Rede von Jörn König (AfD) – Aktuelle Stunde: Zäsur in Sachsen-Anhalt – Nicht zur
Teil von Protokoll der 100. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP ZP 12: Aktuelle Stunde: Zäsur in Sachsen-Anhalt – Nicht zur.
Text
Rede von Jörn König (AfD) – Aktuelle Stunde: Zäsur in Sachsen-Anhalt – Nicht zur
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen!
Und vor allem: Liebe Wähler! 44 Prozent, das ist die
Zäsur, über die Die Linke heute reden will – 44 Prozent
für die AfD in Sachsen-Anhalt bei 78 Prozent
Wahlbeteiligung, der höchsten seit 1990. Es war so demokratisch
wie noch nie in Sachsen-Anhalt.
Die Linke bekam 8,6 Prozent – ihr historisch
schlechtestes Ergebnis. Die AfD hat also das Fünffache erreicht.
Und wer beantragt die Aktuelle Stunde und will die
Zusammenarbeit verbieten? Die einstellige Kleinstpartei.
Sie wollen nicht zur Tagesordnung übergehen. Da
stimme ich ausnahmsweise zu. Ihre alte Tagesordnung,
die Ordnung aller alten Parteien, ist abgewählt:
in Sachsen-Anhalt mit 44 Prozent, in Mecklenburg-
Vorpommern mit 38 Prozent und auch bundesweit. In
Umfragen steht die AfD bei 30 Prozent, die Union bei 18
Prozent, Die Linke bei 10 Prozent. Artikel 20 Absatz 2
Grundgesetz: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“
Der Souverän hat gesprochen: dreimal mehr AfD als
Linke.
Nächster Punkt. Keine Zusammenarbeit. Liebe Linke,
Sie kommen zu spät.
(Katalin Gennburg [Die Linke]: „Liebe“
können Sie streichen!)
Das hat Ihnen Gorbatschow schon 1989 erklären müssen.
Schon am Dienstag hat der Landtag in Magdeburg Tobias
Rausch von der AfD mit 48 Stimmen zum Präsidenten
gewählt, 9 Stimmen – ich wiederhole: 9 Stimmen – davon
aus anderen Fraktionen. Geheime Wahl, freies Mandat,
Artikel 38 Grundgesetz! Das ist keine Zäsur, das ist
parlamentarische Normalität.
Dritter Punkt. Rechtsextrem eingestuft vom
Verfassungsschutz. Das ist alles mehr als lächerlich. Ihr
kommunistischer Ministerpräsident hat einen völlig
unqualifizierten Zottelbart und Sozialpädagogen zum Chef des
Verfassungsschutzes gemacht. Dabei soll dieser Chef
eigentlich ein Jurist mit Richterbefähigung sein. Dieser
Verehrer von Putins Nachtwölfen, Stephan Kramer, hat
dann im Alleingang, ohne die zuständigen Abteilungen
im Amt zu fragen, ein Schlechtachten über die AfD
geschrieben. Diese rechtswidrigen Alleingänge werden
gerade vom Thüringer Landtag aufgearbeitet. Herr Kramer
hat auch dieses völlig wacklige Framing „gesichert
rechtsextrem“ erfunden. Nichts daran ist juristisch sauber
definiert. Trotzdem haben von da an alle linken Parteien
und die linkenwilligen Journalisten dieses Framing
ungeprüft übernommen.
Die Ämter der anderen Länder haben dann auch
mitgespielt. Und so wurde die AfD Sachsen-Anhalt dann zu
gesichert rechtsextrem erklärt, als sie gerade die CDU in
Umfragen überholt hat. Sitzen im Verfassungsschutz
etwa Demokratiefeinde? Es geht immer nur darum, den
politischen Konkurrenten zu beschädigen.
Gehen wir kurz nach Niedersachsen. Im März
beschloss der niedersächsische Landesverband der Linken –
der Landesverband von Frau Reichinnek –, man lehne
den real existierenden Zionismus ab, Israel betreibe
Genozid und Apartheid. Der Antisemitismusbeauftragte des
Landes Brandenburg, Andreas Büttner, ist daraufhin aus
der Partei ausgetreten. Der Präsident des Zentralrats der
Juden, Josef Schuster – nun wirklich nicht AfD-
verdächtig –, sagte – ich zitiere –: „Der linke Antizionismus ist
schlecht kaschierter Antisemitismus.“ Zitat Ende.
Der Antisemitismus der Berliner Linken ist durch die
Berlin-Wahl mehr als deutlich geworden. Zum ersten Mal
seit 1945 werden wieder Antisemiten in ganz Berlin
regieren. SPD und Grüne haben in den Sondierungen
klargemacht, wo sie stehen: nicht hinter den deutschen Juden,
sondern hinter ihrem unbedingten Machtwillen. Nie
wieder sollten diese Parteien „Nie wieder!“ sagen.
Sie haben jedes Recht verwirkt, sich vor dem Hintergrund
der deutschen Geschichte in moralische Posen zu werfen.
Selbst schuld, liebe Union, wer sich von diesen Parteien
noch irgendwas über Moral, Brandmauern und die
deutsche Geschichte sagen lässt.
Werte Linke, Sie wollen nicht zur Tagesordnung
übergehen. Wir auch nicht. Wir schreiben eine neue
Tagesordnung – in Magdeburg, in Schwerin und demnächst
auch hier im Bundestag. Der Wähler hat das Problem
erkannt. Das Problem sind Sie. Die Lösung ist die AfD.
Freiheit statt Sozialismus!
Vielen Dank.
Relationen
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