Förderung touristischer Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern
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Förderung touristischer Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern
Deutscher Bundestag Drucksache 21/5814
21. Wahlperiode 07.05.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Dario Seifert, Sebastian Münzenmaier, Erhard Brucker, Marcel
Queckemeyer, Manfred Schiller, Thomas Stephan und der Fraktion der AfD
Förderung touristischer Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern
Im Zuge bundespolitischer Bestrebungen, die wirtschaftliche Erholung und den
Ausbau des Tourismussektors voranzutreiben, sieht sich die deutsche
Wirtschaft damit konfrontiert, dass sich dieser Wirtschaftszweig seit 2019 (Vorjahr
der Corona-Krise) noch nicht vollständig erholt hat (www.bundeswirtschaftsmi
nisterium.de/Redaktion/DE/Dossier/tourismus.html). Dieser Sektor ist
insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von entscheidender
Bedeutung, weil er nicht nur zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen
beiträgt, sondern auch die regionale Wertschöpfung maßgeblich fördert. Das ist
insbesondere für die Lebens- und Wirkungsqualität in ländlichen und
weiträumigen Regionen von größter Bedeutung.
Gleichzeitig stehen deutsche touristische Betriebe vor der Herausforderung
stetig steigender Betriebs-, Energie-, Personal- und Bürokratiekosten, die durch
die angespannte geopolitische Weltlage zusätzlich befeuert werden. Dies
verstärkt nach Auffassung der Fragesteller die Notwendigkeit einer effektiven und
zielgerichteten Förderung der lokalen Infrastruktur, um sowohl die
wirtschaftliche Stabilität als auch das touristische Potenzial unserer Regionen zu sichern.
Vor dem Hintergrund wachsender Kritik an unzureichenden Fördermitteln für
touristische Infrastruktur in strukturschwachen Regionen richten die
Fragesteller das Augenmerk auf die Programme der Gemeinschaftsaufgaben
„Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und „Verbesserung der
Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) mit der Absicht, die Effizienz der
Mittelabschöpfung und deren Einsatz für den Ausbau der touristischen
Infrastruktur zu durchleuchten (www.deutschertourismusverband.de/presse/detail/dt
v-kritisiert-reduzierung-von-grw-foerderung-des-bundes). Es ist in ihren Augen
entscheidend, dass bestehende Förderinstrumente optimal genutzt werden, um
den Fortbestand, die Wertschöpfung, Entwicklung und Nachhaltigkeit des
Tourismus in strukturschwachen Regionen zu stärken.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche Kenntnisse liegen der Bundesregierung über die Entwicklung von
Beantragungen, Genehmigungen und den Abruf von Fördermitteln des
Bundes für tourismusrelevante Projekte im Land Mecklenburg-
Vorpommern vor (bitte nach den Jahren von 2020 bis 2025 sowie nach
Projektmitteln und institutioneller Förderung aufschlüsseln)?
2. Welche Fördermöglichkeiten des Bundes und der Europäischen Union
können Unternehmen oder Gewerbetreibende aus der Privatwirtschaft in
Mecklenburg-Vorpommern nach Kenntnis der Bundesregierung beantragen,
und wie haben sich die Beantragung, Genehmigung und der Abruf der
Mittel in den jeweiligen Jahren von 2020 bis 2025 entwickelt (bitte regional
nach Landkreisen der Antragsteller sowie Art der Förderung und bei
Förderungen des Bundes nach zuständigem Ressort und Haushaltstitel
aufschlüsseln)?
a) Für welche konkreten Projekte wurden wie viele Förderanträge gestellt?
b) Welche Betriebsgrößen hatten die jeweiligen antragstellenden
Unternehmen?
c) Welcher Branche waren die jeweiligen Unternehmen zuzuordnen?
d) War die Beantragung der jeweiligen Mittel erfolgreich?
e) Welche Hauptgründe lagen für Ablehnungen vor?
f) In welcher prozentualen und in welcher absoluten Höhe mussten die
Unternehmen und Gewerbetreibenden einen Eigenanteil tragen, um die
Förderung zu erhalten?
g) Wie häufig war die Nichterreichung der notwendigen Eigenanteile
Grund für das Scheitern der Anträge (bitte in Prozent der insgesamt
gestellten und der gescheiterten Anträge angeben)?
3. Welche Fördermöglichkeiten des Bundes und der Europäischen Union
können Landkreise und Kommunen im Land Mecklenburg-Vorpommern oder
deren Stadtmarketinggesellschaften nach Kenntnis der Bundesregierung
beantragen, und wie haben sich die Beantragung, Genehmigung und der
Abruf der Mittel in den jeweiligen Jahren von 2020 bis 2025 entwickelt (bitte
regional nach Landkreisen der Antragsteller sowie Art der Förderung und
bei Förderungen des Bundes nach zuständigem Ressort und Haushaltstitel
aufschlüsseln)?
a) Für welche konkreten Projekte wurden wie viele Förderanträge gestellt?
b) War die Beantragung der jeweiligen Mittel erfolgreich?
c) Welche Gründe überwogen für die Ablehnungen (bitte nach Antragsart
und Ablehnungsgrund aufschlüsseln)?
d) Welche Regionen im Land Mecklenburg-Vorpommern profitierten am
meisten von der Förderung durch Bundesmittel, und welche am
wenigsten?
e) In welcher prozentualen und in welcher absoluten Höhe mussten
Landkreise und Kommunen im Land Mecklenburg-Vorpommern einen
Eigenanteil tragen, um die Förderung zu erhalten?
f) Wie häufig war die Nichterreichung der Eigenanteile Grund für das
Scheitern der Anträge (bitte in Prozent der insgesamt gestellten und
gescheiterten Anträge angeben)?
Berlin, den 21. April 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333
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