Netzwerk Autorenrechte
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Netzwerk Autorenrechte
Tätigkeit: Plattform, Netzwerk, Interessengemeinschaft, Denkfabrik, Initiative, Aktionsbündnis o. ä.
Das 2016 gegründete Netzwerk Autorenrechte (NAR) repräsentiert 15 Berufs-Verbände und 16.000 Autorinnen, Autoren und Übersetzerinnen und Übersetzern des Buchsektors aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (Stand: Juni 2025). Die politischen Beauftragten und die Koordinatorin sorgen einerseits für Vernetzung, Austausch und Kooperationen zwischen den Mitgliedern, als auch mit Akteurinnen und Akteuren aus Kultur- und Buchwirtschaft, Rechtswissenschaft und Politik. Um die Rahmenbedingungen für Autoren und Übersetzer des Buchsektors sichtbar zu machen und zu verbessern, erstellen die ehrenamtlichen Mitglieder des Netzwerks (Selbst Schriftsteller und Übersetzer) Positionspapiere, iniitieren Umfragen, beantworten Konsultationen, machen Vorschläge für gesetzliche Regelungen. Es werden Fachveranstaltungen und Panels, u.a. auf Buchmessen organisiert, aber auch unmittelbar Stellungnahmen und Offene Briefe veröffentlicht und/oder an Abgeordnete sowie an die Bundesregierung übermittelt.
In spezifischen Arbeitsgruppen untersuchen die Mitglieder und politischen Beauftragte Sachstände, entwickeln Umfragen und gemeinsame Grundhaltungen, wie etwa Pilotstudie# frauenzählen zur Sichtbarkeit von Frauen in Medien und im Literaturbetrieb, gemeinsam in Kooperation mit dem Institut für Medienforschung Rostock. Die AG Bibliotheken setzt sich intensiv mit Themen der analogen und digitalen Leihe auseinander, und war am Runden Tisch zum E-Lending der BKM vertreten. Beauftragte werden entsendet in den Verwaltungsrat der VG Wort, in PLR International, zur IFRRO sowie als Expert:innen im Austausch mit der Europäischen Kommission, wie etwa im Code of Practice Plenary des AI Acts.
Diese kontextuelle und literaturpolitische Arbeit geschieht sämtlich auf Basis ehrenamtlichen Einsatzes. Für operative Ausgaben (z.B. Reisekosten, Webseite, Veranstaltungen, Koordination) wird das Netzwerk Autorenrechte (NAR) vom Förderverein Buch e.V. (VR 23738) monetär unterstützt.
Interessenbereiche: Datenschutz und Informationssicherheit; Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik; Sonstiges im Bereich "Arbeit und Beschäftigung"; Sonstiges im Bereich "Medien, Kommunikation und Informationstechnik"; EU-Binnenmarkt; Pflegeversicherung; Internetpolitik; Kleine und mittlere Unternehmen; Schulische Bildung; Handel und Dienstleistungen; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Rechtspolitik; Krankenversicherung; Menschenrechte; Strafrecht; Kommunikations- und Informationstechnik; Urheberrecht; Wettbewerbsrecht; Hochschulbildung; Sonstiges im Bereich "Gesellschaftspolitik und soziale Gruppen"; Digitalisierung; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; Kultur; EU-Gesetzgebung; Meinungs- und Pressefreiheit; Arbeitslosenversicherung; Zivilrecht; Internationale Beziehungen; Arbeitsmarkt; Sonstiges im Bereich "Soziale Sicherung"; E-Commerce; Rente/Alterssicherung
Regelungsvorhaben:
- Beibehalt der Lizenzierung für Verleih elektronischer Buchwerke ("E-Lending"): Verhinderung der Erweitertung des Verleihrechts auf elektronische Buchwerke und die Einführung einer Schranke oder mandatorischen Lizenzpflicht für e-lending (Ausleihe digitaler Buchwerke in Öffentlichen Bibliotheken).
- Klärung und Anpassung 44b UrhG: Ausnahmeregelung für Text und Data Mining: Die Auslegung von §44b des UrhG (Text und Data Mining Ausnahme) als Grundlage für maschinelles Lernen generativer sog. "KI" ist zweifelhaft. Eine Klärung seitens der Gesetzgeberin ist nötig, sowie eine vergütungspflichtige Ausgestaltung.
- Umsetzung der KI-Grundverordnung (EU) 2024/1689: Umsetzung der Transparenzregeln des AI Acts begleiten inkl. der Pflichten an die KI-Entwickler zu Transparenz und Legalität verwendeter urhebeerrechtlich geschützter Werke; Beachtung der urheberrechtlich relevanten Prozesse; Mitgestaltung an den Umsetzungen des Code of Pratice des AI Office.
- Erhalt des BuchPrG: EUGH, C-302/25 (EUGH), Desch-Drexler gefährdet die deutsche Buchpreisbindung
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