahlungen an Landwirte mit Liquiditätsproblemen zu
vermeiden, sollte vorgesehen werden, dass die Förderfähigkeit von aus dem ELER
finanzierten Ausgaben für die neue Interventionskategorie ab dem Datum des
Inkrafttretens dieser Verordnung beginnen kann, also vor der Einreichung eines
Antrags auf strategische Änderung des GAP-Strategieplans zur Einführung dieser
Intervention bei der Kommission.
(8) Für die Finanzierung der Interventionen im Rahmen der neuen Interventionskategorie
sollte ein ELER-Beteiligungssatz von bis zu 65 % der förderfähigen öffentlichen
Ausgaben vorgesehen werden.
(9) Um eine angemessene Finanzierung der in dieser Verordnung vorgesehenen neuen
Interventionskategorie zu gewährleisten, ohne andere Ziele der GAP-Strategiepläne
und die für Krisenzahlungen reservierten Beträge zu gefährden, sollte ein Höchstanteil
für den Unionsbeitrag zu der neuen Interventionskategorie festgesetzt werden.
(10) Aufgrund ihres besonderen Charakters sollte die neue Interventionskategorie von der
Anforderung ausgenommen werden, zu den in Anhang I der Verordnung
(EU) 2021/2115 aufgeführten Ergebnisindikatoren beizutragen.
(11) Der Antrag auf strategische Änderung zur Aufnahme dieser neuen
Interventionskategorie in die GAP-Strategiepläne sollte nicht auf die maximal
möglichen Zahl der Anträge auf strategische Änderungen pro Jahr angerechnet
werden.
(12) Zur Gewährleistung gleicher Wettbewerbsbedingungen sollte die zusätzliche nationale
Finanzierung für die Interventionen im Rahmen der neuen Interventionskategorie auf
höchstens 200 % der ELER-Mittel für diese Interventionskategorie begrenzt werden.
(13) In Anhang I der Verordnung (EU) 2021/2115 sollte ein zusätzlicher Outputindikator
für die neue Interventionskategorie aufgenommen werden.
(14) Der Titel des Anhangs XV der Verordnung (EU) 2021/2115 sollte geändert werden,
um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die finanziellen Obergrenzen der
Unterstützung die Finanzierung der mit der vorliegenden Verordnung eingeführten
neuen Interventionskategorie umfassen.
(15) Gemäß Artikel 103 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2021/2115 haben die
Mitgliedstaaten die Flexibilität, ihre Zuweisungen für Direktzahlungen anzupassen,
indem sie für die Kalenderjahre 2023 bis 2026 Mittel auf ihre bzw. aus ihren ELER-
Zuweisungen übertragen. Um sicherzustellen, dass die Mitgliedstaaten die ihren GAP-
Strategieplänen jeweils zugrunde liegenden nationalen Strategien weiterhin erfolgreich
umsetzen können, einschließlich der Strategien zur Bewältigung unerwarteter Krisen
wie der Auswirkungen der hohen Düngemittelpreise, sollte es ihnen gestattet sein, die
Zuweisungen für Direktzahlungen auch für das Kalenderjahr 2027 innerhalb einer
bestimmten, auf der Grundlage der für die Kalenderjahre 2023 bis 2026 geltenden
Übertragungsgrenzen festgesetzten Obergrenze anzupassen und ihre GAP-
Strategiepläne entsprechend zu ändern. Es ist daher angezeigt, eine entsprechende
neue Bestimmung in Titel IV der Verordnung (EU) 2021/2115 und einen
entsprechenden neuen Anhang mit Höchstbeträgen für die Erhöhung bzw. Kürzung je
Mitgliedstaat vorzusehen. Darüber hinaus müssen auch Artikel 87 Absatz 2,
Artikel 112 Absatz 2 Buchstabe b, Artikel 119 Absätze 2 und 7 und Artikel 121 der
genannten Verordnung geändert werden, um die Kommission zum Erlass eines
delegierten Rechtsakt zu ermächtigen, mit dem den Anpassungen Rechnung getragen
wird (ohne dass die Frist für den Erlass dieses Rechtsakts bei der Berechnung der
Fristen für Maßnahmen der Kommission berücksichtigt wird), die Mitgliedstaaten
aufgefordert werden, solche Anpassungen in ihre Finanzpläne aufzunehmen und ihre
GAP-Strategiepläne durch eine strategische Änderung zu ändern, und mit dem
klargestellt wird, dass solche Änderungen nicht auf die Höchstzahl der jährlich
möglichen strategischen Änderungen angerechnet werden.
(16) Angesichts der Krise im Nahen Osten, des sich daraus ergebenden Anstiegs der
Düngemittelpreise und der finanziellen Risiken, denen die Landwirte ausgesetzt sind,
reicht die derzeitige Höhe der Vorschusszahlungen nicht mehr aus. Da die
Auswirkungen dieser Krise das ganze Jahr 2026 über anhalten dürften, ist es zur
Unterstützung von Landwirten mit Liquiditätsproblemen angezeigt, die Höchstsätze
für Vorschüsse auf Direktzahlungen in der Verordnung (EU) 2021/2116 zu ändern,
damit für dieses Kalenderjahr ein höherer Satz gezahlt werden kann. Daher sollte der
Höchstsatz für Vorschüsse auf Direktzahlungen – im Rahmen der in Artikel 11 der
Verordnung (EU, Euratom) 2024/2509 des Europäischen Parlaments und des Rates11
(im Folgenden „Haushaltsordnung“) festgelegten Obergrenze – von 70 % auf 75 %
angehoben werden.
(17) Derzeit dürfen die Mitgliedstaaten den Landwirten im Zeitraum vom 16. Oktober bis
zum 30. November des Kalenderjahres Vorschüsse zahlen. Um Landwirte zu
unterstützen, die aufgrund hoher Düngemittelpreise mit Liquiditätsproblemen
konfrontiert sind, ist es angezeigt, den Mitgliedstaaten mehr Flexibilität in Bezug auf
den Zeitpunkt der Zahlung von Vorschüssen auf Direktzahlungen einzuräumen und
die Zahlung zu einem früheren Zeitpunkt im Jahr, unmittelbar nach dem Antrag auf
Unterstützung, zu erlauben. Da die Vorschüsse auf Direktzahlungen, die die
Mitgliedstaaten Landwirten in einem Kalenderjahr gezahlt haben, von der
Kommission jedoch erst aus dem Haushalt des Folgejahres erstattet werden, sollten
vor dem 16. Oktober 2026 an Begünstigte gezahlte Vorschüsse auf Direktzahlungen
als im November 2026 getätigt gelten und von den Mitgliedstaaten mit der Erklärung
für diesen Monat eingereicht werden, sodass sie von der Kommission zu Beginn des
Jahres 2027 erstattet werden.
(18) Gemäß Artikel 59 der Verordnung (EU) 2021/2116 können die Mitgliedstaaten ihre
Verwaltungs- und Kontrollsysteme flexibel einrichten. Die Mitgliedstaaten werden
aufgefordert, ihre Verwaltungs- und Kontrollsysteme anzupassen, um sicherzustellen,
dass die in dieser Verordnung vorgesehene zusätzliche Flexibilität in Bezug auf
Zeitpunkt und Umfang der Vorschüsse eine rechtzeitige und wirksame Unterstützung
der Landwirte ermöglicht. Insbesondere sollten die Mitgliedstaaten entscheiden,
welche Überprüfungen sie abschließen müssen, bevor sie die Vorschusszahlungen zur
Deckung dringenden Liquiditätsbedarfs leisten. In diesem Zusammenhang sollten die
Mitgliedstaaten auch die Möglichkeit berücksichtigen, dass sie rechtsgrundlos
gezahlte Vorschüsse wiedereinziehen und die finanziellen Interessen der Union
schützen können, bevor die Abschlusszahlung geleistet wird. Zum Zeitpunkt der
Abschlusszahlungen sollte der Mitgliedstaat das Risiko von Verstößen bewerten und
dabei Optionen wie Kontrollen der Förderfähigkeit und Prüfungen auf mögliche
Verstöße sowie die Wiedereinziehung rechtsgrundlos gezahlter Beträge nutzen. Wenn
11 Verordnung (EU, Euratom) 2024/2509 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. September
2024 über die Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Union (ABl. L, 2024/2509,
26.9.2024, ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/2024/2509/oj).
ein effizientes Verwaltungs- und Kontrollsystem besteht, auch für das
Forderungsmanagement, ist es unwahrscheinlich, dass gravierende Mängel auftreten.
(19) Daher sollten die Artikel 21, 35 und 44 der Verordnung (EU) 2021/2116 geändert
werden, damit die Mitgliedstaaten vor dem 16. Oktober des Kalenderjahres 2026
Vorschusszahlungen für Direktzahlungen an Begünstigte leisten können.
(20) Die Verordnungen (EU) 2021/2115 und (EU) 2021/2116 sollten daher entsprechend
geändert werden.
(21) Da es umgehender Maßnahmen bedarf, sollte die vorliegende Verordnung am Tag
nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft treten —
HABEN FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Änderung der Verordnung (EU) 2021/2115
Die Verordnung (EU) 2021/2115 wird wie folgt geändert:
1. In Artikel 69 wird folgender Buchstabe angefügt:
„j) Unterstützung für Landwirte, die vom starken Anstieg der Düngemittelpreise
infolge der Krise im Nahen Osten betroffen sind.“
2. In Titel III Kapitel IV Abschnitt 1 wird folgender Artikel eingefügt:
„Artikel 78b
Unterstützung für Landwirte, die vom starken Anstieg der Düngemittelpreise
infolge der Krise im Nahen Osten betroffen sind
(1) Die Mitgliedstaaten können aktiven Landwirten, die vom starken Anstieg der
Düngemittelpreise betroffen sind, unter den in diesem Artikel festgelegten und von
den Mitgliedstaaten in ihren GAP-Strategieplänen weiter ausgeführten Bedingungen
eine befristete Sonderunterstützung gewähren.
(2) Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass die Unterstützung im Rahmen dieses Artikels
auf Landwirte ausgerichtet ist, die am stärksten von dem starken Anstieg der
Düngemittelpreise betroffen sind, indem sie die Fördervoraussetzungen auf der
Grundlage der verfügbaren Informationen festlegen.
(3) Die Unterstützung nach diesem Artikel betrifft die zusätzlichen Kosten für
Düngemittel, die durch Marktentwicklungen infolge der Krise im Nahen Osten seit
1. März 2026 verursacht werden. Für die Zwecke der Berechnung dieser zusätzlichen
Kosten auf der Grundlage realistischer Annahmen bestimmen die Mitgliedstaaten
einen durchschnittlichen Referenzpreis, der auf dem Preis für Düngemittel während
eines Zeitraums von mindestens drei aufeinanderfolgenden Monaten zwischen dem
1. Januar 2025 und dem 28. Februar 2026 beruht, und einen repräsentativen Preis,
der auf dem Preis für Düngemittel während eines vom Mitgliedstaat festgelegten
Zeitraums beruht, der nicht vor dem 1. März 2026 beginnen darf. Die Unterstützung
nach diesem Artikel wird in Form von Einheitskosten je Hektar gewährt, die auf der
Grundlage des durchschnittlichen jährlichen Düngemittelverbrauchs je Fläche,
aufgeschlüsselt nach Sektoren oder Erzeugungssystemen, berechnet werden.
Alternativ können die Mitgliedstaaten die Unterstützung nach diesem Artikel auf die
tatsächlichen Kosten stützen, die jedem Begünstigten entstanden sind, wobei
ebenfalls der in diesem Absatz beschriebene Referenzpreis zu verwenden ist.
(4) Die Mitgliedstaaten legen die anwendbaren Unterstützungssätze für die Deckung von
bis zu 50 % der zusätzlichen Kosten für Düngemittel fest. Für Landwirte, die
Verpflichtungen oder Anforderungen zur Verringerung des Einsatzes von
Düngemitteln gemäß Artikel 31, Artikel 70 oder Artikel 72 unterliegen, können diese
Sätze auf bis zu 80 % angehoben werden. Für Finanzinstrumente in Form von
eigenständigem Betriebskapital gilt Artikel 80 Absatz 4.
(5) Die Mitgliedstaaten legen für jeden Begünstigten einen Höchstbetrag für die
Unterstützung oder eine maximal für die Unterstützung infrage kommende
Hektarzahl fest.
(6) Die Unterstützung gemäß diesem Artikel muss den Landwirten bis zum 30. Juni
2027 ausgezahlt werden.
(7) Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass Landwirte, die Unterstützung nach diesem
Artikel erhalten, Zugang zu einschlägigem Wissen und entsprechenden
Informationen haben, um den nachhaltigen Einsatz von Düngemitteln zu optimieren.
(8) Bei der Gewährung von Unterstützung nach diesem Artikel stellen die
Mitgliedstaaten sicher, dass eine Überkompensation infolge der Kombination der
von Interventionen nach diesem Artikel mit anderen nationalen oder
Unionsförderinstrumenten vermieden wird."
3. Artikel 80 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 1 erhält folgende Fassung:
„(1) Unterstützung in Form von Finanzinstrumenten gemäß Artikel 58 der
Verordnung (EU) 2021/1060 kann im Rahmen der Interventionskategorien gemäß
den Artikeln 73 bis 78 und 78b der vorliegenden Verordnung gewährt werden.“
b) Absatz 3 Satz 1 erhält folgende Fassung:
„Gemäß Artikel 58 Absatz 2 der Verordnung (EU) 2021/1060 kann Betriebskapital,
auch eigenständiges Betriebskapital, gemäß den Artikeln 73, 74, 76, 77, 78 und 78b
der vorliegenden Verordnung eine förderfähige Ausgabe sein, sofern es zur
Erreichung mindestens eines für die betreffende Intervention relevanten spezifischen
Ziels beiträgt.“
c) Absatz 4 erhält folgende Fassung:
„(4) Für die Finanzierung in Form von eigenständigem Betriebskapital gelten
abweichend von den Artikeln 73, 74, 76, 77, 78 und 78b nicht die in den genannten
Artikeln festgelegten Unterstützungssätze.“
4. In Artikel 86 Absatz 3 wird der folgende Unterabsatz angefügt:
„Im GAP-Strategieplan kann vorgesehen werden, dass für die Interventionskategorie
gemäß Artikel 78b abweichend von Unterabsatz 1 dieses Absatzes die sich aus einer
Änderung des GAP-Strategieplans ergebende Förderfähigkeit von aus dem ELER
finanzierten Ausgaben schon vor dem Datum der Einreichung des Änderungsantrags
bei der Kommission beginnen kann, jedoch nicht vor dem [...] [Amt für
Veröffentlichungen: Datum des Inkrafttretens dieser Verordnung].“
5. Artikel 87 Absatz 2 Unterabsatz 1 erhält folgende Fassung:
„Der Kommission wird die Befugnis übertragen, gemäß Artikel 152 delegierte
Rechtsakte zur Änderung der in den Anhängen V und IX festgesetzten
Mittelzuweisungen der Mitgliedstaaten zu erlassen, um Entwicklungen im
Zusammenhang mit dem Gesamtbetrag der Direktzahlungen, die gewährt werden
dürfen, zu berücksichtigen, einschließlich der Übertragungen gemäß den Artikeln 17
und 103, der Änderung der Zuweisungen für Direktzahlungen gemäß Artikel 103a,
Übertragungen von Mittelzuweisungen gemäß Artikel 88 Absatz 5 oder etwaiger zur
Finanzierung von Interventionskategorien in anderen Sektoren gemäß Artikel 88
Absatz 6 erforderlicher Abzüge.“
6. Artikel 91 Absatz 3 Buchstabe a erhält folgende Fassung:
„a) 65 % der förderfähigen öffentlichen Ausgaben für Zahlungen für naturbedingte
oder
andere gebietsspezifische Benachteiligungen gemäß Artikel 71 sowie für die
Unterstützung gemäß Artikel 78b“
7. Artikel 96a erhält folgende Fassung:
„Artikel 96a
Höchstmittelzuweisungen für Krisenzahlungen gemäß Artikel 78a und
Unterstützung für Landwirte gemäß Artikel 78b
(1) Für jeden Mitgliedstaat wird der Höchstbetrag, der für Krisenzahlungen an
Landwirte nach Naturkatastrophen, widrigen Witterungsverhältnissen oder
Katastrophenereignissen gemäß Artikel 78a und für die Unterstützung der von dem
starken Anstieg der Düngemittelpreise aufgrund der Krise im Nahen Osten
betroffenen Landwirte gemäß Artikel 78b reserviert werden kann, auf die in
Anhang XV festgesetzten jährlichen Beträge begrenzt.
(2) Höchstens 25 % der in Anhang XV festgelegten jährlichen Beträge können für die
Finanzierung der Unterstützung von Landwirten gemäß Artikel 78b reserviert
werden.
(3) Die ELER-Gesamtausgaben für die Krisenzahlungen gemäß Artikel 78a und
Artikel 78b dürfen die Summe der von den Mitgliedstaaten in ihren Finanzplänen
gemäß Artikel 112 Absatz 2 Buchstabe a festgelegten und von der Kommission
gemäß Artikel 119 genehmigten indikativen Mittelzuweisungen für diese
Interventionskategorien für die Haushaltsjahre 2026 und 2027 nicht übersteigen.
Diese finanzielle Obergrenze stellt eine im Unionsrecht festgesetzte finanzielle
Obergrenze dar.“
8. In Titel IV wird folgender Artikel eingefügt:
„Artikel 103a
Zuweisungen für Direktzahlungen für das Kalenderjahr 2027
Die Mitgliedstaaten können bis spätestens 31. August 2026 im Rahmen eines
Antrags auf strategische Änderung ihrer GAP-Strategiepläne gemäß Artikel 119
beschließen, ihre in den Anhängen V und IX für das Kalenderjahr 2027 festgesetzten
Zuweisungen für Direktzahlungen um einen Betrag zu erhöhen oder zu verringern,
der nicht höher ist als der in Anhang XVI für jeden Mitgliedstaat festgelegte Betrag
für die Erhöhung und Kürzung.“
9. Artikel 111 Absatz 2 erhält folgende Fassung:
„Absatz 1 Buchstabe e findet keine Anwendung auf im Rahmen der in Artikel 55
Absatz 1 Buchstaben a und c bis g genannten Interventionskategorie im
Bienenzuchtsektor, Interventionen im Rahmen der in Artikel 58 Absatz 1
Buchstaben h bis k genannten Interventionskategorie im Weinsektor, Informations-
und Absatzförderungsmaßnahmen für Qualitätsregelungen im Rahmen der in
Artikel 77 genannten Interventionskategorie für Kooperation, Interventionen im
Rahmen der in Artikel 78a genannten Interventionskategorie für Krisenzahlungen an
Landwirte nach Naturkatastrophen, widrigen Witterungsverhältnissen oder
Katastrophenereignissen und auf Interventionen im Rahmen der in Artikel 78b
genannten Interventionskategorie zur Unterstützung der von dem starken Anstieg der
Düngemittelpreise betroffenen Landwirte.“
10. Artikel 112 Absatz 2 Buchstabe b erhält folgende Fassung:
„b) die Übertragungen der Beträge im Sinne von Buchstabe a zwischen
Interventionskategorien in Form von Direktzahlungen und Interventionskategorien
zur Entwicklung des ländlichen Raums gemäß Artikel 103, etwaige Abzüge von den
Mittelzuweisungen des Mitgliedstaats für Interventionskategorien in Form von
Direktzahlungen, um im Einklang mit Artikel 88 Absatz 6 Beträge für
Interventionskategorien in anderen Sektoren gemäß Titel III Kapitel III Abschnitt 7
zur Verfügung zu stellen und etwaige Änderungen der Zuweisungen für
Direktzahlungen gemäß Artikel 103a;“
11. Artikel 119 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 2 Unterabsatz 1 Buchstabe c erhält folgende Fassung:
„c) Änderungen im Zusammenhang mit Artikel 17 Absatz 5, Artikel 88 Absatz 7,
den Artikeln 92 bis 98, Artikel 103 Absätze 1, 5 und 6 oder Artikel 103a;“
b) Absatz 7 Unterabsatz 2 erhält folgende Fassung:
„Anträge auf strategische Änderung im Zusammenhang mit Artikel 17 Absatz 5,
Artikel 78b, Artikel 88 Absatz 7, Artikel 103 Absatz 5 oder 6 oder Artikel 103a
zählen für die in Unterabsatz 1 des vorliegenden Absatzes festgelegte Begrenzung
nicht.“
12. Artikel 121 Unterabsatz 2 Buchstabe b erhält folgende Fassung:
„b) im Fall von Änderungen im Zusammenhang mit Artikel 17 Absatz 5, Artikel 88
Absatz 7, Artikel 103 Absatz 5 und Artikel 103a: den Zeitraum für den Erlass des
delegierten Rechtsakts zur Änderung der Zuweisungen gemäß Artikel 87 Absatz 2.“
13. In Artikel 146 wird folgender Unterabsatz angefügt:
„Die Mitgliedstaaten können für die Unterstützung gemäß Artikel 78b eine
zusätzliche nationale Finanzierung in Höhe von bis zu 200 % der im GAP-
Strategieplan zugewiesenen ELER-Finanzierung bereitstellen.“
14. Die Anhänge I und XV werden gemäß Anhang I der vorliegenden Verordnung
geändert.
15. Der Wortlaut in Anhang II der vorliegenden Verordnung wird als Anhang XVI
angefügt.
Artikel 2
Änderung der Verordnung (EU) 2021/2116
Die Verordnung (EU) 2021/2116 wird wie folgt geändert:
1. Artikel 21 Absatz 2 Unterabsatz 1 erhält folgende Fassung:
„(2) Die monatlichen Zahlungen werden dem Mitgliedstaat unter Berücksichtigung
der Kürzungen oder Aussetzungen gemäß den Artikeln 39 bis 42 oder jeglicher
anderen Korrekturen spätestens am dritten Arbeitstag des zweiten Monats
überwiesen, der auf den Monat folgt, in dem die Ausgaben getätigt wurden. Die von
den Mitgliedstaaten zwischen dem 1. und dem 15. Oktober getätigten Ausgaben
werden dem Monat Oktober zugerechnet. Die zwischen dem 16. und dem
31. Oktober getätigten Ausgaben werden dem Monat November zugerechnet. Die
von den Mitgliedstaaten gemäß Artikel 44 Absatz 2 Unterabsatz 2 Buchstabe a vor
dem 16. Oktober im Kalenderjahr 2026 getätigten Ausgaben für Vorschusszahlungen
werden dem Monat November zugerechnet und sind in der Erklärung für diesen
Monat anzugeben.“
2. Artikel 35 erhält folgende Fassung:
„Artikel 35
Agrar-Haushaltsjahr
Unbeschadet der von der Kommission gemäß Artikel 47 Absatz 2 Unterabsatz 1
Buchstabe a festgelegten besonderen Bestimmungen über die Ausgaben- und
Einnahmenerklärungen im Zusammenhang mit der öffentlichen Intervention und
über die Ausgabenerklärungen für vor dem 16. Oktober im Kalenderjahr 2026
getätigte Vorschusszahlungen gemäß Artikel 44 Absatz 2 Unterabsatz 2 Buchstabe a
deckt das Agrar-Haushaltsjahr die getätigten Ausgaben und eingegangenen
Einnahmen der Zahlstellen ab, die diese für den Haushalt des EGFL und des ELER
für ein Agrar-Haushaltsjahr „N“ verbuchen, das am 16. Oktober des Jahres „N – 1“
beginnt und am 15. Oktober des Jahres „N“ endet.“
3. Artikel 44 Absatz 2 Unterabsatz 2 Buchstabe a erhält folgende Fassung:
„a) vor dem 1. Dezember, jedoch frühestens ab dem 16. Oktober
Vorschusszahlungen in Höhe von bis zu 70 % für Interventionen in Form von
Direktzahlungen sowie für Beihilfen in Form von Direktzahlungen im Rahmen der
Maßnahmen gemäß Kapitel IV der Verordnung (EU) Nr. 228/2013 bzw. Kapitel IV
der Verordnung (EU) Nr. 229/2013 leisten; für das Antragsjahr 2026 können die
Mitgliedstaaten jedoch Vorschüsse in Höhe von bis zu 75 % für diese Interventionen
und Maßnahmen zahlen und können diese Vorschüsse auch vor dem 16. Oktober
2026 auszahlen.“
Artikel 3
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen
Union in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
Mitgliedstaat.
Geschehen zu Brüssel am
Im Namen des Europäischen Parlaments Im Namen des Rates
Die Präsidentin Der Präsident/Die Präsidentin
FINANZ- UND DIGITALBOGEN ZU RECHTSAKTEN
1. RAHMEN DES VORSCHLAGS/DER INITIATIVE ................................................. 3
1.1. Bezeichnung des Vorschlags/der Initiative .................................................................. 3
1.2. Politikbereich(e) ........................................................................................................... 3
1.3. Ziel(e) ........................................................................................................................... 3
1.3.1. Allgemeine(s) Ziel(e) ................................................................................................... 3
1.3.2. Einzelziel(e) ................................................................................................................. 3
1.3.3. Erwartete Ergebnisse und Auswirkungen .................................................................... 3
1.3.4. Leistungsindikatoren .................................................................................................... 3
1.4. Der Vorschlag/Die Initiative betrifft ............................................................................ 4
1.5. Begründung des Vorschlags/der Initiative ................................................................... 4
1.5.1. Kurz- oder langfristig zu deckender Bedarf, einschließlich einer detaillierten
Zeitleiste für die Durchführung der Initiative .............................................................. 4
1.5.2. Mehrwert aufgrund des Tätigwerdens der EU (kann sich aus unterschiedlichen
Faktoren ergeben, z. B. Vorteile durch Koordinierung, Rechtssicherheit, größere
Wirksamkeit oder Komplementarität). Für die Zwecke dieses Abschnitts bezeichnet
der Ausdruck „Mehrwert aufgrund des Tätigwerdens der EU“ den Wert, der sich aus
dem Tätigwerden der EU ergibt und den Wert ergänzt, der andernfalls allein von den
Mitgliedstaaten geschaffen worden wäre. .................................................................... 4
1.5.3. Aus früheren ähnlichen Maßnahmen gewonnene Erkenntnisse .................................. 4
1.5.4. Vereinbarkeit mit dem Mehrjährigen Finanzrahmen sowie mögliche Synergieeffekte
mit anderen geeigneten Instrumenten .......................................................................... 5
1.5.5. Bewertung der verschiedenen verfügbaren Finanzierungsoptionen, einschließlich der
Möglichkeiten für eine Umschichtung ......................................................................... 5
1.6. Laufzeit der vorgeschlagenen Maßnahme/der Initiative und Dauer der finanziellen
Auswirkungen .............................................................................................................. 6
1.7. Vorgeschlagene Haushaltsvollzugsart(en) ................................................................... 6
2. VERWALTUNGSMAẞNAHMEN ............................................................................ 8
2.1. Überwachung und Berichterstattung ............................................................................ 8
2.2. Verwaltungs- und Kontrollsystem(e) ........................................................................... 8
2.2.1. Begründung der Haushaltsvollzugsart(en), des Durchführungsmechanismus/der
Durchführungsmechanismen für die Finanzierung, der Zahlungsmodalitäten und der
Kontrollstrategie, wie vorgeschlagen ........................................................................... 8
2.2.2. Angaben zu den ermittelten Risiken und dem/den zu deren Eindämmung
eingerichteten System(en) der internen Kontrolle ....................................................... 8
2.2.3. Schätzung und Begründung der Kosteneffizienz der Kontrollen (Verhältnis zwischen
den Kontrollkosten und dem Wert der betreffenden verwalteten Mittel) sowie
Bewertung des erwarteten Ausmaßes des Fehlerrisikos (bei Zahlung und beim
Abschluss) .................................................................................................................... 8
2.3. Prävention von Betrug und Unregelmäßigkeiten ......................................................... 9
3. GESCHÄTZTE FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN DES VORSCHLAGS/DER
INITIATIVE .............................................................................................................. 10
3.1. Betroffene Rubrik(en) des Mehrjährigen Finanzrahmens und Ausgabenlinie(n) im
Haushaltsplan ............................................................................................................. 10
3.2. Geschätzte finanzielle Auswirkungen des Vorschlags auf die Mittel ........................ 12
3.2.1 Übersicht über die geschätzten Auswirkungen auf die operativen Mittel ................. 12
3.2.1.1. Mittel aus dem verabschiedeten Haushaltsplan ......................................................... 12
3.2.1.2. Mittel aus externen zweckgebundenen Einnahmen ................................................... 17
3.2.2. Geschätzter Output, der mit operativen Mitteln finanziert wird ................................ 22
3.2.3. Übersicht über die geschätzten Auswirkungen auf die Verwaltungsmittel ............... 24
3.2.3.1. Mittel aus dem verabschiedeten Haushaltsplan .......................................................... 24
3.2.3.2. Mittel aus externen zweckgebundenen Einnahmen ................................................... 24
3.2.3.3. Mittel insgesamt ......................................................................................................... 24
3.2.4. Geschätzter Personalbedarf ........................................................................................ 25
3.2.4.1. Finanziert aus dem verabschiedeten Haushalt ........................................................... 25
3.2.4.2. Finanziert aus externen zweckgebundenen Einnahmen ............................................. 26
3.2.4.3. Geschätzter Personalbedarf insgesamt ....................................................................... 26
3.2.5. Einschätzung der Auswirkungen auf die Investitionen im Zusammenhang mit
digitalen Technologien ............................................................................................... 28
3.2.6. Vereinbarkeit mit dem derzeitigen Mehrjährigen Finanzrahmen .............................. 28
3.2.7. Beiträge Dritter........................................................................................................... 28
3.3. Geschätzte Auswirkungen auf die Einnahmen .......................................................... 29
4. DIGITALE ASPEKTE............................................................................................... 29
4.1. Anforderungen von digitaler Relevanz ...................................................................... 30
4.2. Daten .......................................................................................................................... 30
4.3. Digitale Lösungen ...................................................................................................... 31
4.4. Interoperabilitätsbewertung........................................................................................ 31
4.5. Unterstützungsmaßnahmen für die digitale Umsetzung ............................................ 32
1. RAHMEN DES VORSCHLAGS/DER INITIATIVE
1.1. Bezeichnung des Vorschlags/der Initiative
Vorschlag für eine VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND
DES RATES zur Änderung der Verordnung (EU) 2021/2115 hinsichtlich einer
besonderen Interventionskategorie zur Gewährung einer befristeten
Sonderunterstützung im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die
Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und der Möglichkeit, die Zuweisungen
für Direktzahlungen im Kalenderjahr 2027 anzupassen, sowie zur Änderung der
Verordnung (EU) 2021/2116 hinsichtlich flexiblerer Vorschriften für
Vorschusszahlungen als Reaktion auf die infolge der Krise im Nahen Osten
gestiegenen Düngemittelpreise
1.2. Politikbereich(e)
Programmcluster 8 – Landwirtschaft und Meerespolitik unter Rubrik 3 des
Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) 2021-2027 – Natürliche Ressourcen und
Umwelt
1.3. Ziel(e)
1.3.1. Allgemeine(s) Ziel(e)
Um die Lebensfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe und die
Ernährungssicherheit in Europa sicherzustellen, soll mit der Initiative die
Möglichkeit geschaffen werden, den Landwirten Liquiditätshilfen zur Bewältigung
der Auswirkungen der infolge der Krise im Nahen Osten gestiegenen
Düngemittelpreise zu gewähren. Sie bietet den Mitgliedstaaten daher Flexibilität bei
der Unterstützung von Landwirten.
.
1.3.2. Einzelziel(e)
Die Liquidität der Landwirte soll durch folgende Maßnahmen sichergestellt werden:
- eine neue befristete Intervention, mit der Unterstützung in Form von Zuschüssen
oder eigenständigem Betriebskapital ermöglicht wird,
- höhere Vorschüsse auf Direktzahlungen sowie die Möglichkeit einer Auszahlung
dieser Vorschüsse durch die Mitgliedstaaten vor dem 16. Oktober 2026,
- die Möglichkeit, die Höhe der Direktzahlungen im Kalenderjahr 2027 anzupassen,
damit die finanzielle Unterstützung durch die Mitgliedstaaten den Bedürfnissen der
Landwirte besser gerecht wird.
1.3.3. Erwartete Ergebnisse und Auswirkungen
Bitte geben Sie an, wie sich der Vorschlag/die Initiative auf die Begünstigten/Zielgruppen auswirken
sollte.
Mit der Initiative sollten die Landwirte bei der Bewältigung der wirtschaftlichen
Auswirkungen der infolge der Krise im Nahen Osten gestiegenen Düngemittelpreise
unterstützt werden, indem sie durch eine neue Intervention und vorzeitige
Vorschüsse Zugang zu zweckgebundener Liquidität erhalten.
1.3.4. Leistungsindikatoren
Bitte geben Sie an, anhand welcher Indikatoren die Fortschritte und Ergebnisse verfolgt werden
sollen.
Für die neue Intervention wird ein neuer Outputindikator vorgeschlagen. Darüber
hinaus werden bestehende Indikatoren zur Messung der Leistung herangezogen.
1.4. Der Vorschlag/Die Initiative betrifft
eine neue Maßnahme
eine neue Maßnahme im Anschluss an ein Pilotprojekt/eine vorbereitende
Maßnahme12
die Verlängerung einer bestehenden Maßnahme
die Zusammenführung mehrerer Maßnahmen oder die Neuausrichtung mindestens
einer Maßnahme
1.5. Begründung des Vorschlags/der Initiative
1.5.1. Kurz- oder langfristig zu deckender Bedarf, einschließlich einer detaillierten
Zeitleiste für die Durchführung der Initiative
Ausgehend von der Mitteilung über einen Aktionsplan für Düngemittel13 sieht die
Initiative bis zum zweiten Quartal 2026 eine gezielte Sonderunterstützung für die am
stärksten betroffenen Landwirte durch bestehende Instrumente im Rahmen der
Gemeinsamen Agrarpolitik vor sowie einen Vorschlag für ein gezieltes GAP-Paket,
das es den Mitgliedstaaten ermöglicht, die im Rahmen der derzeitigen GAP-
Strategiepläne verfügbare Unterstützung bestmöglich zu nutzen.
1.5.2. Mehrwert aufgrund des Tätigwerdens der EU (kann sich aus unterschiedlichen
Faktoren ergeben, z. B. Vorteile durch Koordinierung, Rechtssicherheit, größere
Wirksamkeit oder Komplementarität). Für die Zwecke dieses Abschnitts bezeichnet
der Ausdruck „Mehrwert aufgrund des Tätigwerdens der EU“ den Wert, der sich aus
dem Tätigwerden der EU ergibt und den Wert ergänzt, der andernfalls allein von den
Mitgliedstaaten geschaffen worden wäre.
Der grenzüberschreitende und globale Charakter der mit der Krise im Nahen Osten
zusammenhängenden Herausforderungen, mit denen der Agrarsektor der EU
konfrontiert ist – insbesondere die gestiegenen Düngemittelpreise – erfordern eine
gemeinsame Reaktion auf EU-Ebene, die das Funktionieren des Binnenmarkts und
gleiche Wettbewerbsbedingungen, die durch die GAP bereits geschaffen wurden,
bewahren. Dementsprechend werden mit der Initiative die EU-Rechtsvorschriften
über die Durchführung von aus EU-Mitteln finanzierten Interventionen durch die
Mitgliedstaaten geändert.
12 Im Sinne des Artikels 58 Absatz 2 Buchstabe a oder b der Haushaltsordnung.
13 Mitteilung der Kommission – Aktionsplan für Düngemittel: Eine Partnerschaft zur Gewährleistung von
Verfügbarkeit, Erschwinglichkeit und strategischer Autonomie bei heimischen EU-Düngemitteln
(COM/2026/310 final), https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:52026DC0310.
1.5.3. Aus früheren ähnlichen Maßnahmen gewonnene Erkenntnisse
Die Initiative baut auf den Erkenntnissen aus früheren Krisenpaketen auf,
insbesondere denen zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie oder im
Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.
1.5.4. Vereinbarkeit mit dem Mehrjährigen Finanzrahmen sowie mögliche Synergieeffekte
mit anderen geeigneten Instrumenten
Die Initiative ist mit dem MFR 2021-2027 vereinbar. Sie wird andere Maßnahmen
im Rahmen der Mitteilung über einen Aktionsplan für Düngemittel ergänzen.
Die EU-Haushaltsausgaben für den Zeitraum 2028-2034 hängen von der Annahme
der neuen MFR-relevanten Rechtsvorschriften ab.
1.5.5. Bewertung der verschiedenen verfügbaren Finanzierungsoptionen, einschließlich der
Möglichkeiten für eine Umschichtung
Infolge dieses Vorschlags notwendige Änderungen der finanziellen Hilfe der Union
für die in den Strategieplänen festgelegten Interventionen werden im Rahmen der
nationalen Finanzausstattungen vorgenommen.
1.6. Laufzeit der vorgeschlagenen Maßnahme/der Initiative und Dauer der
finanziellen Auswirkungen
Befristete Laufzeit
– Laufzeit: [TT.MM.]JJJJ bis [TT.MM.]JJJJ
– Finanzielle Auswirkungen auf die Mittel für Verpflichtungen von JJJJ bis JJJJ
und auf die Mittel für Zahlungen von JJJJ bis JJJJ
Unbefristete Laufzeit
– Anlaufphase von JJJJ bis JJJJ
– Anschließend reguläre Umsetzung
1.7. Vorgeschlagene Haushaltsvollzugsart(en)
Direkte Mittelverwaltung durch die Kommission
– über ihre Dienststellen, einschließlich ihres Personals in den EU-Delegationen
– über Exekutivagenturen
Geteilte Mittelverwaltung mit Mitgliedstaaten
Indirekte Mittelverwaltung durch Übertragung von Haushaltsvollzugsaufgaben
an:
– Drittländer oder die von ihnen benannten Einrichtungen
– internationale Einrichtungen und deren Agenturen (bitte angeben)
– die Europäische Investitionsbank und den Europäischen Investitionsfonds
– Einrichtungen im Sinne der Artikel 70 und 71 der Haushaltsordnung
– öffentlich-rechtliche Körperschaften
– privatrechtliche Einrichtungen, die im öffentlichen Auftrag tätig werden, sofern
ihnen ausreichende finanzielle Garantien bereitgestellt werden
– privatrechtliche Einrichtungen eines Mitgliedstaats, die mit der Einrichtung einer
öffentlich-privaten Partnerschaft betraut werden und denen ausreichende finanzielle Garantien
bereitgestellt werden
– Einrichtungen oder Personen, die mit der Durchführung bestimmter Maßnahmen
im Bereich der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik im Rahmen des Titels V des
Vertrags über die Europäische Union betraut und die in dem maßgeblichen Basisrechtsakt
benannt sind
– in einem Mitgliedstaat ansässige Einrichtungen, die dem Privatrecht eines
Mitgliedstaats oder dem Unionsrecht unterliegen und im Einklang mit sektorspezifischen
Vorschriften für die Betrauung mit der Ausführung von Unionsmitteln oder mit der Erteilung
von Haushaltsgarantien in Betracht kommen, insofern diese Einrichtungen von
öffentlichrechtlichen Körperschaften oder von privatrechtlichen, im öffentlichen Auftrag tätig
werdenden Einrichtungen kontrolliert und von den Kontrollstellen mit angemessenen
finanziellen Garantien mit gesamtschuldnerischer Haftung oder gleichwertigen finanziellen
Garantien ausgestattet werden, die bei jeder Maßnahme auf den Höchstbetrag der
Unionsunterstützung begrenzt sein können.
Bemerkungen
Nicht zutreffend
2. VERWALTUNGSMAẞNAHMEN
2.1. Überwachung und Berichterstattung
Die Initiative baut auf den bestehenden Überwachungs- und
Berichterstattungsvorschriften für die GAP-Strategiepläne auf.
2.2. Verwaltungs- und Kontrollsystem(e)
2.2.1. Begründung der Haushaltsvollzugsart(en), des Durchführungsmechanismus/der
Durchführungsmechanismen für die Finanzierung, der Zahlungsmodalitäten und der
Kontrollstrategie, wie vorgeschlagen
Die Initiative baut auf den bestehenden Verwaltungs- und Kontrollsystemen für die
GAP-Strategiepläne auf.
2.2.2. Angaben zu den ermittelten Risiken und dem/den zu deren Eindämmung
eingerichteten System(en) der internen Kontrolle
Die Initiative baut auf den bestehenden Überwachungs- und
Berichterstattungsvorschriften für die GAP-Strategiepläne auf und sieht klare
Vorschriften zur Minderung von Risiken vor.
2.2.3. Schätzung und Begründung der Kosteneffizienz der Kontrollen (Verhältnis zwischen
den Kontrollkosten und dem Wert der betreffenden verwalteten Mittel) sowie
Bewertung des erwarteten Ausmaßes des Fehlerrisikos (bei Zahlung und beim
Abschluss)
Die Initiative baut auf den bestehenden Kontrollvorschriften für die GAP-
Strategiepläne auf.
2.3. Prävention von Betrug und Unregelmäßigkeiten
Die Initiative baut auf den bestehenden Regelungen zur Vermeidung von Betrug und
Unregelmäßigkeiten für die GAP-Strategiepläne auf.
3. GESCHÄTZTE FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN DES
VORSCHLAGS/DER INITIATIVE
3.1. Betroffene Rubrik(en) des Mehrjährigen Finanzrahmens und Ausgabenlinie(n)
im Haushaltsplan
Dieser Vorschlag hat keine quantifizierbaren Auswirkungen auf den Haushalt.
Infolge dieses Vorschlags notwendige Änderungen der finanziellen Hilfe der Union
für die in den Strategieplänen festgelegten Interventionen werden im Rahmen der
nationalen Finanzausstattungen vorgenommen.
Der Vorschlag hat keine Auswirkungen auf den Haushalt für das Jahr 2027.
Auswirkungen auf den Haushalt in den Folgejahren wird er insofern haben, als dass
Direktzahlungen für das Kalenderjahr 2027 gemäß Artikel 35 Absatz 10 des
Vorschlags der Kommission für die NRPP-Verordnung nicht im Rahmen der NRP-
Pläne der Mitgliedstaaten erfolgen, sondern aus dem MFR-Haushalt 2028-2034
finanziert werden. Da jedoch der Gesamtbetrag für die Pläne der Mitgliedstaaten den
jeweiligen Haushaltsmitteln entsprechen sollte und die verbleibenden GAP-
Zahlungen für den Zeitraum 2021-2027 (d. h. Direktzahlungen für das
Kalenderjahr 2027) aus der Mittelausstattung des nächsten MFR entnommen werden,
wird ein Betrag in Höhe dieser verbleibenden Zahlungen im Rahmen des darauf
folgenden MFR (nach 2034) in Anspruch genommen, um die
Gesamtmittelausstattung beizubehalten, die die Mitgliedstaaten für den
Zeitraum 2028-2034 vorsehen können. Somit wirken sich die verbleibenden
Zahlungen nicht auf den Betrag aus, den die Mitgliedstaaten in ihren NRP-Plänen
vorsehen können, d. h. die MFR-Mittelzuweisung für den Zeitraum 2028-2034,
einschließlich der gesamten zweckgebundenen Mittelausstattung für Interventionen
zur Einkommensstützung im Rahmen der GAP.
Beschließt ein Mitgliedstaat, die ursprünglich geplanten Mittel für Direktzahlungen
im Kalenderjahr 2027 zu reduzieren oder zu erhöhen, so fällt ein entsprechend
niedrigerer oder höherer Betrag unter Artikel 35 Absatz 10 und dementsprechend
sind mehr oder weniger Mittel im Rahmen der NRPP-Haushaltstranche 2028 für die
Planung anderer GAP-Interventionen verfügbar. Direktzahlungen für das
Kalenderjahr 2027 müssen – einschließlich etwaiger Erhöhungen oder Kürzungen –
in den vorgeschlagenen zweckgebundenen GAP-Zuweisungen des Mitgliedstaats
berücksichtigt werden.
Bestehende Haushaltslinien
In der Reihenfolge der Rubriken des Mehrjährigen Finanzrahmens und der
Haushaltslinien.
Rubrik des
Mehrjährig
Haushaltslinie Art der
Ausgaben Beiträge
en
Finanzrahm
ens
Nummer
GM/NGM
von
EFTA-
Ländern15
von
Kandidaten
ländern und
potenzielle
n
Kandidaten
von
anderen
Drittlände
rn
andere
zweckgebundene
Einnahmen
08.02.04 Kategorien von Interventionen in
Form von Direktzahlungen im Rahmen
der GAP-Strategiepläne
NGM NEIN NEIN NEIN JA
08.02.05.01 POSEI und kleinere Inseln
des Ägäischen Meeres (Direktzahlungen) NGM NEIN NEIN NEIN JA
(08.03.01.01 Kategorien von
Interventionen zur Entwicklung des
ländlichen Raums im Rahmen der GAP-
Strategiepläne)
GM NEIN NEIN NEIN JA
[XX.YY.YY.YY]
GM/NG
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[XX.YY.YY.YY]
GM/NG
M
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JA/NEIN
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N
JA/NEIN
Neu zu schaffende Haushaltslinien
In der Reihenfolge der Rubriken des Mehrjährigen Finanzrahmens und der
Haushaltslinien.
Rubrik des
Mehrjährig
en
Finanzrahm
ens
Haushaltslinie Art der
Ausgaben Beiträge
Nummer
GM/NGM
von
EFTA-
Ländern
von
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Kandidaten
von
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[XX.YY.YY.YY]
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JA/NEIN
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N
JA/NEIN
14 GM = Getrennte Mittel/NGM = Nichtgetrennte Mittel.
15 EFTA: Europäische Freihandelsassoziation.
16 Kandidatenländer und gegebenenfalls potenzielle Kandidaten des Westbalkans.
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3.2.3. Übersicht über die geschätzten Auswirkungen auf die Verwaltungsmittel
– Für den Vorschlag/die Initiative werden keine Verwaltungsmittel benötigt.
– Für den Vorschlag/die Initiative werden die folgenden Verwaltungsmittel
benötigt:
3.2.3.1. Mittel aus dem verabschiedeten Haushaltsplan
BEWILLIGTE MITTEL
Jahr Jahr Jahr Jahr 2021-2027
INSGESAMT 2024 2025 2026 2027
RUBRIK 7
Personalausgaben 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Sonstige Verwaltungsausgaben 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Zwischensumme RUBRIK 7 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Außerhalb der RUBRIK 7
Personalausgaben 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Sonstige Verwaltungsausgaben 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Zwischensumme außerhalb der RUBRIK 7 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
INSGESAMT 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
===================================================================
Optional: if the proposal is partly or fully financed from external assigned revenues, fill in the
tables in Sections 3.2.3.2. and 3.2.3.3. If not, please delete both sections.
3.2.3.2. Mittel aus externen zweckgebundenen Einnahmen
EXTERNE ZWECKGEBUNDENE
EINNAHMEN
Jahr Jahr Jahr Jahr 2021-2027
INSGESAMT 2024 2025 2026 2027
RUBRIK 7
Personalausgaben 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Sonstige Verwaltungsausgaben 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Zwischensumme RUBRIK 7 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Außerhalb der RUBRIK 7
Personalausgaben 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Sonstige Verwaltungsausgaben 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Zwischensumme außerhalb der RUBRIK 7 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
INSGESAMT 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
3.2.3.3. Mittel insgesamt
INSGESAMT
BEWILLIGTE MITTEL + EXTERNE
ZWECKGEBUNDENE EINNAHMEN
Jahr Jahr Jahr Jahr
2021-2027
INSGESAMT
2024 2025 2026 2027
RUBRIK 7
Personalausgaben 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Sonstige Verwaltungsausgaben 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
DE 2 DE
Zwischensumme RUBRIK 7 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Außerhalb der RUBRIK 7
Personalausgaben 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Sonstige Verwaltungsausgaben 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Zwischensumme außerhalb der RUBRIK 7 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
INSGESAMT 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
===================================================================
Der Mittelbedarf für Personal- und sonstige Verwaltungsausgaben wird durch der Verwaltung der
Maßnahme zugeordnete Mittel der GD und/oder durch eine Umschichtung innerhalb der GD gedeckt.
Hinzu kommen etwaige zusätzliche Mittel, die der für die Verwaltung der Maßnahme zuständigen GD
nach Maßgabe der verfügbaren Mittel im Rahmen der jährlichen Mittelzuweisung zugeteilt werden.
3.2.4. Geschätzter Personalbedarf
– Für den Vorschlag/die Initiative wird kein Personal benötigt.
– Für den Vorschlag/die Initiative wird das folgende Personal benötigt:
3.2.4.1. Finanziert aus dem verabschiedeten Haushalt
Schätzung in Vollzeitäquivalenten (VZÄ)
BEWILLIGTE MITTEL
Jahr Jahr Jahr Jahr
2024 2025 2026 2027
Planstellen (Beamte und Bedienstete auf Zeit)
20 01 02 01 (Zentrale Dienststellen und Vertretungen der Kommission) 0 0 0 0
20 01 02 03 (EU-Delegationen) 0 0 0 0
01 01 01 01 (Indirekte Forschung) 0 0 0 0
01 01 01 11 (Direkte Forschung) 0 0 0 0
Sonstige Haushaltslinien (bitte angeben) 0 0 0 0
• Externes Personal (in VZÄ)
20 02 01 (VB und ANS der Globaldotation) 0 0 0 0
20 02 03 (VB, ÖB, ANS und JPD in den EU-Delegationen) 0 0 0 0
Haushaltslinie
administr.
Unterstützung
[XX.01.YY.YY]
- in den zentralen Dienststellen 0 0 0 0
- in den EU-Delegationen 0 0 0 0
01 01 01 02 (VB und ANS – indirekte Forschung) 0 0 0 0
01 01 01 12 (VB und ANS – direkte Forschung) 0 0 0 0
Sonstige Haushaltslinien (bitte angeben) – Rubrik 7 0 0 0 0
Sonstige Haushaltslinien (bitte angeben) – außerhalb der Rubrik 7 0 0 0 0
INSGESAMT 0 0 0 0
===================================================================
Optional: if the proposal is partly or fully financed from external assigned revenues, fill in the
tables in Sections 3.2.4.2. and 3.2.4.3. If not, please delete both sections.
DE 3 DE
3.2.4.2. Finanziert aus externen zweckgebundenen Einnahmen
EXTERNE ZWECKGEBUNDENE EINNAHMEN
Jahr Jahr Jahr Jahr
2024 2025 2026 2027
Planstellen (Beamte und Bedienstete auf Zeit)
20 01 02 01 (Zentrale Dienststellen und Vertretungen der Kommission) 0 0 0 0
20 01 02 03 (EU-Delegationen) 0 0 0 0
01 01 01 01 (Indirekte Forschung) 0 0 0 0
01 01 01 11 (Direkte Forschung) 0 0 0 0
Sonstige Haushaltslinien (bitte angeben) 0 0 0 0
• Externes Personal (in Vollzeitäquivalenten)
20 02 01 (VB und ANS der Globaldotation) 0 0 0 0
20 02 03 (VB, ÖB, ANS und JPD in den EU-Delegationen) 0 0 0 0
Haushaltslinie
administr.
Unterstützung
[XX.01.YY.YY]
- in den zentralen Dienststellen 0 0 0 0
- in den EU-Delegationen 0 0 0 0
01 01 01 02 (VB und ANS – indirekte Forschung) 0 0 0 0
01 01 01 12 (VB und ANS – direkte Forschung) 0 0 0 0
Sonstige Haushaltslinien (bitte angeben) – Rubrik 7 0 0 0 0
Sonstige Haushaltslinien (bitte angeben) – außerhalb der Rubrik 7 0 0 0 0
INSGESAMT 0 0 0 0
3.2.4.3. Geschätzter Personalbedarf insgesamt
SUMME DER BEWILLIGTEN MITTEL + EXTERNEN
ZWECKGEBUNDENEN EINNAHMEN
Jahr Jahr Jahr Jahr
2024 2025 2026 2027
Planstellen (Beamte und Bedienstete auf Zeit)
20 01 02 01 (Zentrale Dienststellen und Vertretungen der Kommission) 0 0 0 0
20 01 02 03 (EU-Delegationen) 0 0 0 0
01 01 01 01 (Indirekte Forschung) 0 0 0 0
01 01 01 11 (Direkte Forschung) 0 0 0 0
Sonstige Haushaltslinien (bitte angeben) 0 0 0 0
• Externes Personal (in Vollzeitäquivalenten)
20 02 01 (VB und ANS der Globaldotation) 0 0 0 0
20 02 03 (VB, ÖB, ANS und JPD in den EU-Delegationen) 0 0 0 0
Haushaltslinie
administr.
Unterstützung
[XX.01.YY.YY]
- in den zentralen Dienststellen 0 0 0 0
- in den EU-Delegationen 0 0 0 0
01 01 01 02 (VB und ANS – indirekte Forschung) 0 0 0 0
01 01 01 12 (VB und ANS – direkte Forschung) 0 0 0 0
Sonstige Haushaltslinien (bitte angeben) – Rubrik 7 0 0 0 0
Sonstige Haushaltslinien (bitte angeben) – außerhalb der Rubrik 7 0 0 0 0
INSGESAMT 0 0 0 0
===================================================================
DE 4 DE
Für die Durchführung des Vorschlags benötigtes Personal (in VZÄ):
Personal aus den
Dienststellen der
Kommission
Zusatzpersonal (ausnahmsweise)*
Zu finanzieren
aus Rubrik 7 oder
Forschung
Zu finanzieren
aus einer
Haushaltslinie für
administrative
Unterstützung
Zu finanzieren
aus Gebühren
Planstellen Nicht zutreffend
Externes Personal
(VB, ANS, LAK)
Beschreibung der Aufgaben, die ausgeführt werden sollen durch:
Beamte und Zeitbedienstete
Externes Personal
3.2.5. Einschätzung der Auswirkungen auf die Investitionen im Zusammenhang mit
digitalen Technologien
Mittel INSGESAMT für Digitales und
IT
Jahr Jahr Jahr Jahr MFR 202
1-2027
INSGES
AMT 2024 2025 2026 2027
RUBRIK 7
IT-Ausgaben (intern) 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Zwischensumme RUBRIK 7 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Außerhalb der RUBRIK 7
IT-Ausgaben zur Politikunterstützung für
operationelle Programme
0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Zwischensumme außerhalb der RUBRIK 7 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
INSGESAMT 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
3.2.6. Vereinbarkeit mit dem derzeitigen Mehrjährigen Finanzrahmen
Der Vorschlag/Die Initiative
– kann durch Umschichtungen innerhalb der entsprechenden Rubrik des
Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) in voller Höhe finanziert werden.
Infolge dieses Vorschlags notwendige Änderungen der finanziellen Hilfe der Union
für die in den Strategieplänen festgelegten Interventionen werden im Rahmen der
nationalen Finanzausstattungen vorgenommen.
DE 5 DE
– erfordert die Inanspruchnahme des verbleibenden Spielraums unter der
einschlägigen Rubrik des MFR und/oder den Einsatz der besonderen Instrumente im Sinne
der MFR-Verordnung.
– erfordert eine Änderung des MFR.
3.2.7. Beiträge Dritter
Der Vorschlag/Die Initiative
– sieht keine Kofinanzierung durch Dritte vor.
– sieht folgende Kofinanzierung durch Dritte vor:
Mittel in Mio. EUR (3 Dezimalstellen)
Jahr
Jahr
Jahr
Jahr
Insgesamt
Kofinanzierende Einrichtung
Kofinanzierung INSGESAMT
3.3. Geschätzte Auswirkungen auf die Einnahmen
– Der Vorschlag/Die Initiative wirkt sich nicht auf die Einnahmen aus.
– Der Vorschlag/Die Initiative wirkt sich auf die Einnahmen aus, und zwar
– auf die Eigenmittel
– auf die übrigen Einnahmen
– Bitte geben Sie an, ob die Einnahmen bestimmten Ausgabenlinien zugeordnet
sind.
in Mio. EUR (3 Dezimalstellen)
Einnahmenlinie:
Für das laufende
Haushaltsjahr zur
Verfügung
stehende Mittel
Auswirkungen des Vorschlags/der Initiative19
Jahr 2024 Jahr 2025 Jahr 2026 Jahr 2027
Artikel ….
Bitte geben Sie für die sonstigen zweckgebundenen Einnahmen die betreffende(n)
Ausgabenlinie(n) im Haushaltsplan an.
Sonstige Anmerkungen (bei der Ermittlung der Auswirkungen auf die Einnahmen
verwendete Methode/Formel oder weitere Informationen).
19 Bei den traditionellen Eigenmitteln (Zölle, Zuckerabgaben) sind die Beträge netto, d. h. abzüglich 20 %
für Erhebungskosten, anzugeben.
DE 6 DE
4. DIGITALE ASPEKTE
Der Vorschlag enthält keine Anforderungen von digitaler Relevanz. Die vorgeschlagene
Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates enthält keine Vorschriften
betreffend die Erhebung, die Verarbeitung, die Generierung, den Austausch oder die
gemeinsame Nutzung von Daten, die Automatisierung oder Digitalisierung der Prozesse
der Interessenträger oder die Nutzung neuer oder bestehender digitaler Lösungen
und/oder digitaler öffentlicher Dienste.
4.1. Anforderungen von digitaler Relevanz
Nicht zutreffend
4.2. Daten
Nicht zutreffend
4.3. Digitale Lösungen
4.4. Interoperabilitätsbewertung
4.5. Unterstützungsmaßnahmen für die digitale Umsetzung
Nicht zutreffend
Nicht zutreffend
Nicht zutreffend
DE DE
EUROPÄISCHE
KOMMISSION
Brüssel, den 12.6.2026
COM(2026) 282 final
ANNEXES 1 to 2
ANHÄNGE
des
Vorschlags für eine
VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
zur Änderung der Verordnung (EU) 2021/2115 hinsichtlich einer besonderen
Interventionskategorie zur Gewährung einer befristeten Sonderunterstützung im
Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen
Raums (ELER) und der Möglichkeit, die Zuweisungen für Direktzahlungen im
Kalenderjahr 2027 anzupassen, sowie zur Änderung der Verordnung (EU) 2021/2116
hinsichtlich flexiblerer Vorschriften für Vorschusszahlungen als Reaktion auf die
infolge der Krise im Nahen Osten gestiegenen Düngemittelpreise
ANHANG I
Die Anhänge I und XV der Verordnung (EU) 2021/2115 werden wie folgt geändert:
1. In Anhang I wird in der Tabelle „Jährlicher Leistungsabschluss – OUTPUT (O =
OUTPUT) Interventionskategorien und dazugehörige Outputindikatoren“ folgender
Eintrag angefügt:
„Unterstützung für Landwirte, die vom starken
Anstieg der Düngemittelpreise infolge der Krise im
Nahen Osten betroffen sind (Artikel 78b)
O.9b Anzahl der Landwirte, die nach dem starken
Anstieg der Düngemittelpreise Unterstützung
erhalten“
2. Der Titel des Anhangs XV erhält folgende Fassung:
„ANHANG XV
Höchstbetrag pro Mitgliedstaat gemäß Artikel 96a Absatz 1, der für Krisenzahlungen
gemäß Artikel 78a und die Unterstützung für Landwirte gemäß Artikel 78b reserviert
werden kann“
ANHANG II
„ANHANG XVI
HÖCHSTBETRÄGE GEMÄẞ ARTIKEL 103A
Höchstbetrag der Erhöhung der Zuweisungen für Direktzahlungen für das Kalenderjahr 2027 pro
Mitgliedstaat
EUR (jeweilige
Preise)
Belgien 20 700 224
Bulgarien 84 648 793
Tschechien 64 796 927
Dänemark 18 983 515
Deutschland 273 089 935
Estland 26 404 994
Irland 77 910 157
Griechenland 139 238 400
Spanien 324 114 848
Frankreich 364 860 018
Kroatien 74 326 850
Italien 337 480 344
Zypern 5 942 629
Lettland 35 248 552
Litauen 58 648 549
Luxemburg 3 077 661
Ungarn 104 217 287
Malta 4 996 124
Niederlande 18 317 092
Österreich 130 006 188
Polen 396 000 462
Portugal 162 165 186
Rumänien 290 114 968
Slowenien 27 542 548
Slowakei 77 723 373
Finnland 106 364 987
Schweden 63 566 922
Höchstbetrag der Erhöhung der Zuweisungen für Direktzahlungen für das Kalenderjahr 2027 pro
Mitgliedstaat
EUR (jeweilige
Preise)
Belgien 123 731 481
Bulgarien 207 943 425
Tschechien 213 736 824
Dänemark 215 591 819
Deutschland 1 228 923 865
Estland 51 254 687
Irland 296 570 499
Griechenland 472 915 011
Spanien 1 209 271 990
Frankreich 1 821 250 134
Kroatien 93 692 559
Italien 907 132 289
Zypern 11 911 885
Lettland 91 120 936
Litauen 153 178 204
Luxemburg 8 186 957
Ungarn 310 796 291
Malta 1 148 505
Niederlande 179 345 582
Österreich 169 395 462
Polen 796 492 035
Portugal 159 948 413
Rumänien 507 398 799
Slowenien 32 882 513
Slowakei 103 868 686
Finnland 131 201 466
Schweden 171 704 104“
Drucksache 370/26 - 48 -
Relationen
- authored ← Europäische Kommission
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Verordnung (EU) 2021/2115 hinsichtlich einer besond (Unterrichtung)