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ZZF - Zentralverband der Heimtierbranche e.V.

lobbyregister / register_entry 25.01.2022 · Original ↗

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ZZF - Zentralverband der Heimtierbranche e.V. Tätigkeit: Wirtschaftsverband oder Gewerbeverband/-verein Der 1947 gegründete Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZZF) e.V., der heute als ZZF - Zentralverband der Heimtierbranche e.V. firmiert, vertritt die Interessen der deutschen Heimtierbranche. Dies sind namentlich der Zoofach-Einzelhandel, Hersteller und Großhändler von Heimtierbedarf, Heimtierzüchter und Großhändler von Heimtieren sowie Heimtierpfleger im Salon. Die Verantwortung des Menschen für das lebende Tier und das Wohlbefinden der Heimtiere stehen nach seinem Grundsatzprogramm an erster Stelle. In seinen sogenannten "Heidelberger Beschlüssen" hat der ZZF eine Selbstverpflichtung im Sinne des Tierwohls verabschiedet, die laufend nach den neuesten Erkenntnissen aktualisiert wird. Diese Selbstverpflichtung geht über die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes hinaus und ist für alle ZZF-Mitglieder bindend. Der ZZF setzt sich für eine tierschutzgerechte Heimtierhaltung und für Rahmenbedingungen ein, die die wirtschaftliche Weiterentwicklung des Heimtiermarktes sichern. Der ZZF berät mit wissenschaftlicher Fachexpertise und hat vom Bundesumweltministerium die Aufgabe übernommen, artenschutzrechtliche Kennzeichen auszugeben. Interessenbereiche: Vorschulische Bildung; Außenwirtschaft; EU-Gesetzgebung; Sonstiges im Bereich "Landwirtschaft und Ernährung"; Arzneimittel; Parlamentarisches Verfahren; Schulische Bildung; Handel und Dienstleistungen; Tierschutz; Sonstiges im Bereich "Gesellschaftspolitik und soziale Gruppen"; Artenschutz/Biodiversität; Berufliche Bildung Regelungsvorhaben: - Der ZZF setzt sich ein für eine Änderung der geplanten Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über das Wohlergehen von Hunden und Katzen: Es soll eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen eingeführt werden. Der ZZF sieht keine Regelungskompetenz für Tierschutz beim Europäischen Parlament. Eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen ohne Freigang wird als unverhältnismäßig abgelehnt. - Der ZZF setzt sich ein für eine Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 über den Schutz von Tieren beim Transport: Der ZZF begrüßt eine Neuregelung grundsätzlich. Aber auch der vorliegende Entwurf kann seiner Meinung nach in der derzeitigen Version nicht alle Schwachstellen beseitigen. Diese benennt der ZZF mit Verbesserungsvorschlägen. - Der ZZF setzt sich ein für eine Novelle des Tierschutzgesetzes und plädiert für geringfügige Anpassungen des Entwurfs.: Der ZZF hat zum Referentenentwurf umfangreich Stellung bezogen. - Der ZZF positioniert sich klar gegen Überlegungen, eine Positivliste für Heimtiere einzuführen.: Das BMEL hat um Stellungnahme zu einer Positivliste gebeten. Diese wird vom ZZF aus Gründen der zu erwartenden negativen Beeinträchtigungen des Artenschutzes und des Tierschutzes, sowie wegen Verstößen gegen Grundrechte, Europarecht und Völkerrecht wissenschaftlich begründet abgelehnt. - Der ZZF hält eine Neuregelung von Tierbörsen für richtig.: Das BMEL hat den ZZF um Stellungnahme zu weitergehenden Regelungen zu Tierbörsen gebeten. Der ZZF hat dazu seine differenzierte Position abgegeben. - Der ZZF hält Änderungen im Tierarzneimittelrecht für dringend erforderlich, um das Wohl der Zierfische nicht zu gefährden.: Das neu geltende Tierarzneimittelrecht führt dazu, dass Zierfische nicht mehr hinreichend vor Erkrankungen geschützt werden können oder bei Erkrankung nicht mehr fachgerecht behandelt werden können. Der ZZF tritt daher für Änderungen des Tierarzneimittelgesetzes ein. - Der ZZF plädiert für ein Aussetzen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz bis zum Start einer EU-Regelung: Das vom EU-Parlament geplante Lieferkettengesetz führt zu einer unangemessenen bürokratischen Belastung für Hersteller und Großhändler von Heimtierbedarf. Der ZZF setzt sich daher für praxistauglichere Regelungen ein. Zugleich tritt der ZZF dafür ein, dass das nationale Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz bis zum Inkrafttreten eines EU-Lieferkettengesetzes ausgesetzt wird. Deutsche Unternehmen werden einseitig belastet, was zu Wettbewerbsnachteilen führt. - Der ZZF setzt sich dafür ein, den legalen Import von Wildfängen auch künftig zu ermöglichen.: Das BMEL hat den ZZF um Stellungnahme zum Import von Wildfängen gebeten. Dieser Bitte sind wir nachgekommen. - Der ZZF setzt sich dafür ein, die EU-Entwaldungsverordnung (EU VO 2023/1115) zu verschieben und zu ändern.: Der ZZF sieht in der EUDR trotz des richtigen Anliegens, die globalen Wälder besser zu schützen, eine einseitige und unangemessene Belastung von europäischen Großhändlern und Produzenten von Produkten mit Holzanteilen. Da insbesondere aus Asien und Amerika die Weigerung kommt, die erforderliche Mitwirkung zu erbringen, um künftig die Vorgaben der EUDR zu erfüllen, erweist sich die EUDR vor allem als Handelshemmnis. Um das Ziel zu erreichen braucht es internationale Vereinbarungen. Der ZZF plädiert für eine Verschiebung des Startzeitpunkts und inhaltliche Anpassungen. - Fachliche Bewertung zum Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Zierfischen (Süßwasser): Das BMLEH überarbeitet derzeit das Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Zierfischen (Süßwasser). Hierzu hat der ZZF seine fachliche Stellungnahme abgegeben mit der Hoffnung, dass unsere Anmerkungen und Vorschläge bei der Bearbeitung des Gutachtens Berücksichtigung finden. - Fachliche Bewertung zur Überarbeitung des Gutachtens über Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien und Amphibien: Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gibt Gutachten und Leitlinien heraus, in denen die Mindestanforderungen für die tiergerechte Haltung bestimmter Tierarten festgelegt sind. Derzeit wird folgendes Gutachten aktualisiert und überarbeitet, um neuen Erkenntnissen aus Wissenschaft und Praxis Rechnung zu tragen: Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien vom 10. Januar 1997. Hierzu hat der ZZF seine fachliche Stellungnahme abgegeben mit der Hoffnung, dass die Anmerkungen und Vorschläge bei der Bearbeitung des Gutachtens Berücksichtigung finden. - Forderung des SPD-Parteitages nach Kastrationspflicht für Katzen: Auf dem SPD-Bundesparteitag wurde am 29. Juni 2025 beschlossen, dass sich die SPD-Fraktionen in Land und Bund für die Änderung des Tierschutzgesetzes dahingehend einsetzen sollen, dass flächendeckend eine Kastrationspflicht für Hauskatzen, die nicht zur Zucht eingesetzt werden, eingeführt wird. Der ZZF hält dies bei reinen Wohnungskatzen für unverhältnismäßig und spricht sich deshalb dagegen aus. - ZZF will Qualzuchten eindämmen und fordert Kriterienliste für Qualzuchtmerkmale: Der ZZF drängt darauf, dass eine bundeseinheitliche auf wissenschaftlichen Grundlagen erstellte Kriterienliste beschlossen wird, die es Tierärzten, Behörden, Züchtenden und Tierhaltenden ermöglicht, Qualzuchtmerkmale anhand ihrer Ausprägung objektiv einzuschätzen. - Curriculare Integration von Tierschutz, Tierwissen und tiergestützte Pädagogik in allen Schulformen: Tierschutz und Tierhaltungskompetenz sollten bundesweit Bestandteil der Lehrerbildung werden – insbesondere in Biologie, Sachkunde und Ethik. Curriculare Integration in alle Schulformen: Tierschutz, Tierwissen und tiergestützte Pädagogik sind systematisch in Lehrplänen zu verankern, um Verantwortungsbewusstsein und soziale Kompetenzen zu fördern. Nachhaltige Konzepte für Bildung mit Tieren entwickeln: Wissenschaftlich fundierte, tiergerechte Konzepte sollen den pädagogischen Einsatz von Tieren gestalten. Förderprogramme und Infrastruktur stärken: Schulische Tierprojekte benötigen finanzielle Unterstützung und eine geeignete Ausstattung. Einheitliche Regelungen für Tierhaltung in Schulen, Schulhundteams und tiergestützte Angebote. - Außenwirtschaftsförderung braucht verlässliche Finanzierung im Haushalt 2027: Der ZZF wendet sich gegen die aktuellen Planungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zum Bundeshaushalt 2027, die eine Kürzung des Etats für das Auslandsmesseprogramm auf rund 42,3 Millionen Euro vorsehen. Dies stehe im Widerspruch zu den Vereinbarungen des Koalitionsvertrages, der ausdrücklich eine strategische Ausrichtung und finanzielle Stärkung der Instrumente der Außenwirtschaftsförderung vorsieht. Die deutsche Messewirtschaft werde hierdurch geschwächt. - ZZF fordert Einbindung der Heimtierbranche bei Evaluierung der Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT): Die GOT beeinflusst nicht nur die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen tierärztlicher Praxen. Sie hat zugleich unmittelbare Auswirkungen auf die Gesundheitsvorsorge von Heimtieren, die Inanspruchnahme tierärztlicher Leistungen und die finanzielle Belastung von Millionen Tierhaltern in Deutschland. Gerade Hunde, Katzen und andere Heimtiere machen den überwiegenden Teil der tierärztlichen Behandlungsfälle in Deutschland aus. Eine belastbare Evaluierung der GOT sollte daher neben den Erfahrungen der Leistungserbringer auch die Auswirkungen auf diejenigen erfassen, die die tierärztliche Versorgung ihrer Tiere finanzieren und in Anspruch nehmen.

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