polradar

Allianz der Chancen

lobbyregister / register_entry 28.02.2022 · Original ↗

Im Graph öffnen

Text

Allianz der Chancen Tätigkeit: Plattform, Netzwerk, Interessengemeinschaft, Denkfabrik, Initiative, Aktionsbündnis o. ä. Zum Zwecke der Interessenvertretung präsentiert die Allianz der Chancen ihre Ideen und Ansätze gegenüber politischen Entscheidern. Dies geschieht sowohl in persönlichen Gesprächen, bei regelmäßigen Veranstaltungen mit politischen Gästen (Netzwerktreffen) sowie über schriftliche Positionen. Als branchenübergreifende Initiative hat die Allianz der Chancen sich zum Ziel gesetzt, den Auswirkungen des Strukturwandels der Arbeitswelt auf die Beschäftigten im Sinne einer Verantwortungsgemeinschaft entgegenzuwirken. Entsprechend befassen wir uns in der Interessenvertretung mit einem breiten Spektrum an Themen mit Relevanz für Beschäftigung und Arbeitsmarkt. Fachkräfte, Qualifizierung, demografische Entwicklungen sowie Herausforderungen der betrieblichen Praxis im Personalbereich stehen dabei im Fokus. Mit praxisnahen Lösungsansätzen möchte die Allianz die Veränderungen der Arbeitswelt aktiv und kooperativ mitgestalten. Getreu dem Leitmotiv "Von Arbeit in Arbeit" bietet die Allianz Impulse durch Leitlinien, Handlungsempfehlungen und branchenübergreifende Best-Practice-Projekte. Die Allianz der Chancen verfügt über keine eigene Finanzierung; Aufwendungen werden durch die beteiligten Unternehmen direkt getragen. Die Koordination der Aktivitäten erfolgt durch die Travaia GmbH auf Grundlage von Dienstleistungsverträgen mit den beteiligten Unternehmen. Interessenbereiche: Berufliche Bildung; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; Sonstiges im Bereich "Arbeit und Beschäftigung"; Arbeitsmarkt; Sonstiges im Bereich "Bildung und Erziehung" Regelungsvorhaben: - Stärkung der Berufsausbildung: Die Allianz der Chancen setzt sich für eine Erhöhung der Attraktivität der beruflichen Ausbildung ein. Der gesetzliche Rahmen sollte mit dem Ziel einer höheren finanziellen Attraktivität, verbesserte Beratung und eine Flexibilisierung der Berufsbilder verändert werden. Die Mobilität Auszubildender sollte durch eine Förderung für Unternehmen, die Wohnraum bereitstellen, erhöht werden. - Verbesserungen bei der Fachkräfteeinwanderung aus Drittstaaten: Die Allianz der Chancen setzt sich für Vereinfachung und Beschleunigung der Prozesse bei der Fachkräfteeinwanderung ein. Dabei geht es beispielsweise um die Anerkennung von Qualifizierungen, den Erwerb beruflicher Abschlüsse und eine Entbürokratisierung der Prozesse für alle Beteiligten. - Nachjustierung des Nachweisgesetzes: Zur Digitalisierung von Prozessen und Dokumentation sollte das Nachweisgesetz um die qualifizierte elektronische Unterschrift in Arbeitsverträgen erweitert werden. - Klarstellung bei Arbeitszeiterfassung: Die Allianz der Chancen setzt sich für eine zeitgemäße Regelung im Arbeitszeitgesetz ein, die nicht über den Rahmen des europäischen Rechts hinausgeht und die betriebliche Praxis unterstützt. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in Deutschland ist eine wettbewerbsfähige und praxistaugliche Regelung, die moderne Lebens- und Arbeitsumstände abbildet wichtig. Tarifliche Öffnung muss dabei Vereinbarungen eines flexiblen und vertrauensbasierten Arbeitssystems ermöglichen. - Schaffung eines spezifischen Gesetzes zum Beschäftigtendatenschutz: Die Allianz der Chancen setzt sich für klare Regelungen zum Beschäftigungsdatenschutz ein, um Rechtssicherheit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu erreichen, Persönlichkeitsrechte effektiv zu schützen und Flexibilität für Unternehmen zu ermöglichen. - Entbürokratisierung der Entsenderichtlinie / A1-Bescheinigung: Die Allianz der Chancen setzt sich dafür ein, den hohen Aufwand für Geschäftsreisen, für die eine A1-Bescheingung erforderlich ist, durch entlastende Änderungen der Rechtsvorschriften zu reduzieren. Auch weitere Pflichten bei der europaweiten Mitarbeiterentsendung sollten vereinheitlicht und digitalisiert werden. - Reform des Betriebsverfassungsgesetzes und Regelung der Betriebsratsvergütung: Die AdC setzt sich für eine zeitgemäße Regelung unter Berücksichtigung des technischen Fortschritts und moderner Arbeitswelten ein, beispielsweise durch weitgehendere Digitalisierungsmöglichkeiten in der Betriebsverfassung. Außerdem braucht es rechtssichere, praxisgerechte und nachvollziehbare Regelung zur Bemessung einer angemessenen Vergütung von Betriebsräten - Weiterentwicklung des Qualifizierungschancengesetzes: Die AdC setzt sich für eine Verbesserung des Rechtsrahmens bei der Weiterbildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und der entsprechenden öffentlichen Förderung ein. Dabei geht es unter anderem um den Abbau von Bürokratie sowie passgenauere und erhöhte Flexibilität für alle Beteiligten. - Vereinfachung von Beschäftigungswechseln: Die Allianz der Chancen setzt sich für gesetzliche Rahmenbedingungen ein, um von Transformation betroffenen Beschäftigten eine Perspektive zu bieten. Um lückenlose Weiterbeschäftigungen zwischen verschiedenen Arbeitsverhältnissen zu ermöglichen und mögliche Einkommensverluste abzumildern, sollten steuerliche Anreize gesetzt werden. - Entbürokratisierung und ganzheitliche Ausrichtung von Förderkulissen: Das Regelungsvorhaben zielt darauf ab, die ESF‑Plus‑Förderpraxis für die kommende Förderperiode zu reformieren. Konkret sollen Kommunikations‑, Prüf‑ und Nachweisprozesse standardisiert und digitalisiert, die Finanzierungs‑ und Mittelabruflogik flexibilisiert sowie das ZEUS‑Portal modernisiert werden. Zudem sollen Förderrichtlinien stärker an Unternehmensbedarfe angepasst und die Förderlogik für Qualifizierungs‑ und Transformationsprojekte vereinfacht und skalierbar gestaltet werden.

Relationen

Keine Relationen.