Entschließung in der Vancouver-Erklärung der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa zur internationalen Wissenschaftsdiplomatie umsetzen (Beschlussempfehlung und Bericht zu Drs. 21/5827)
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Entschließung in der Vancouver-Erklärung der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa zur internationalen Wissenschaftsdiplomatie umsetzen (Beschlussempfehlung und Bericht zu Drs. 21/5827)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/8459
21. Wahlperiode 07.10.2026
Beschlussempfehlung und Bericht
des Auswärtigen Ausschusses (3. Ausschuss)
zu dem Antrag der Abgeordneten Ulrich Thoden, Desiree Becker, Gökay Akbulut,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke
– Drucksache 21/5827 –
Entschließung in der Vancouver-Erklärung der Parlamentarischen
Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
zur internationalen Wissenschaftsdiplomatie umsetzen
A. Problem
Aus Sicht der antragstellenden Fraktion soll der Deutsche Bundestag die 2023 von
der deutschen Vizepräsidentschaft (Dr. Daniela De Ridder) initiierte Resolution
„Greater Exploitation of the Potential of Science Diplomacy“ in der
Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in
Europa (OSZE PV) begrüßen. Die Entschließung sei von der OSZE PV auf der 30.
Jahrestagung in Vancouver (Kanada) verabschiedet und in das gemeinsame
Abschlussdokument der 57 OSZE-Teilnehmerstaaten aufgenommen worden (vgl.
www.oscepa.org/en/documents/annual-sessions/2023-vancouver/declaration-
29/4744-vancouver-declaration-eng/file). Auch solle der Deutsche Bundestag die
Notwendigkeit unterstreichen, die Empfehlungen der OSZE PV im praktischen
Regierungshandeln umzusetzen. Die Wissenschaftsdiplomatie biete bedeutsame
Chancen für die Bewältigung weltweiter Herausforderungen (z. B. Klimawandel,
Naturkatastrophen und globale Gesundheitsfragen) sowie für die Beilegung und
Vermeidung von bewaffneten Konflikten. Deutschland habe die Potenziale der
Wissenschaftsdiplomatie bislang nicht hinreichend ausgeschöpft. Evidenzbasierte
Erkenntnisse der Wissenschaft seien für die Aufklärung und gesellschaftliche
Vermittlung von politischen Entscheidungen von internationaler Tragweite
unverzichtbar. Dies gelte umso mehr, da die Freiheitsräume in der Wissenschaft und
Zivilgesellschaft verstärkt durch rechtsautoritäre und antidemokratische Kräfte
eingeschränkt sowie durch politisch gesteuerte, wissenschaftsfeindliche
Desinformationskampagnen angegriffen werden würden.
Nach Auffassung der antragstellenden Fraktion soll der Deutsche Bundestag
ferner das Versprechen bekräftigen, die Charta der Vereinten Nationen und die
Charta von Paris für ein neues Europa zur Richtschnur für die deutsche
Außenpolitik zu nehmen, um die regelbasierte internationale Friedensordnung zu
verteidigen und jede gegen die territoriale Integrität oder die politische Unabhängigkeit
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ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
eines Staates gerichtete Androhung oder Anwendung von Gewalt konsequent zu
ächten. Die friedensfördernden Potenziale der Wissenschaftsdiplomatie lägen
hierbei insbesondere in den Bereichen Konfliktursachenforschung,
Konfliktprävention und Konfliktnachsorge, Friedenspädagogik sowie in der Vorbereitung
und Begleitung von Friedensprozessen. Wissenschaftlicher Austausch über
Ländergrenzen hinweg könne die interkulturelle Verständigung fördern und als
ergänzendes Kommunikationsinstrument zwischen verfeindeten Staaten bzw.
parastaatlichen bewaffneten Gruppen oder Staaten mit eingeschränkten
diplomatischen Beziehungen eingesetzt werden.
Die antragstellende Fraktion fordert, dass der Deutsche Bundestag die Umsetzung
der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen
(Sustainable Development Goals, SDGs) künftig auch mit den Instrumenten der
Wissenschaftsdiplomatie unterstützen wird. Dies gelte für die Gesamtheit der
SDGs und mit der besonderen Dringlichkeit, Hunger und Armut wirksam zu
bekämpfen. Hinzu komme, dass zwischen dem Klimawandel und bewaffneten
Konflikten komplexe Zusammenhänge bestünden. Der Klimawandel verursache für
sich genommen bereits eine konflikterzeugende bzw. konfliktverschärfende
Konkurrenz um den Zugang zu lebenswichtigen natürlichen Ressourcen wie
Trinkwasser und Nahrung, sodass ein systematischer und umfassender
wissenschaftlicher Austausch über Fragen der Klimasicherheit gefördert werden müsse. Das
Ziel müsse sein, die Resilienz der vom Klimawandel besonders betroffenen
Gesellschaften in den Ländern im globalen Süden zu stärken, die historisch nicht die
Verursacher des anthropogenen Klimawandels seien.
Vor diesem Hintergrund soll der Deutsche Bundestag laut antragstellender
Fraktion die Bundesregierung auffordern,
1. einen Gesetzentwurf vorzulegen, mit dem
a) der Empfehlung in der Entschließung der OSZE PV „Greater Exploitation of
the Potential of Science Diplomacy“ entsprochen werde, indem die Stelle einer/
eines Beauftragten für die Wissenschaftsdiplomatie geschaffen werde. Die Stelle
solle im Bundeskanzleramt angesiedelt sein und mit den notwendigen eigenen,
aufwachsenden Sach- und Personalmitteln ausgestattet werden, und
b) der/dem Beauftragten für die Wissenschaftsdiplomatie die
Verantwortungshoheit über die Ausarbeitung einer kohärenten und ressortübergreifenden Strategie
für eine international wirksame Wissenschaftsdiplomatie übertragen werde. Diese
solle klare Förderstrukturen und großzügige Möglichkeiten für die
Forschungsfinanzierung beinhalten, die regelmäßig wissenschaftlich zu evaluieren seien;
2. eigene Programmlinien der Wissenschaftsdiplomatie auszuarbeiten, die
a) im Bereich der internationalen Sicherheits-, Konflikt- und Friedensforschung
die Expertise der Friedensforschung berücksichtigen und Wissenschaftler und
Wissenschaftlerinnen mit politischen Entscheidungsträgern und
Entscheidungsträgerinnen international vernetzen. Damit sollen laut antragstellender Fraktion
die diplomatischen Interventionsfähigkeiten der deutschen Außenpolitik
verbessert und perspektivisch für die zivile Konfliktbearbeitung weltweit zur breiteren
Anwendung gebracht werden. Angesichts des notwendigen Kapazitätsaufbaus
solle der Fokus zunächst auf sicherheitspolitisch instabilen
Nachbarschaftsregionen wie dem Westbalkan (Bosnien-Herzegowina, Kosovo/Serbien) sowie Moldau
liegen oder auch in eskalationsgefährdeten Regionen wie der Arktis (z. B.
Spitzbergen/Grönland).
b) im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) die Umsetzung der
Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen im Einklang mit der
deutschen EZ mit den Ländern im globalen Süden flankierend unterstützen. Zu diesem
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ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Zweck sei eine finanzielle Mittelausstattung der EZ gemäß den internationalen
Vorgaben und Verpflichtungen Deutschlands unerlässlich. Dies erfordere, die
Quote für die öffentlichen Entwicklungsausgaben (Official Development
Assistance, ODA) in Höhe von 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens
bereitzustellen, wobei mindestens 0,2 Prozent für die ärmsten Länder (Least Developed
Countries, LDC) aufzuwenden seien. Ebenso sollen laut antragstellender Fraktion
gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 0,1 Prozent
des Bruttonationaleinkommens für die globale Gesundheitszusammenarbeit
verausgabt werden. Die Schwerpunkte sollten hierbei auf dem Auf- und Ausbau von
Basisgesundheitsdiensten sowie Impfkampagnen liegen. Für die
Wirksamkeitssteigerung der deutschen EZ sei zudem die maßgebliche Rolle des
Entwicklungsressorts (BMZ) innerhalb der deutschen ODA zu gewährleisten;
3. die Fördermöglichkeiten für die internationale Wissenschaftsdiplomatie
auszubauen, indem gezielte Kooperationsformate für international vernetzte
Exzellenzcluster entwickelt sowie innovationswirksame Ausgründungen aus der
Hochschule und Wissenschaft erleichtert werden. In den Programmlinien für die
Wissenschaftsdiplomatie ist laut antragstellender Fraktion die Förderung von Frauen
in allen Studiengängen, für berufliche Positionen in der Wissenschaft und im
Hochschulmanagement sowie bei Forschungsvorhaben als Schwerpunktziel zu
verankern;
4. angesichts der wachsenden Bedrohungen für die Wissenschaftsfreiheit
geeignete Schutzmaßnahmen für verfolgte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen
und Studierende zu ergreifen.
B. Lösung
Ablehnung des Antrags mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD
und SPD gegen die Stimmen der Fraktion Die Linke bei Stimmenthaltung
der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
C. Alternativen
Wurden nicht erörtert.
D. Kosten
Wurden nicht erörtert.
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ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Beschlussempfehlung
Der Bundestag wolle beschließen,
den Antrag auf Drucksache 21/5827 abzulehnen.
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ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Berlin, den 7. Oktober 2026
Der Auswärtige Ausschuss
Armin Laschet
Vorsitzender
Johannes Volkmann
Berichterstatter
Gerold Otten
Berichterstatter
Hubertus Heil
Berichterstatter
Deborah Düring
Berichterstatter
Jan van Aken
Berichterstatter
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ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Bericht der Abgeordneten Johannes Volkmann, Gerold Otten, Hubertus Heil,
Deborah Düring und Jan van Aken
I. Überweisung
Der Deutsche Bundestag hat die Vorlage auf Drucksache 21/5827 in seiner 83. Sitzung am 11. Juni 2026 beraten
und zur federführenden Beratung dem Auswärtigen Ausschuss sowie zur Mitberatung dem
Verteidigungsausschuss und dem Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe überwiesen.
II. Wesentlicher Inhalt der Vorlage
Aus Sicht der antragstellenden Fraktion soll der Deutsche Bundestag die 2023 von der deutschen
Vizepräsidentschaft (Dr. Daniela De Ridder) initiierte Resolution „Greater Exploitation of the Potential of Science Diplomacy“
in der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE
PV) begrüßen. Die Entschließung sei von der OSZE PV auf der 30. Jahrestagung in Vancouver (Kanada)
verabschiedet und in das gemeinsame Abschlussdokument der 57 OSZE-Teilnehmerstaaten aufgenommen worden
(vgl. www.oscepa.org/en/documents/annual-sessions/2023-vancouver/declaration-29/4744-vancouver-
declaration-eng/file). Auch solle der Deutsche Bundestag die Notwendigkeit unterstreichen, die Empfehlungen der OSZE
PV im praktischen Regierungshandeln umzusetzen. Die Wissenschaftsdiplomatie biete bedeutsame Chancen für
die Bewältigung weltweiter Herausforderungen (z. B. Klimawandel, Naturkatastrophen und globale
Gesundheitsfragen) sowie für die Beilegung und Vermeidung von bewaffneten Konflikten. Deutschland habe die Potenziale
der Wissenschaftsdiplomatie bislang nicht hinreichend ausgeschöpft. Evidenzbasierte Erkenntnisse der
Wissenschaft seien für die Aufklärung und gesellschaftliche Vermittlung von politischen Entscheidungen von
internationaler Tragweite unverzichtbar. Dies gelte umso mehr, da die Freiheitsräume in der Wissenschaft und
Zivilgesellschaft verstärkt durch rechtsautoritäre und anti-demokratische Kräfte eingeschränkt sowie durch politisch
gesteuerte, wissenschaftsfeindliche Desinformationskampagnen angegriffen werden würden.
Nach Auffassung der antragstellenden Fraktion soll der Deutsche Bundestag ferner das Versprechen bekräftigen,
die Charta der Vereinten Nationen und die Charta von Paris für ein neues Europa zur Richtschnur für die deutsche
Außenpolitik zu nehmen, um die regelbasierte internationale Friedensordnung zu verteidigen und jede gegen die
territoriale Integrität oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete Androhung oder Anwendung von
Gewalt konsequent zu ächten. Die friedensfördernden Potenziale der Wissen-schaftsdiplomatie lägen hierbei
insbesondere in den Bereichen Konfliktursachenforschung, Konfliktprävention und Konfliktnachsorge,
Friedenspädagogik sowie in der Vorbereitung und Begleitung von Friedensprozessen. Wissenschaftlicher Austausch über
Ländergrenzen hinweg könne die interkulturelle Verständigung fördern und als ergänzendes
Kommunikationsinstrument zwischen verfeindeten Staaten bzw. parastaatlichen bewaffneten Gruppen oder Staaten mit
eingeschränkten diplomatischen Beziehungen eingesetzt werden.
Die antragstellende Fraktion fordert, dass der Deutsche Bundestag die Umsetzung der Nachhaltigen
Entwicklungsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) künftig auch mit
den Instrumenten der Wissenschaftsdiplomatie unterstützen wird. Dies gelte für die Gesamtheit der SDGs und
mit der besonderen Dringlichkeit, Hunger und Armut wirksam zu bekämpfen. Hinzu komme, dass zwischen dem
Klimawandel und bewaffneten Konflikten komplexe Zusammenhänge bestünden. Der Klimawandel verursache
für sich genommen bereits eine konflikterzeugende bzw. konfliktverschärfende Konkurrenz um den Zugang zu
lebenswichtigen natürlichen Ressourcen wie Trinkwasser und Nahrung, sodass ein systematischer und
umfassender wissenschaftlicher Austausch über Fragen der Klimasicherheit gefördert werden müsse. Das Ziel müsse sein,
die Resilienz der vom Klimawandel besonders betroffenen Gesellschaften in den Ländern im globalen Süden zu
stärken, die historisch nicht die Verursacher des anthropogenen Klimawandels seien.
Vor diesem Hintergrund soll der Deutsche Bundestag laut antragstellender Fraktion die Bundesregierung
auffordern,
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
1. einen Gesetzentwurf vorzulegen, mit dem
a) der Empfehlung in der Entschließung der OSZE PV „Greater Exploitation of the Potential of Science
Diplomacy“ entsprochen werde, indem die Stelle einer/eines Beauftragten für die Wissenschaftsdiplomatie geschaffen
werde. Die Stelle solle im Bundeskanzleramt angesiedelt sein und mit den notwendigen eigenen, aufwachsenden
Sach- und Personalmitteln ausgestattet werden, und
b) der/dem Beauftragten für die Wissenschaftsdiplomatie die Verantwortungshoheit über die Ausarbeitung einer
kohärenten und ressortübergreifenden Strategie für eine international wirksame Wissenschaftsdiplomatie
übertragen werde. Diese solle klare Förderstrukturen und großzügige Möglichkeiten für die Forschungsfinanzierung
beinhalten, die regelmäßig wissenschaftlich zu evaluieren seien;
2. eigene Programmlinien der Wissenschaftsdiplomatie auszuarbeiten, die
a) im Bereich der internationalen Sicherheits-, Konflikt- und Friedensforschung die Expertise der
Friedensforschung berücksichtigen und Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit politischen Entscheidungsträgern und
Entscheidungsträgerinnen international vernetzen. Damit sollen laut antrag-stellender Fraktion die diplomatischen
Interventionsfähigkeiten der deutschen Außenpolitik verbessert und perspektivisch für die zivile
Konfliktbearbeitung weltweit zur breiteren Anwendung gebracht werden. Angesichts des notwendigen Kapazitätsaufbaus solle
der Fokus zunächst auf sicherheitspolitisch instabilen Nachbarschaftsregionen wie dem Westbalkan (Bosnien-
Herzegowina, Kosovo/Serbien) sowie Moldau liegen oder auch in eskalationsgefährdeten Regionen wie der
Arktis (z. B. Spitzbergen/Grönland).
b) im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) die Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele der
Vereinten Nationen im Einklang mit der deutschen EZ mit den Ländern im globalen Süden flankierend
unterstützen. Zu diesem Zweck sei eine finanzielle Mittelausstattung der EZ gemäß den internationalen Vorgaben und
Verpflichtungen Deutschlands unerlässlich. Dies erfordere, die Quote für die öffentlichen Entwicklungsausgaben
(Official Development Assistance, ODA) in Höhe von 0,7 Prozent des Bruttonatio-naleinkommens
bereitzustellen, wobei mindestens 0,2 Prozent für die ärmsten Länder (Least Developed Countries, LDC) aufzuwenden seien.
Ebenso sollen laut antragstellender Fraktion gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
0,1 Prozent des Bruttonationaleinkommens für die globale Gesundheitszusammenarbeit verausgabt werden. Die
Schwerpunkte sollten hierbei auf dem Auf- und Ausbau von Basisgesundheitsdiensten sowie Impfkampagnen
liegen. Für die Wirksamkeitssteigerung der deutschen EZ sei zudem die maßgebliche Rolle des
Entwicklungsressorts (BMZ) innerhalb der deutschen ODA zu gewährleisten;
3. die Fördermöglichkeiten für die internationale Wissenschaftsdiplomatie auszubauen, indem gezielte
Kooperationsformate für international vernetzte Exzellenzcluster entwickelt sowie innovationswirksame Ausgründungen
aus der Hochschule und Wissenschaft erleichtert werden. In den Programmlinien für die Wissenschaftsdiplomatie
ist laut antragstellender Fraktion die Förderung von Frauen in allen Studiengängen, für berufliche Positionen in
der Wissenschaft und im Hochschulmanagement sowie bei Forschungsvorhaben als Schwerpunktziel zu
verankern;
4. angesichts der wachsenden Bedrohungen für die Wissenschaftsfreiheit geeignete Schutzmaßnahmen für
verfolgte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und Studierende zu ergreifen.
III. Stellungnahmen der mitberatenden Ausschüsse
Der Verteidigungsausschuss hat die Vorlage auf Drucksache 21/5827 in seiner 36. Sitzung am 7. Oktober 2026
beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD und SPD gegen die Stimmen der
Fraktion Die Linke bei Stimmenthaltung der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ablehnung.
Der Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe hat die Vorlage auf Drucksache 21/5827 in seiner
30. Sitzung am 7. Oktober 2026 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU und SPD
gegen die Stimmen der Fraktion Die Linke bei Stimmenthaltung der Fraktionen AfD und BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN Ablehnung.
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ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
IV. Beratungsverlauf und Beratungsergebnisse im federführenden Ausschuss
Der Auswärtige Ausschuss hat die Vorlage auf Drucksache 21/5827 in seiner 31. Sitzung am 7. Oktober 2026
beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD und SPD gegen die Stimmen der
Fraktion Die Linke bei Stimmenthaltung der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Ablehnung.
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orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Berlin, den 7. Oktober 2026
Johannes Volkmann
Berichterstatter
Gerold Otten
Berichterstatter
Hubertus Heil
Berichterstatter
Deborah Düring
Berichterstatter
Jan van Aken
Berichterstatter
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ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Relationen
- authored ← Auswärtiger Ausschuss
- authored ← Deborah Düring (Berichterstattung)
- authored ← Gerold Otten (Berichterstattung)
- authored ← Hubertus Heil (Berichterstattung)
- authored ← Jan van Aken (Berichterstattung)
- authored ← Johannes Volkmann (Berichterstattung)
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